Davis Cup

Haider-Maurer gewinnt, Melzer verliert

Andreas Haider-Maurer holte mit seinem 7:6(5), 7:5-Sieg gegen Norbert Gombos den Ehrenpunkt für das Simacek Austrian Davis Cup-Team. Danach musste sich Gerald Melzer (Bild) bei seinem Davis Cup-Debüt Lukas Lacko mit 6:4, 3:6, 2:6 geschlagen geben.


Erster Punkt für Österreich am letzten Spieltag der zweiten Runde der Europa-Afrika-Zone I in Bratislava: Zunächst holte Andreas Haider-Maurer im Davis Cup-Duell zwischen der Slowakei und Österreich den Ehrenpunkt für das Simacek Austrian Davis Cup-Team "und hat sich dabei sehr gut präsentiert", so Davis Cup-Captain Clemens Trimmel. Nachdem das Duell bereits nach dem Doppel am Samstag zugunsten der Slowaken entschieden war, gewann Haider-Maurer die Partie gegen Norbert Gombos mit 7:6(5), 7:5. Danach musste sich Gerald Melzer bei seinem Davis Cup-Debüt gegen Lukas Lacko mit 6:4, 3:6, 2:6 geschlagen geben. "Ich hätte mir mein Debüt natürlich etwas anderes erhofft, habe aber zumindest eineinhalb Sätze gutes Tennis gespielt. Danach ist mir das Match ein bissl davongelaufen. Er hat besser gespielt und weniger Fehler gemacht."

"Weltgruppe - dort wollen wir wieder hin!"
Für Davis Cup-Captain Clemens Trimmel ging dieses Wochenende verständlicherweise nicht so zu Ende wie erhofft: "Wir waren vor zwei Jahren im Viertelfinale, jetzt sind wir halt weiter unten. Fakt ist, da spielen die sechzehn besten Tennis-Nationen der Welt." Man müsse sich nur anschauen, welche Nationen im Play-off mit den USA, Spanien oder Argentinien warten würden. "Vielleicht weiß man es jetzt auch von den österreichischen Sportfans mehr zu schätzen, was es heißt, in der Weltgruppe zu spielen. Dort wollen wir auch wieder hin. Die Spieler sind motiviert, weil das das große Kino, die große Bühne ist." In Zukunft müssen "wir vermehrt schauen, junge Spieler an's Davis Cup-Team heranzuführen." Ideal, so Trimmel, wäre, wenn künftig "junge Spieler heranwachsen würden, die nicht nur ausschließlich Einzel oder ausschließlich Doppel spielen würden, sondern beides."

"Die Jungen rücken nach"

Nach der 1:4-Niederlage gegen die Slowakei kann Österreich nun bestenfalls in der Europa-Afrika-Zone I bleiben, muss aber im Herbst zumindest eine von zwei möglichen Partien gewinnen. Ein Auswärtssieg vom 12. bis 14. September gegen Lettland würde zumindest den Klassenerhalt sichern, bei einer Niederlage ginge es in einem weiteren Länderkampf im Oktober sogar gegen den Abstieg in die Drittklassigkeit. Die Slowakei hingegen spielt im September in der Relegation um den Aufstieg in die Weltgruppe. Die Bilanz von ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb im Gespräch mit der APA: "Im Großen und Ganzen merkt man, dass die Jungen nachdrücken und auch ihre Chance bekommen müssen. Davis Cup ist halt ein bisserl was anderes als Turniere spielen, noch dazu auswärts. Das ist sicher ein Lernprozess." Das junge Team müsse jetzt zusammenwachsen ("Jedes Team hat seine Zeit") und sich bis zum Duell gegen Lettland idealerweise mit "alten" Werten wieder verstärken: "Wir hoffen, das Jürgen Melzer bis zum September wieder der alte Jürgen Melzer sein wird."

Davis Cup by BNP Paribas, Europa-Afrika-Zone, 2. Runde
4. April - 6. April 2014, Aegon Arena, Nationales Tenniscenter, Bratislava


Slowakei - Österreich: 4:1

Freitag, 4. April 2014, 14:00 Uhr

Norbert Gombos – Dominic Thiem: 6:4, 3:6, 6:3, 6:4
Lukas Lacko – Andreas Haider-Maurer: 7:6(3), 4:6, 4:6, 6:2, 6:3

Samstag, 5. April 2014, 14:00 Uhr
Michal Mertinak / Martin Klizan – Alexander Peya / Dominic Thiem: 6:7(4), 3:6, 7:6(5), 6:4, 6:4

Sonntag, 6. April 2014, 13:00 Uhr
Norbert Gombos - Andreas Haider-Maurer: 6:7(5), 5:7
Lukas Lacko - Gerald Melzer: 4:6, 6:3, 6:2



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