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ATP

GRENOBLE: ERSTER DOPPELTITEL FÜR MARTIN FISCHER UND PHILIPP OSWALD

Im Semifinale des 42.500-Euro-Challengers in Grenoble ist Martin Fischers (Bild) Siegesserie zwar gerissen. Im Doppel sicherte er sich dafür mit Philipp Oswald den ersten Turniersieg auf diesem Turnierlevel.

Krönender Abschluß
(29.9.2008)
Premiere für Martin Fischer und Philipp Oswald: Beim 42.500-Euro-Challenger in Grenoble konnte das rotweißrote Duo seinen ersten Challenger-Doppeltitel holen. Das Finale gegen die belgische Paarung Niels Desein/Dick Norman war, so "Fisch", "der krönende Abschluß für diese Woche." Nach fast zwei Stunden standen sie als 6:7, 7:5, 10:7-Sieger fest. Entscheidend war, so Trainer Jürgen Hager, "dass die Burschen im Tiebreak des dritten Satzes einfach die Big Points machten."
Martin Fischer: "Lange Zeit taten wir uns mit den Aufschlägen der Gegner sehr schwer. Sie hatten beide ein hohes Percentage auf dem ersten Aufschlag und variierten gut. Aber auch wir konnten unsere Aufschlagspiele halten, auch wenn wir einwenig mehr Mühe hatten. Im Tiebreak waren es dann die Belgier, die das bessere Ende für sich hatten. Im zweiten Satz verlor ich gleich zu Beginn meinen Aufschlag, bei 6:7, 0:2 standen wir mit dem Rücken zur Wand. Doch gerade ab diesem Zeitpunkt retournierten wir um eine Klasse besser. Wir waren jetzt bei fast jedem Game dabei, kamen zu Breakbällen. So schafften wir auch das Break zum 7:5 in Satz zwei. Im entscheidenden Champions-TieBreak hatten wir dann genau zur richtigen Zeit unsere beste Phase. Mit guten Returns und starken Volleys sicherten wir uns den ersten Titel auf diesem Level."
Weniger Glück hatte Daniel Köllerer im Endspiel des mit 85.000 Euro dotierten Challengers von Tyrnau: Mit seinem slowakischen Michal Mertinak unterlag er dem Duo David Skoch/Igor Zelenay (CZE/SVK) mit 3:6, 1:6.

Erster Challengertitel im Doppel?

(28.9.2008)
Kurz und prägnant ist die Analyse des Trainers. "Leider hat es für "Fisch" im Einzel nicht fürs Finale gereicht", sagt Jürgen Hager. "Vliegen war heute einfach der Bessere." In seinem ersten Challenger-Semifinale unterliegt Martin Fischer beim 42.500-Euro-Challenger in Grenoble dem Belgier Christof Vliegen 4:6, 4:6. "Leider bin ich heute auf einen getroffen, der mindestens gleich viel Selbstvertrauen hat wie ich" (Fischer). Der Knackpunkt, so Fischer, lag im Aufschlag: "Mein Service brachte mir nicht mehr so viele Freipunkte wie zuvor." Zwar konnte der 22-jährige Vorarlberger im zweiten Satz einen 0:3-Rückstand in ein 4:3 verwandeln. Hager: "Er konnte viel Druck ausüben. In dieser Phase hatte ich das Gefühl, dass das Spiel nochmals in seine Richtung gehen könnte. Leider hat er dann bei 4:4 selbst das Break bekommen. Trotzdem war es wieder eine starke Vorstellung von ihm. Man hat gesehen, dass er auf diesem Level mithalten kann." Im Doppel steht Martin Fischer mit seinem Partner Philipp Oswald bereits im Finale. Hager: "Die beiden krönten ihre Leistung in dieser Woche mit dem ersten Einzug in ein Finale in dieser Größenordnung." Nach einem 7:6, 6:4 gegen Thomas Oger/Nicolas Tourte (MON/FRA) im Semifinale kämpfen die beiden Österreicher im Finale gegen die belgische Paarung Niels Desein/Dick Norman um ihren ersten Challengertitel.

Jetzt wartet die Nummer 2
(27.9.2008)
Die Erfolgsserie von Martin Fisch geht weiter! Durch seinen 4/6, 6/4, 6/3-Sieg über den an Nummer 8 gesetzte Südafrikaner Rik De Voest erreichte der 22-jährige Vorarlberger bei dem mit 42.500 Euro dotierten Open des Alpes Trophée in Grenoble erstmals in seiner Karriere das Semifinale eines Challenger-Turniers. "Es war ein von Taktik geprägtes Match", analysierte sein Trainer Jürgen Hager danach. "Fisch hatte v. a. im dritten Satz eine Variante mehr anzubieten. Insgesamt war es von beiden ein sehr starkes Match." Im Semifinale geht es nun gegen die Nummer 2 des Turniers, Christof Vliegen (ATP 94). Der Belgier gewann zuletzt die Challenger-Turniere in Düsseldorf und Genf und kam in Freudenstadt bis ins Semifinale. Für Hager sind diese Resultate allerdings kein Grund für zittrige Knie. "Mal schauen, vielleicht gibts eine weitere Überraschung."

