ATP

Hauchdünne Niederlage zum Auftakt

Dominic Thiem verlor bei den ATP World Tour Finals in London gegen Grigor Dimitrov ein Duell auf Augenhöhe. Gegner am Mittwoch ist Carreno Busta, weil der verletzte Nadal die Saison beendet hat.

Dominic Thiem startete mit einer bitteren Niederlage in die mit acht Millionen Dollar dotierten ATP World Tour Finals in London. Der Weltranglisten-Vierte aus Niederösterreich musste sich dem um zwei Ränge schlechter klassierten Bulgaren Grigor Dimitrov nach hart umkämpften 2:22 Stunden mit 3:6, 7:5, 5:7 geschlagen geben. Der Aufstieg ins Halbfinale bleibt natürlich möglich, nächster Gruppengegner am Mittwoch ist der spanische Ersatzmann Pablo Carreno Busta, gegen den Thiem im Head-to-Head 5:1 führt. Der ursprüngliche Kontrahent, der Weltranglisten-Erste Rafael Nadal, beendete nach dem 6:7 (5), 7:6 (4), 4:6 gegen den Belgier David Goffin wegen einer Knieverletzung die Saison. "Es war ein Wunder, dass ich das Match so eng gestalten konnte. Es macht wirklich keinen Sinn", sagte Nadal.

Der erste Satz gegen Dimitrov ist rasch erzählt. Thiem brachte lediglich 37 Prozent erster Aufschläge ins Feld, er war laufend in der Defensive, konnte seine gewohnten Stärken nicht ausspielen.

Umso bemerkenswerter, wie sich der Lichtenwörther im zweiten Satz in die Partie arbeitete. Service & Winner funktionierten besser, bis zum 5:5 gelangen Dimitrov gar nur drei Punkte als Rückschläger. Thiem wehrte bei 5:5, 30:40 den Breakball ab, wenig später knöpfte er dem Bulgaren den Aufschlag zum Satzgewinn ab.

Der Showdown gestaltete sich zum Duell auf Augenhöhe. Dimitrov breakte mit Zauberschlägen zum 4:3, er servierte bei 5:4 auf das Match, Thiem glich aus. Zwei weitere Doppelfehler und ein Break später verwandelte der 26-jährige Bulgare seinen dritten Matchball.

"Die Leistung war generell viel besser als in den letzten Wochen. Der Return war in Ordnung", sagte Thiem zur APA - Austria Presse Agentur. "Das Problem ist, dass ich für meine Verhältnisse von der Grundlinie nicht gut genug spiele und teilweise falsche Entscheidungen treffe. Das muss ich halt abstellen, wenn ich das nächste Match erfolgreich absolvieren will. Das Positive ist, dass trotz der Niederlage nichts verloren ist. Ich weiß, dass ich noch Chancen habe, das Semifinale zu erreichen. Ich werde alles geben, dass ich die wahren kann."

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