Grabher & Reichel rasen ins Viertelfinale!

Als erste von drei noch im Bewerb verbliebenen ÖsterreichernInnen sicherten sich Julia Grabher (großes Bild) mit ihrem 6:4, 6:3-Sieg über Hana Mraz und danach Lena Reichel (6:0, 6:2 über Nikolina Jovic) ihre Plätze im Viertelfinale der "Spring Bowl". Der Siegeszug von Sebastian Ofner ist hingegen vorbei.


Aller Abschied fällt schwer lautet ein Spruch, der immer dann gerne in den Mund genommen wird, sobald etwas Schönes zu Ende geht. Im Fall von Julia Grabher (ITF 83) trifft dieser finale Blick auf längst vergangene schöne Stunden derzeit hingegen überhaupt nicht zu: In ihrer letzten Saison in der Juniorenklasse fügt die 17-jährige Dornbirnerin ihrer Erfolgsbilanz beinahe wöchentlich weitere Highlights hinzu. Im Jänner vertrat sie als einzige Österreicherin beim Junior Grand Slam-Turnier bei den Australian Open die Nation. Im April war sie in Istres (ITF Kat. 2) auch im Finale nicht zu schlagen gewesen, in der Vorwoche war sie als letzte österreichische Teilnehmerin erst im Semifinale des ITF Panaceo Cups in Villach an Miriam Kolodiziejova gescheitert. In dieser Turnierwoche steht für den Schützling von Matt Hair und Sofiane Mechehoud (Physio) mit der 35. Internationalen Spring Bowl presented by Simacek in Amstetten das nächste heimische ITF-Turnier am Programm. Im Achtelfinale des ITF Kat. 2-Turniers gegen die Slowenin Hana Mraz (ITF 142) genügte ihr im ersten Satz ein Break, im zweiten Satz waren es zwei, um als 6:4, 6:3-Siegerin vom Platz zu gehen.

Julia trainiert mit Männern!
Ein Erfolgsgeheimnis ihres aggressiv-schnellen Damentennis könnte sein, dass im Training ungewollt oft "gegendert" werden muss: Da es in Vorarlberg nur wenige Spielerinnen auf ihrem Niveau und in ihrem Alter gibt, trainiert sie häufig mit ihrem Bruder Alexander und dem Lustenauer Linus Erhart. "Es ist wirklich beachtlich, wie sie neben den vielen Trainingseinheiten verbunden mit mehreren Stunden Tennis, Ausdauer- und Krafttraining sowie im mentalen Bereich und Physio noch die Schule schafft" (Matt Hair). Aus dem Mund ihres Manager Mag. Stefan Jielg klingt das so: "Sie ist ein Mädel, das sehr ehrgeizig ist und einen sehr großen Eigenantrieb hat. Das Schöne an Julia ist, dass sie fest daran glaubt, die Top 100 zu erreichen." Aus dem Mund der jungen Vorarlbergerin klingt der Blick in die mittelnahe Zukunft so: "Jeden Tag wird sehr hart an meinen gesetzten Zielen gearbeitet. Schulisch lautet das Ziel Maturaabschluss am Sportgymnasium Dornbirn und danach spricht eigentlich alles für eine Profikarriere im weltweiten Tenniszirkus." Ebenfalls auf dem richtigen Weg scheint auch Lena Reichel zu sein: Die 16-jährige Wienerin, die sich im Vorjahr als bisher jüngste Spielerin den Staatsmeister-Titel in der Allgemeinen Klasse gesichert und in dieser Saison Ende April in Antalya erstmals das Finale eines ITF-Damen-Turniers erreicht hatte, ließ im Achtelfinale der Spring Bowl Nikolina Jovic mit 6:0, 6:2 keine Chance. Der Siegeszug von Sebastian Ofner ist hingegen vorbei. Der steirische ÖTV-Kaderspieler musste sich dem Rumänen Dragos Nicolae Madaras 6:4, 5:7, 2:6 geschlagen geben

Link:

Spring Bowl | Website
www.tennistouch.net | Website

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