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Bundesliga

HERREN-BUNDESLIGA: AND THE OSCAR GOES TO ...

... TC "Hollywood" Gleisdorf. Der TC Gleisdorf sicherte sich am Samstag durch einen 7:2-Finalerfolg über den UTC Hohe Brücke Straßburg den Meistertitel in der österreichischen Tennis-Bundesliga.


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Gleisdorf erstmals Meister
(11.9.2010)
Der TC „Hollywood“ Gleisdorf hat am Samstag das vorerst letzte Kapitel seiner Erfolgsstory geschrieben. Das oststeirische Starensemble krönte sich durch einen 7:2-Finalerfolg auf eigener Anlage über den UTC Hohe Brücke Straßburg zum Meister in der österreichischen Tennis-Bundesliga. Nach den Einzelpartien lag die Truppe von Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. bereits mit 4:2 voran. Die Gäste aus Kärnten hätten somit alle drei Doppel gewinnen müssen, um den Spieß noch umzudrehen. Doch nachdem bereits Wolfgang Schranz in seinem Einzel gegen Christian Magg beim Stand von 1:6, 2:4 wegen Übelkeit aufgeben musste und zudem Martin Slanar aufgrund einer Knöchelverletzung nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, zog es Straßburg vor, zu den Doppelpartien nicht mehr anzutreten.

"Köllerer hat ein tolles Match gespielt"
Als diese Entscheidung der Kärntner bekannt wurde, brachen bei Herbert Jerich und seinen Mannen alle Dämme. Vor 2.300 begeisterten Zuschauern in dem zum Bersten vollen Gleisdorfer Tennisstadion knallten auf dem Platz die Sektkorken. Bei der Meisterfeier fiel auch nicht mehr groß ins Gewicht, dass Jürgen Melzer das Spitzenduell gegen Daniel Köllerer nach 2:35 Stunden mit 6:7 (1/7), 6:4, 3:6 verlor. „Ich habe mit Deutsch-Wagram immer gegen den Abstieg gespielt, daher ist die Freude über meinen ersten Mannschaftstitel in Österreich jetzt wirklich groß. Es macht Riesenspaß, in dieser Mannschaft zu spielen“, meinte Melzer, der Köllerers gute Leistung würdigte: „Ich wollte dieses Match unbedingt gewinnen. Für ihn war die Bühne sicher etwas größer als für mich, aber er hat ein tolles Match gespielt. Schade, dass er sich nicht immer so präsentiert, sonst würde er im Ranking sicher weiter vorne stehen.“ Der Oberösterreicher ordnete den Sieg richtig ein. „Man darf nicht vergessen, dass Jürgen erst vor drei Tagen aus New York zurück gekommen ist, aber meinem Selbstvertrauen tut so ein Erfolg natürlich gut.“

Acht Wochen Pause für Petzschner
Die im Einzel errungenen Zähler zum Gleisdorfer Sieg gingen auf das Konto von Stefan Koubek (6:0, 6:1 gegen Martin Slanar), Björn Phau (2:6, 6:2, 6:4 gegen Jiri Novak), Alexander Peya (6:3, 6:0 gegen Michael Linzer) und Christian Magg. Neben Melzer musste sich auch Martin Fischer überraschend dem Routinier Werner Eschauer mit 6:7 (2/7), 5:7 geschlagen geben. Für die frischgebackenen Meister Melzer, Fischer und Peya geht es am morgigen Sonntag gleich weiter zum Davis Cup nach Israel, wo von Donnerstag bis Sonntag das Weltgruppen-Play-off auf dem Programm steht. „Mit dem Gewinn dieses Titels geht ein Traum für den TC Gleisdorf und auch für mich persönlich in Erfüllung. Die Stimmung in der Mannschaft ist einzigartig und ich möchte mich bei allen Spielern für den Einsatz bedanken, den sie für den TC Gleisdorf an den Tag gelegt haben. Ich bin einfach nur glücklich und werde mit den Burschen jetzt einmal ordentlich feiern“, jubelte Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. Noch ein Wort zu Philipp Petzschner, der sich am Freitag im Match gegen Daniel Köllerer schwer verletzt hat. Die Untersuchung im UKH Graz ergab, dass sich der für den ULTV Linz spielende Deutsche einen doppelten Bänderriss sowie eine Knochenprellung im rechten Knöchel zugezogen hat. Acht Wochen Pause!


