Davis Cup

Gombos zu stark für Dominic Thiem

Bei seinem Davis Cup-Debüt musste sich Dominic Thiem (Bild) dem aufschlagstarken Slowaken Norbert Gombos mit 4:6, 6:3, 3:6, 4:6 geschlagen geben. Nach dem ersten Einzel liegt Österreich damit mit 0:1 in Rückstand. Im Anschluss daran trifft Andreas Haider-Maurer auf Lukas Lacko.


Prophezeit hatten vor Dominic Thiems Davis Cup-Debüt mit Norbert Gombos sowohl der ÖTV-Shootingstar selbst als auch Team-Captain Clemens Trimmel, dass "es ein gefährliches Match" (Trimmel) werden würde. Der 23-jährige Slowake "ist gerade auf diesem Platz sehr stark, serviert sehr gut und spielt sehr schnell", so Thiem. Sowohl Thiem als auch Trimmel sollten recht behalten, denn nach zweieinhalb Stunden Spielzeit musste Thiem als 4:6, 6:3, 3:6, 4:6-Verlierer vom Platz gehen. In der zweiten Runde der Europa-Afrika-Zone liegt das Simacek Austrian Davis Cup-Team damit nach dem ersten Einzel mit 0:1 im Rückstand. Im Anschluss daran bekommt es im zweiten Einzel Andreas Haider-Maurer mit Lukas Lacko zu tun. Begonnen hatte das Duell zwischen Thiem und Gombos über weite Strecken der Partie auf Augenhöhe: Beim Stand von 1:0 sicherte sich Thiem mit hartem Return an die Seitenlinie seine erste Breakchance. Mit starkem Aufschlag gelang dem 1,94 Meter großem Rechtshänder der Ausgleich zum 1:1.

Hart umkämpft, besseres Ende für Gombos
Danach folgte ein hart umkämpftes Duell, in dem Thiem mit guter Aufschlagleistung, vielen Bällen nahe an die Linien und giftigen Returns den 23-jährigen Slowaken immer wieder unter Druck setzte. Der drittbeste Einzelspieler im Team der Slowaken, der bisher vier Future-Turniere (darunter 2011 Kramsach; Anm.) gewonnen hatte und im März 2014 erstmals in ein Challenger-Finale (Cherbourg) einzog, konterte aber mit starkem Service und guter Vorhand. Beim Stand von 4:4 setzte Gombos Thiem, der zuletzt u. a. mit den Einzügen in die Hauptbewerbe von Doha, der Australian Open, Rotterdam, Indian Wells und Miami für internationale Schlagzeilen gesorgt hatte, unter Druck, sicherte sich seine erste Breakchance und nahm dem Österreicher, dessen Vorhand im Out landete, den Aufschlag ab - nach 32 Minuten stand es 6:4 für Gombos.

Thiem_Trimmel

Jürgen Melzer unterstützt Thiem und Team
Ein ähnliches Bild auch im zweiten Satz: Gombos dominierte seine eigenen Aufschlaggames mit 200 km/h-Services. Diesmal war es aber Thiem, der sich mit dem für ihn typischen Rückhand-Longline-Passierschlag (Jürgen Melzer: "Sein Trademark-Shot.") seine zweite Breakchance holte, Gombos danach zum Fehler zwang und mit 4:2 in Führung gehen konnte. Der zweite Satz ging nach 1:05 Stunden an Thiem - 1:1 im Duell zwischen Slowakei und Österreich. Das Match wollte dennoch nicht zugunsten des jungen Österreichers kippen: Im dritten Satz verlor Thiem gleich seinen ersten Aufschlag zum 0:2 und konnte diesen Rückstand auch nicht mehr aufholen. "Das schnelle Break im dritten Satz hätte nie passieren dürfen", so Thiem. Nach 33 Minuten beendete Gombos den Satz mit einem Service-Winner zum 6:3 - 2:1 für die Slowakei. Im vierten Satz brachte zwar ein Doppelfehler von Gombos Thiem die Breakchance zum 1:1, die er aber nicht nutzen konnte. Gombos, der immer öfter auch die Grundlinien-Rallies dominierte, nutzte hingegen seine Chancen, ging mit dem Break zum 3:2 in Führung, die er vor den Augen von Jürgen Melzer, der mit Gattin Iveta während des vierten Satzes die Halle betrat, bis zuletzt nicht mehr abgab. Thiem hatte zwar noch eine Breakchance beim Stand von 3:4,  Gombos brachte aber mit seinem 6:4, 3:6, 6:3, 6:4-Sieg die Slowakei mit 1:0 in Führung. Thiems Bilanz nach der Niederlage: "Das war schwierig heute. Er hat sehr gut serviert, während ich zu selten in die Situation gekommen bin, mein Spiel aufziehen zu können. Es sind einige Sachen heute schlecht gelaufen. Ich habe es z. B. nicht geschafft, mich auf den schnellen Belag einzustellen und konnte ihm nicht mein Spiel aufzwingen."

Melzer_beim_DC_gegen_SVK

Österreich-Experte Norbert Gombos
Mit Österreichern hatte Gombos im Verlauf seiner Karriere bereits mehrmals positive Erfahrungen gesammelt: Martin Fischer besiegte er etwa 2013 in der 1. Runde des Challenger-Turniers in Genf, Nikolaus Moser im gleichen Jahr im Achtelfinale des Future-Turniers in Teplice. Wie Gombos zu schlagen ist, haben u. a. Andreas Haider-Maurer 2012 im Achtelfinale des Challengers in San Benedetto oder Michael Linzer ebenfalls 2012 im Semifinale eines Future-Turniers in Izmir bewiesen. Im direkten Vergleich zwischen Thiem und Gombos stand es vor der heutigen Davis Cup-Begegnung 2:2. Zuletzt konnte Gombos im Mai 2013 bei einem Future in Most (CZE) als Drei-Satz-Sieger vom Platz gehen. Thiems beide Siege: 2012 im Viertelfinale des Future-Turniers in Jablonec Nad Nisou (CZE) - 6:3, 6:1, 2013 im Finale des Future-Turnier in Este (ITA) – 6:1, 6:4.

Davis Cup by BNP Paribas, Europa-Afrika-Zone, 2. Runde
4. April - 6. April 2014, Aegon Arena, Nationales Tenniscenter, Bratislava


Slowakei - Österreich: 1:0

Freitag, 4. April 2014, 14:00 Uhr

Norbert Gombos – Dominic Thiem: 6:4, 3:6, 6:3, 6:4
Lukas Lacko – Andreas Haider-Maurer:

Samstag, 5. April 2014, 14:00 Uhr
Lukas Lacko / Michal Mertinak – Alexander Peya / Gerald Melzer:

Sonntag, 6. April 2014, 13:00 Uhr
Lukas Lacko - Dominic Thiem:
Norbert Gombos - Andreas Haider-Maurer:

Die Spielzeiten:
Freitag, 4. April 2014: 14:00 Uhr (Einzel)
Samstag, 5. April 2014: 14:00 Uhr (Doppel)
Sonntag, 6. April 2014: 13:00 Uhr (Einzel).

Die Übertragungszeiten auf ORF Sport plus:
Freitag, 4. April 2014: 14:00 Uhr (Vorbericht: ca. um 13:45 Uhr)
Samstag, 5. April 2014: 14:00 Uhr (Vorbericht: ca. um 13:45 Uhr)
Sonntag, 6. April 2014: 13:00 Uhr
(Vorbericht: ca. um 12:55 Uhr)



 
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