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GILBERT SCHALLER: GEDANKEN (II)

Am vergangenen Wochenende stand das österreichische Tennis wieder positiv im Blickpunkt. Auch von meiner Seite herzliche Gratulation an das Daviscupteam; für den Sieg und dazu wie es sich präsentiert hat.

Im Vorfeld der Relegation gegen Ecuador gab es Berichte, die Missstimmung verbreiten wollten: es ging um die Ansichten von Thomas Muster über die Südstadt; was ihm zugeschrieben wurde, steht in krassem Gegensatz zu meinem Konzept für unser Bundesleistungszentrum.

Thomas und ich haben beim Davis Cup darüber noch einmal unter vier Augen gesprochen.

Das Resümee dieses Gespräches in einer kurzen Zusammenfassung:

Wir sind uns einig, dass die Südstadt ihre Berechtigung hat wenn es uns gelingt, zukünftige Spitzenspieler auszubilden. Spieler, die sonst kein Umfeld vorfinden, das ihre positive Entwicklung fördert. Es ist richtig, dass Tom zunächst der Südstadt gegenüber skeptisch eingestellt war. Aber als ich zu Beginn des Jahres mein Konzept der Sportkommission und auch Thomas präsentierte, haben wir es ausführlich diskutiert und uns schließlich auf die Umsetzung geeinigt. Thomas hat mir zugesichert, dass er diese Entscheidung mitträgt.

Wir sind uns auch einig, dass wir den Breitensport mit allem Einsatz unterstützen und fördern müssen. Ohne eine breitere Basis keine Spitze! Ich halte sehr regen Kontakt mit unserem Breitensportreferenten Mag. Schmöller und bin der Meinung, dass er sehr gute Ideen hat und diese auch konsequent Schritt für Schritt umsetzt. Wir wissen natürlich, dass sowohl im Spitzen- als auch im Breitensport noch einiges zu verbessern ist. Aber wir wissen, was zu tun ist, und arbeiten daran.

Thomas und ich sind auch über die Versuche, negative Stimmung zu machen, einer Meinung. Wir werden zuerst immer den direkten Dialog suchen, um schon von vornherein keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Den Störversuchen werden wir so begegnen wie wir es auch zu unserer aktiven Zeit gemacht haben - mit konsequenter, zielorientierter Arbeit.

Bei diesem Davis Cup hatte ich auch wieder ein Gespräch mit Horst Skoff, der sich sehr aktiv in Kärnten für das Tennis einbringt. Ich war beim Staatsliga-Finale in Klagenfurt anwesend, das zu einem sehr großen Teil von ihm organisiert wurde. Es war eine perfekte, in jeder Hinsicht gelungene Veranstaltung.

Inhalt des Gesprächs mit Horst war die Möglichkeit gemeinsamer Arbeit für Rainer Eitzinger, der ja in Zukunft bei Horst in Kärnten trainiert und auch von ihm gemanagt wird. Dieses Gespräch war sehr positiv und mich freut die Bereitschaft von Horst, mit Eitzinger und vielleicht auch mit anderen Spielern seines Niveaus auf dem Platz zu arbeiten. Was ich ihm angeboten habe, ist neben gemeinsamen Trainingswochen in der Südstadt auch noch die Unterstützung bei der Turnierbetreuung durch unseren Touring Coach Jürgen Hager. Jürgen war ja zuletzt mit Rainer bei den Challenger-Turnieren unterwegs und beide waren sehr zufrieden mit ihrer Zusammenarbeit. Mir wäre es natürlich sehr Recht wenn es uns gelänge, bei diesen Reisen jeweils eine Gruppe mit einem gemeinsamen Betreuer zu bilden. Es wäre wirtschaftlicher und mehr Spieler könnten davon auch sportlich profitieren.

Zu guter Letzt noch meine Gratulation an unsere 15-jährige Südstadt-Spielerin Kathi Negrin, die in Manila ihr erstes Finale bei einem ITF Turnier erreichte. Es war das erste von zwei Turnieren; vielleicht klappt`s diese Woche mit dem ersten Titel...

 

Ich werde mich hier regelmäßig melden!

Herzlich,

Gilbert Schaller
ÖTV-Sportdirektor

 

 

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