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Hampel und Koller sind die Staatsmeister 2017

Der Wiener setzte sich in Oberpullendorf im Endspiel gegen Jurij Rodionov nach hartem Kampf durch, die 16-jährige Arabella Koller zwang Betina Pirker in die Knie.

Der Wiener Lenny Hampel darf fortan den Titel "Österreichischer Staatsmeister" tragen. ©GEPA-Pictures (2)

Schlussendlich hat sich der Favorit bei den ADMIRAL Österreichischen Staatsmeisterschaften der Allgemeinen Klasse auf der Anlage des Sport-Hotel Kurz in Oberpullendorf durchgesetzt. Der als Nummer 1 gesetzte Lenny Hampel besiegte in einem heiß umfehdeten wienerischen Finale die Nummer 2, den 18-jährigen Jurij Rodionov, mit 5:7, 6:3, 6:2 und darf sich über 5000 Euro Preisgeld freuen. Der Unterlegene bekommt die Hälfte. Hampel steht nun als Titelträger auf einer Stufe mit Stefan Koubek, Andreas Haider-Maurer oder Domininc Thiem.

"Die Österreichischen Meisterschaften sind etwas Besonderes", sagte Hampel. Der 20-Jährige startete blendend ins Tennisjahr 2017, er gewann in Heraklion sein erstes ITF-Future-Turnier, verbesserte sich in der ATP-Weltrangliste auf Platz 403. Kurios dabei, dass das höchste Preisgeld, das der 403-beste Tennisspieler des Planeten bisher kassiert hatte, 2000 Euro betrug. So viel zum harten Brot, an dem die Jungprofis auf dem Weg nach oben zu knabbern haben. Hampel beteiligt sich jetzt in Telfs und Kramsach an der österreichischen Future-Serie, danach wird er sich weiter bei Challengern versuchen. "Ich sehe, dass mir dort nicht allzu viel fehlt." Das Jahresziel des WAC-Spielers ist ambitioniert gesteckt, Hampel gibt es mit Platz 250 aus.

Bei den Damen scheiterte Betina Pirker im zweiten Anlauf in Folge. Nachdem die Oberösterreicherin im Vorjahr das Finale gegen Janina Toljan knapp verloren hatte, musste sich die 34-Jährige diesmal der 16 Jahre jungen Arabella Koller mit 5:7, 6:2, 6:7 (5) geschlagen geben. Koller, aus der Qualifikation gekommen, bugsierte auf dem Weg zum Titel arrivierte Spielerinnen wie Karoline Kurz und Nicole Rottmann aus dem Bewerb. Seit Oktober 2016 trainiert die Orange-Bowl-Semifinalistin bei Fed-Cup-Kapitän Jürgen Waber im ÖTV-Damen-Trainingszentrum Linz. "Die Arbeit beginnt Früchte zu tragen", sagt Waber. "Wir haben viel umgestellt und an der Technik gearbeitet. Arabella gewöhnt sich langsam ans professionelle Tennis. Der Staatsmeistertitel in der Allgemeinen Klasse ist für eine 16-Jährige ein mehr als respektabler Erfolg."

Arabella Koller gewann den Marathon.

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