Zum Inhalt springen

GILBERT SCHALLER: GEDANKEN (III)

Vorne weg bedanke ich mich für die positiven Reaktionen auf meine Kolumnen über die Südstadt. Für uns, das Trainerteam, sind sie Auftrag und Motivation für die weitere Arbeit. Diese Arbeit ist mein heutiges Thema.

Vergangene Woche fand ein Treffen mit den ÖTV-Coaches der einzelnen Jahrgänge statt.

Anwesend waren die Jahrgangs-Coaches Susi Graber, Christian Hebar, Wolfgang Thiem, Robert Maieritsch und Thomas Tunner; ferner die ÖTV-Trainer Peter Eipeldauer und Walter Grobbauer sowie Maruska Marion.

Ziel dieses Treffens war es, die Weichen für die zukünftige Arbeit der Coaches mit unseren jetzigen und zukünftigen Kaderjugendlichen bis U16 zu stellen.

Im Zuge dieses Meetings kam es zu regen Diskussionen und auch die eine oder andere Kritik wurde zum Ausdruck gebracht. Was ich ausgesprochen positiv sehe, weil es das Engagement aller Beteiligten zeigt.

Im Vorfeld dieses Treffens bat ich Marion Maruska, allen Eltern ein Schreiben zu schicken und sie zu ersuchen, die Leistung der Trainer aus ihrer Sicht zu beurteilen und auch in allgemeiner Hinsicht zu unserer Arbeit Stellung zu nehmen. Die Resonanz war nicht gerade überwältigend: nur ein Drittel der etwa.50 angeschriebenen Elternpaare haben uns ihre Meinung mitgeteilt.

Die Antworten die wir bekamen waren durchwegs positiv, wobei ich Susi Graber hervorheben will, mit der die Eltern sehr zufrieden waren. Ein Kritikpunkt betraf die Vorbereitung auf einen Jugend-Teamcup. Kritik wurde an der Intensität und an disziplinären Entscheidungen im Rahmen dieser Vorbereitung geäußert.

Wir haben diesen Punkt rege diskutiert und sind um eine Verbesserung bemüht. Allerdings wollen wir auch darauf hinweisen, dass auch zukünftig die Trainer disziplinäres Fehlverhalten ahnden müssen.

Zur Information für die Eltern zukünftiger und aktueller Kaderspieler ein Auszug der Punkte, die besprochen wurden. Detaillierte Informationen werden so bald wie möglich über die ÖTV Homepage nachgereicht.
- Mit September 2006 beginnt das Rotationsprinzip (Ausnahme Susi Graber, sie bleibt im U12-Bereich der Mädchen). Für alle anderen bedeutet es, dass jeder Coach 2 Jahre mit einem Jahrgang arbeiten wird und danach in den nächsten Jahrgang bis hinauf zu U16 wandert. Nach den beiden Jahren im U16-Bereich beginnt der ÖTV Coach wieder bei U12 männlich bzw. U14 weiblich. Den Vorteil sehen wir darin, dass unsere Trainer die Jugendlichen länger in ihrer Entwicklung begleiten können und dadurch die Zusammenarbeit und die persönlichen Komponenten verbessert werden.
- Zukünftig sollen die ÖTV-Coaches verstärkt auch in den Bereichen U15, U13 sowie U10 arbeiten um zu verhindern, dass Talente dieser Jahrgänge, so sie noch keinem Kader angehören, vielleicht ein Jahr lang nicht berücksichtigt werden. Daher wird ein Teil des Budgets in diese Bereiche fließen und für Lehrgänge bzw. Turnierreisen verwendet.
- Die Kostenbeteiligung für die Reisen wird einheitlich auf € 150.- pro Turnierwoche festgelegt. In den Gesamtkosten für den ÖTV sind enthalten: Nächtigung, Frühstück, Nenngeld, Trainerhonorar, An- und Abreise sowie 2 Lehrgänge im Jahr. Bei Lehrgängen wird die Nächtigung und der Trainer bezahlt.
- Ein Punkt, der auch rege diskutiert wurde, betrifft Eltern die ihre Kinder bei internationalen Entsendungen begleiten wollen. Auf Grund meiner bisherigen Erfahrung ist es wünschenswert, wenn die Eltern ihren Kindern die Möglichkeit geben, sich bei diesen Entsendungen in ihrer Persönlichkeit zu entwickeln. Die bisherigen Erfahrungen zeigten aber, dass es in der Realität manchmal anders ist. Der klare Auftrag an unsere Kader-Coaches lautet, auf die Individualität und die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen. Mein Grundsatz ist, dass die Interessen unserer Jugendlichen immer im Vordergrund stehen sollten; daher appelliere ich an die Eltern, ihren Kindern diese Erfahrungen zuzugestehen.

Genaueres wird wie oben erwähnt bald hier auf der ÖTV Homepage nachzulesen sein, bzw. können sie sich gerne an die verantwortlichen Kadercoaches wenden.

Ich hoffe auf gute Zusammenarbeit aller Beteiligten.!

Mit freundlichen Grüßen

Gilbert Schaller
Sportdirektor

 

 

 

Top Themen der Redaktion

Verbands-Info

Der Tennissport muss noch warten

Der Beschluss der Bundesregierung, Indoor-Sportstätten bis mindestens 7. Jänner 2021 geschlossen zu halten, stößt in der Tennis-Community auf wenig Begeisterung. Der ÖTV fordert eine möglichst rasche Öffnung der Tennisanlagen für die 400.000…