TC Gleisdorf – UTC Hohe Brücke Straßburg: 7:2

Jürgen MELZER – Daniel KÖLLERER: 6:7 (1/7), 6:4, 3:6
Stefan KOUBEK – Martin SLANAR: 6:0, 6:1
Björn PHAU – Jiri NOVAK: 2:6, 6:2, 6:4
Martin FISCHER – Werner ESCHAUER: 6:7 (2/7), 5:7
Alexander PEYA – Michael LINZER: 6:3, 6:0
Christian MAGG – Wolfgang SCHRANZ: 6:1, 4:2, Aufgabe Schranz (Übelkeit)

Da neben Wolfgang Schranz nach dessen Aufgabe im Einzel auch der am Knöchel verletzte Martin Slanar im Doppel nicht mehr antreten konnte, gab der UTC Hohe Brücke Straßburg die Doppel w.o.!


Bundesliga 2010, Oberes Playoff (10.9.2010, 10:00 Uhr)


Meister Play-Off
TC Gleisdorf - 1. Salzburger TC Stiegl: 7:2
ULTV Linz - UTC Hohe Brücke Strassburg: 2:7

Da der ULTV Linz nur mit sechs Spielern nach Gleisdorf gekommen war und Philipp Petzschner nach seiner im Einzel erlittenen Verletzung auch im Doppel nicht mehr spielen konnte, traten die Oberösterreicher bei einem nicht mehr aufholbaren 2:5-Rückstand auch zu den beiden weiteren Doppelpartien nicht mehr an.

Das Finale findet am 11. September 2010 (10:00 Uhr) statt.

Finale für Gleisdorf
(10.9.2010)
Der TC Gleisdorf wurde im Semifinale der heimischen Tennis-Bundesliga seiner Favoritenrolle eindrucksvoll gerecht. Der „TC Hollywood“, wie Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. seine Startruppe auch bezeichnet, lag auf eigener Anlage nach den Einzelpartien gegen den 1. Salzburger TC Stiegl uneinholbar mit 6:0 voran. Gegner in der Titelscheidung am Samstag (ab 10:00 Uhr) ist der UTC Hohe Brücke Straßburg, der den ULTV Linz mit 7:2 besiegte. Getrübt wurde die Freude der Oststeirer und speziell bei deren Topstar Jürgen Melzer durch die Verletzung von Philipp Petzschner, die sich der für den ULTV Linz spielende Deutsche im Spitzenspiel des zweiten Halbfinales gegen den UTC Hohe Brücke Straßburg im Duell mit Daniel Köllerer zugezogen hat. Petzschner, mit dem der Niederösterreicher heuer in Wimbledon im Doppel triumphiert hatte, versuchte beim Stand von 6:5 für Köllerer im ersten Satz einen Ball zu erlaufen, kippte dabei jedoch böse um und blieb mit schmerzverzerrtem Gesicht minutenlang am Boden liegen. Mit Verdacht auf eine schwere Bänderverletzung im rechten Knöchel wurde Petzschner ins UKH Graz gebracht.

Petzschner verletzt
Kein Wunder, dass die ersten Gedanken von Melzer nach dem 7:6 (7/5), 6:4 über den Tschechen Lukas Rosol unmittelbar nach dem verwandelten Matchball bei Petzschner waren. „Ein paar Minuten, bevor ich auf den Platz gegangen bin, ist das mit Philipp passiert. So etwas tut sehr weh, denn er ist ja nicht nur mein Doppel-Partner, sondern auch ein guter Freund. Es hat im Vorfeld ein langes Hin und Her gegeben, ob er überhaupt hier spielen wird. Aber er hat versucht, seiner Mannschaft zu helfen, und dann verletzt er sich. Das ist sehr bitter. Noch dazu ist ihm das eine Woche vor seiner Hochzeit passiert“, sagte Melzer. Über seine Partie gegen Rosol (ATP-Rang 172) zog der US-Open-Achtelfinalist nüchtern Bilanz: „Ich bin schon besser vorbereitet in ein Spiel gegangen als in dieses. Es ist vor meinem Match schon 4:0 für uns gestanden. Da war es schwer, die Spannung aufrechtzuerhalten. Der Platz war langsam und die Bälle schwer, daher bin ich froh, in zwei Sätzen gewonnen zu haben.“

