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Davis Cup

Heimspiel gegen Australien

Die Nationalmannschaft spielt von 14. bis 16. September daheim gegen Australien um den Aufstieg in die Weltgruppe. Kapitän Stefan Koubek ist zufrieden mit dem Los und will die Energie aus der in Moskau entfachten Euphorie mitnehmen.

Nick Kyrgios, das schillernde australische Aushängeschild, beehrt Österreich. ©GEPA-Pictures

Schwierige Auswärtsspiele, etwa gegen Argentinien oder Japan, bleiben der Tennis-Nationalmannschaft erspart, wenn es von 14. bis 16. September 2018 um den Aufstieg in die Weltgruppe geht. Bei der Auslosung in London wurde Australien als Gegner ermittelt, Österreich hat Heimrecht. Im direkten Duell steht es 1:2, zuletzt gab es im Jahr 2005 ein 0:5 in Sydney. Damals traten Alex Peya, Julian Knowle, Marco Mirnegg und Jürgen Melzer an, der am Samstag zwei Punkte beisteuerte zum 3:1-Sieg in Moskau. In der Relegation kommt der altbewährte Daviscup-Modus zur Anwendung: Drei Spieltage, Best-of-Five Sätze, allerdings darf der Kapitän auch hier fünf Spieler nominieren.

Australien, die Nummer 8 der aktuellen Weltrangliste, hat den Daviscup 28 Mal gewonnen. Schillerndes Aushängeschild ist Nick Kyrgios (ATP-24), weitere Top-100-Spieler sind Matthew Ebden (ATP-77), John Millman (ATP-99) und Doppel-Spezialist John Peers (ATP-5). Mit dem 19-jährigen Alex de Minaur (ATP-114) kann Kapitän Lleyton Hewitt gegen die Nummer 22 der Welt auf eine mehr als gute Alternative zurückgreifen.

Koubek und die Team-Entscheidungen
„Wenn man die Rankings anschaut, wird es schwer, gegen Australien zu gewinnen“, sagt Kapitän Stefan Koubek. „Aber mit der Euphorie, die in Russland entstanden ist, ist alles möglich.“ Freilich zerbricht sich der Kärntner bereits den Kopf über die Aufstellung, dabei gelte es, zwei Aspekte zu berücksichtigen. „Die Loyalität derer, die zuletzt so erfolgreich waren. Und natürlich Dominic Thiem. Er kann den Unterschied ausmachen, das wissen auch die Spieler.“ Koubek werde den Dialog suchen. „Ich habe als Kapitän noch nie im Drüberfahren entschieden, sondern immer nach langen Gesprächen. Diesmal machen wir es so, dass wir uns alle in den nächsten Wochen zusammensetzen und herausfinden, was das Beste für unser Team ist.“ Auch die Bodenbeschaffenheit werde dann ein Thema sein, Koubek tendiert zu Sand. „Fakt ist, dass wir ein Sandplatz-Land sind und Australien ein Hartplatz-Land ist.“ Dass im bewährten Modus gespielt wird, sieht der Erfolgscoach positiv. „Wir haben wieder den klassischen Daviscup, wie ich ihn kenne – mit langen, spannenden Matches. Und dass ich einen fünften Mann mitnehmen kann, war schon in Russland nicht zu unserem Nachteil."

Die Suche nach dem Austragungsort
ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda hat sich bereits auf die Suche nach dem idealen Austragungsort gemacht. Dabei gelte es, einige Fragen beantwortet zu wissen. „Erst müssen wir klären, ob Outdoor oder Indoor gespielt wird. Und wo es die beste, nicht nur budgetäre, Unterstützung seitens der Länder gibt.“ Freilich sei das Heimspiel ein Segen. „Wir haben jetzt fünf Monate Zeit, die Werbetrommel zu rühren und unseren Sport zu promoten, damit wir den Fans im September ein Rambazamba bieten können.“

Werner Klausner freut sich auf sein erstes Daviscup-Heimspiel als ÖTV-Präsident: „Mit Australien hat uns die Auslosung einen sehr attraktiven Gegner beschert. Wir haben eine sehr starke Nationalmannschaft. Es wird ein spannendes Tennisfest für alle Tennisfans in Österreich.“

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