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Davis Cup

Eine Weltreise für das Daviscup-Team

Am Sonntag wurden in Madrid die Qualifyer-Partien für das Finalturnier 2022 ausgelost. Das Generali Austria Davis Cup-Team muss am 4. und 5. März in Südkorea antreten. „Sportlich sicher eine machbare Aufgabe. Aber von der Reiserei her das Schlimmste, was passieren hat können“, sagt ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer.

Soonwoo Kwon ist die Nummer 53 der Welt und somit der beste Tennisspieler in Südkorea. ©GEPA-Pictures

Bei der Auslosung am Sonntag in Madrid für die Qualifikationsrunde zum Finalturnier 2022 war das Generali Austria Davis Cup Team als Nummer 12 gesetzt. Hieß von der Papierform her: Man würde es aller Wahrscheinlichkeit nach mit einem „leichteren Gegner“ zu tun bekommen. Österreich war die letzte Kugel im Topf – somit war klar, dass gegen die Republik Korea gespielt werden muss. Weil die beiden Länder einander auf Tennisplätzen noch nie begegnet waren, entschied ein weiteres Mal das Los – dies besagte, dass die Mannschaft von Kapitän Stefan Koubek am 4. und 5. März auswärts anzutreten hat.

Das koreanische Aushängeschild heißt Soonwoo Kwon (ATP-53), danach wird’s überschaubar. Der zweitbeste Einzelspieler ist Duckhee Lee (ATP-372), das Doppel besteht meist aus JiSung Nam (ATP-213) und MinKyu Song (ATP-230).

„Ein herausforderndes, aber machbares Los“, sagt ÖTV-Präsident Magnus Brunner. „Schade, dass wir kein Heimspiel bekommen haben. Wir hätten gern vor unserem Publikum gespielt. Auch wenn die Reise strapaziös werden wird, bin ich sicher, dass die Burschen alles daran setzen werden, sich wieder für das Finalturnier zu qualifizieren.“  

Ähnlich sieht’s Kapitän Stefan Koubek, der so rasch wie möglich die Gespräche mit seinen Spielern suchen wird, um deren Bereitschaft abzuklären. „Eine Weltreise! Aber vom Papier hört sich der Gegner gut an. Vorausgesetzt, das ganze Team steht zur Verfügung, wovon ich ausgehe, sehe ich uns in der Favoritenrolle. Ein Problem könnte sein, dass danach in den USA gespielt wird. Wir werden das abklären.“

Auch ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer spricht von einer interessanten, machbaren Aufgabe mit definitiven Siegchancen, wiewohl „das Los von der Reiserei her das Schlimmste ist, was passieren hat können. Gleich Montag starten wir die Planung.“

Weltgruppe, Qualifikationsrunde am 4. und 5. März 2022

Frankreich (1) - Ekuador

Spanien (2) - Rumänien  

Finnland - Belgien (3)       

USA (4) - Kolumbien         

Niederlande - Kanada (5)

Brasilien - Deutschland (6)          

Slowakei - Italien (7)          

Australien (8) - Ungarn     

Norwegen - Kasachstan (9)         

Schweden (10) - Japan    

Argentinien (11) - Tschechien    

Südkorea - Österreich (12)

Die heurigen Finalisten Kroatien und Russland sind ebenso fix für das Finalturnier 2022 qualifiziert wie Großbritannien und Serbien, die von der ITF und Kosmos eine Wildcard bekommen haben. Die Vorrunden beim Finalturnier 2022 werden in vier Vierergruppen an vier Spielorten ausgetragen. Viertelfinali, Halbfinali und das Endspiel werden an einem fünften Ort stattfinden.

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