"Ein Match wie jedes andere"
Eine vor allem kämpferisch starke Leistung bot Stefan Koubek, der sich gegen den ehemaligen Weltranglisten-33. Andreas Vinciguerra (SWE) nach 5:7, 1:4-Rückstand zurückkämpfte und letztlich doch noch mit 5:7, 7:5, 6:2 die Oberhand behielt. Koubek: „Mit dem Break zum 2:4 bin ich besser rein gekommen, das restliche Match ist 6:1, 6:2 für mich ausgegangen.“ Im Kampf um den Titel kommt es nun am Samstag zu einer Neuauflage des Vorrundenduells zwischen dem TC Gleisdorf und dem UTC Hohe Brücke Straßburg, das die Steirer im vergangenen Juni mit 6:3 für sich entschieden haben. Im Blickpunkt wird dabei die Partie der beiden Nummer-1-Spieler Jürgen Melzer und Daniel Köllerer stehen. „Das ist für mich ein Match wie jedes andere. Man muss es auch richtig einordnen: es ist und bleibt ein Liga-Match, das ich natürlich gewinnen möchte“, versuchte Melzer, ein wenig die Brisanz aus diesem Knüller zu nehmen.

Neben Wimbledon-, auch Davis Cup-Flair in Gleisdorf

(6.9.2010)
Der eine (Jürgen Melzer) durchlebt heuer die bisher beste Saison seiner Tenniskarriere, der andere (Daniel Köllerer) sorgte 2010 ebenfalls für einige Schlagzeilen. Im Rahmen des Finales der Bundesliga (Final Four) könnte es zum ersten Aufeinandertreffen von Österreichs Nummer 1 mit Österreichs Nummer 4 kommen. Dazu müsste das Melzer-Team TC Gleisdorf im Meister-Playoff am 10. September „bloß“ den 1. Salzburger TC Stiegl besiegen und sich Köllerers Mannschaft UTC Hohe Brücke Strassburg über den ULTV Linz hinwegsetzen – dann würden am 11. September die beiden Mannschaften mit ihren Topspielern im Finale aufeinandertreffen. Ausgerichtet wird das Final Four vom Organisationsteam des TC Gleisdorf. Wie bereits bei den Vorrundenspielen in Gleisdorf wird in Gleisdorf auf dem Platz 3 eine Tribüne für 900 Zuschauer errichtet. Ob Melzer (im Finale spielberechtigt aufgrund seines Doppels in der 2. Runde gegen LTM Team Wien) tatsächlich antreten kann, wird allerdings von seinem Abschneiden bei den US Open (30.8.-12.9.) abhängen. Der Gleisdorfer Mannschaftsführer Herbert Jerich jun. macht kein Hehl daraus, was er sich von seiner Startruppe erwartet, die mit Melzer, dem Deutschen Björn Phau sowie Martin Fischer, Stefan Koubek, Alexander Peya, Christian Magg und Patrick Schmölzer hochkarätig besetzt ist. „Wir werden alles daran setzen, um erstmals den Bundesliga-Titel nach Gleisdorf zu holen. Ich hoffe, dass uns die Fans bei diesem Vorhaben stimmkräftig unterstützen“, so Jerich. Sollten die Oststeirer den Sprung in das Endspiel schaffen, würde auf den aktuellen Weltranglisten-15. Jürgen Melzer in jedem Fall eine hochbrisante Partie warten. Entweder Daniel Köllerer oder der Deutsche Philipp Petzschner (ULTV Linz), mit dem Melzer heuer in Wimbledon sensationell das Doppel gewonnen hat.

Oberes Play-Off

Fr, 10.9.2010, 10:00 Uhr: ULTV Linz – UTC Hohe Brücke Strassburg
Fr, 10.9.2010, 10:00 Uhr: TC Gleisdorf – 1. Salzburger TC Stiegl
Sa, 11.9.2010, 10:00 Uhr: Sieger 1 – Sieger 2

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