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"Haben den Pflichtsieg eingefahren"

Die Stimmen zum Schlusstag des Davis Cup-Duells zwischen Lettland und Österreich in Valmiera von Jürgen Melzer, Clemens Trimmel, Kapitän des SIMACEK AUSTRIAN DAVIS CUP TEAMS, und ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb.

Jürgen Melzer:
"Man hat gesehen, dass es doch einen Unterschied zwischen Einzel und Doppel gibt. Im Einzel muss Libietis mehr von hinten spielen, von der Grundlinie ist bei ihm aber wenig gekommen. Mit dem Service hat er sich im dritten Satz noch retten können, da hat man gesehen, dass er gut servieren kann und ich musste bis zum 4:4 warten, um das Break zu schaffen."

"Unser Ziel war, die drei Punkte zu holen. Das haben wir geschafft, jetzt können wir einen Haken drunter setzen. Für mich war es schön, die zwei Matches gewonnen zu haben, sechs Sätze zu spielen. Klar waren die Gegner nicht allzu stark, aber ich hab die Partien konzentriert durchgespielt, wenig anbrennen lassen und nehme die Matchpraxis mit."

Clemens Trimmel, Davis Cup-Kapitän:
"Jürgen war heute wieder klarer Favorit. Man muss es am Platz dann aber auch erst herüberbringen, das hat er souverän gelöst. Auch für einen Außenstehenden war ein riesiger Klassenunterschied zu sehen."

"Meine Aufgabe war es, den Druck, den man sich selber macht, nicht auf das Team zu übertragen. Ich habe auch versucht, die Diskussionen um Gulbis vom Team fernzuhalten. Logischerweise wäre es eine ganz andere Situation gewesen, wenn er gespielt hätte. Aber ich bin nicht verantwortlich für die Aufstellung von Lettland."

"Unser Ziel war, den Klassenerhalt zu schaffen. Das haben wir erreicht. Wir waren von Anfang an klarer Favorit, so sind wir auch aufgetreten. Es war ein Pflichtsieg, den haben wir eingefahren. Die Burschen haben das sehr gut und professionell gelöst, man kann ihnen nur gratulieren. Jetzt ist unser langfristiges Ziel, wieder an die Weltgruppe anzuknüpfen."

Ronnie Leitgeb, ÖTV-Präsident:
"Ich möchte der Mannschaft im Namen des ÖTV und aller Landesverbände danken für die Leistung, die sie gezeigt haben. Das Team hat sich sehr gut und konzentriert vorbereitet und das Ziel erreicht. Die Spieler sind erfahren genug, haben viele Jahre auf der Tour hinter sich und ihre Aufgabe professionell gelöst."

"Grundsätzlich möchte man immer mit der stärksten Mannschaft antreten, das muss das Ziel sein. Wir wollen aber nach vorne schauen: Österreich hat im nächsten Jahr wieder die Chance, in die Weltgruppe aufzusteigen. Darauf müssen wir uns konzentrieren. Meine Linie ist ganz klar: Ich möchte, dass die besten Spieler Österreich in der Nationalmannschaft vertreten."

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