"Ich war überhastet, aber ich kämpfte"
Genauso positiv sieht Martin Fischer in seinem Internet-Tagebuch auf www.martinfischer.co.at  in die nahe Zukunft: "Zur Zeit läuft einfach alles ein wenig in meine Richtung, auch wenn ich heute hart dafür arbeiten musste. Im Viertelfinale des 42.500-Euro-Turniers in Grenoble bezwang ich Rik de Voest (RSA/8) mit 4/6 6/4 6/2. Der Start war etwas unglücklich. Obwohl ich nicht schlecht begann, verlor ich gleich mein erstes Aufschlagspiel. Dem lief ich eigentlich den ganzen Satz lang nach, Chancen hatte ich allemal. Einige Breakbälle blieben ungenutzt! Selbst ließ ich zwar nichts mehr zu, trotzdem 4/6. Es war ein ganz anderes Match als die beiden zuvor. Er versuchte immer wieder ohne Tempo auf meine Vorhand zu kommen, zwang mich dadurch mit meiner Schwäche das Spiel zu machen. Oft war ich überhastet, aber ich kämpfte ...

"Ein Zuckerl für mein Halbfinale"
 ... Im zweiten Satz war eher ich es, der die Breakbälle abwehren musste, dafür war auch ich es der den Satz gewann. Bei 5/4 verwertete ich meinen ersten Breakball im 2. zum Satzausgleich. Ich suchte jetzt immer wieder den Weg ans Netz, meine Schläge wurden immer besser. So schaffte ich im dritten schnell das Break zum 2/0, doch kassierte postwendend das ReBreak. Es war jetzt ein sehr intensives Match, es gab zahlreiche lange Rallies! Ein sehr starkes Game zum 4/2 brachte mich wieder auf die Siegerstraße. Nachdem ich das Schlüsselgame, nach Abwehr von vier Breakbällen, mutig gewann, war mir der Sieg nicht mehr zu nehmen. Ich freue mich sehr, das war mein insgeheimes Ziel für heuer, ein Challenger-Semifinale! Jetzt geht es morgen zweimal ums Finale. Zuerst im Einzel in dem ich Kristof Vliegen erwarte. Der hat starke Ergebnisse und bisher sehr stark gewirkt. Aber ich werde ihm alles entgegen werfen was ich habe! Im Doppel wartet das französiches Paar Oger/Tourte, da greifen Ossi (Philipp Oswald; Anm.) und ich nach dem ersten gemeinsamen Challenger-Finale! Als Zuckerl für mein Halbfinale erhielt ich ein sogenanntes Special Exam für das Turnier in Mons (106.500 + H). Denn wenn man Quali spielen müsste, diese aber auf Grund eines Erfolges bei einem anderen Turnier nicht spielen kann, kriegt man von der ATP eine Art Wildcard ..."

Gelungene Revanche
(25.9.2008)
"Die Euphorie von diesem Davis Cup (England - Österreich; Anm.) konnte ich zum Glück auch nach Frankreich bringen", schrieb Martin Fischer nach seinem Erstrundensieg in sein Online-Tagebuch und setzte einen Tag später den nächsten Sieg drauf: Beim Open des Alpes Trophée, dem 42.500-Euro-Challenger in Grenoble, steht der 22-jährige Vorarlberger bereits im Viertelfinale. "Nach seinem Erstrundensieg gegen den Franzosen Edouard Roger-Vasselin besiegte er heute einen weiteren Franzosen, Adrian Mannarino, klar und doch etwas überraschend in dieser Deutlichkeit mit 6/1, 6/2", staunt sein Trainer Jürgen Hager. "Das Match war auf sehr hohem Niveau. Martin wusste nicht nur auf alles eine Antwort, sondern erzeugte selbst starken Druck auf seinen Gegner." Gleichzeitig war dieser Sieg die erfolgreiche Revanche für eine im Frühjahr erlittene Niederlage bei einem Future in Lille. Sein nächster Gegner wird der an Nummer 8 gesetzte Südafrikaner Rik De Voest sein. Auch im Doppel ist Fischer noch vertreten, gemeinsam mit seinem Trainingskollegen Philipp Osswald steht er ebenfalls in der Runde der letzten acht.

wowo 

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