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"Hattrick" für Mira Antonitsch!

Zumindest einen Turniersieg pro Monat hat Mira Antonitsch (Bild) in dieser Saison bisher zu Buche stehen: Im Jänner Oberpullendorf, im Februar Otocec und jetzt im März Esch an der Alzette. Im Endspiel besiegte sie am Freitag Anna Slovakova mit 6:3, 3:0 w.o. und kam - da Slovakova auch Gegnerin im Doppelfinale gewesen wäre - kampflos auch zum Doppeltitel.


Sorgfältige Planung ist der Baustein regelmäßigen Erfolgs. Diesen Grundsatz aus der Wirtschaft nimmt sich Mira Antonitsch (ITF 268) derzeit offensichtlich sehr zu Herzen und setzt ihn auch in die Tat um, indem sie seit Saisonbeginn monatlich zumindest ein Turnier gewinnt: Im Jänner sicherte sich die 15-jährige Tochter der beiden Ex-Profis Alexander Antonitsch und Karin Oberleitner in Oberpullendorf das erste ITF-Turnier ihrer noch jungen Karriere, im Februar gewann sie im slowenischen Otocec ihren nächsten Titel. Und auch im März sah es beim ITF Kat. 4-Turnier in Esch an der Alzette (LUX) von Anfang ganz danach aus, als wüsste sie bei der Frage "Wer holt den Titel?" genau die Antwort: 6:0, 6:0 in Runde 1 gegen Lara Dimmer, 6:3, 6:2 im Achtelfinale gegen Nina Marjanovic, 6:3, 3:6, 6:0 im Viertelfinale gegen Anastasia Detiuc. Nach ihrem 6:2, 6:1-Sieg im Semifinale über die 16-jährige Deutsche Vinja Lehmann (ITF 350) erreichte das von Thomas Strengberger trainierte Nachwuchstalent ("Ich bin eine Spielerin, die versucht, so oft wie möglich das Spiel zu bestimmen") ihr nächstes Endspiel und traf dort am Freitag (12:00 Uhr) auf Anna Slovakova (ITF 576). Antonitsch, die in Esch an der Alzette von Ex-Profi Stefan Koubek betreut wurde, musste die Partie nicht zu Ende spielen, da die erst 14-jährige Tschechin beim Stand von 6:3, 3:0 w.o. geben musste.

"Vamos!" für Mira! Aber nicht am Court!
Koubek: "Bis dahin hat sie aber sehr, sehr brav gespielt und mit dem für sie typischen druckvollen Spiel die Gegnerin ordentlich beschäftigt. Beim Stand von 4:0 hat sie Breakchancen gehabt, aber nicht genutzt. Danach ist bei ihr bis zum Stand von 4:3 ein bissl der Faden gerissen, sie hat den ersten Satz aber doch noch relativ sicher gewonnen." Im ersten Game des zweiten Satzes überknöchelte Slovakova "und hat sich deshalb ein Timeout genommen", so Koubek. "Mit einem getapten Knöchel hat sie noch bis 3:0 weitergespielt, hat dann aber beim nächsten Seitenwechsel die Partie beendet." Da Antonitsch mit der Portugiesin Sofia Sualehe im Doppelfinale ebenfalls auf Slovakova (mit Anastasia Detiuc) getroffen wäre, kann sie Esch an der Alzette als Double-Siegerin wieder verlassen. Luxemburg bleibt damit für Antonitsch auch weiterhin ein Ort voller positiver Erlebnisse: Im Vorjahr war für sie im Einzel zwar "bereits" im Viertelfinale das Aus gekommen, im Doppel hatte sie dafür ihren ersten ITF-Titel "eingesammelt". In Wien freute sich Antonitsch-Coach Strengberger über die "good news" aus Luxemburg: "Ich hab mir zu Beginn dieser Saison auf einem heimlichen Wunschzettel aufgeschrieben, was ich mir heuer von Mira - wenn's gut läuft - alles erwarten würde: Sie hat bis jetzt alles übertroffen!" Im Jänner das Double in Oberpullendorf, Anfang Februar das Turnier in Otocec, in Cadolzburg im Februar das Viertelfinale, und jetzt in Esch/Alzette die nächsten beiden Turniersiege. Die nächste große Herausforderung wartet für Mira schon bald, allerdings nicht am Court: In der Maturaschule Dr. Roland muss sie am 12. März (schriftlich) bzw. 20. März (mündlich) eine große Spanisch-Prüfung ablegen und kann deshalb auch nicht bei den Österreichischen Meisterschaften (AK) an den Start gehen.

Link:
ITF Kat. 4-Turnier in Esch / Alzette | Website

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