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GILBERT SCHALLER - GEDANKEN (59)

Nach dem erfolgreichen Abschneiden von Sybille Bammer und Jürgen Melzer bei den Olympischen Spielen in Peking ist man aus österreichischer Sicht auch mit den Resultaten bei den US Open in New York zufrieden. Das betont auch ÖTV-Sportdirektor Schaller.

Gratulation an Sybille und Jürgen
Vorweg noch einmal mein Dank an Sybille und Jürgen für die eindrucksvolle Vertretung des österreichischen Tennis bei Olympia. Schon vor Beginn des Turniers in New York hatte ich Gelegenheit, mit Jürgen Waber, dem Coach von Sybille Bammer, über ihre aktuelle Situation zu sprechen. Seine Aussagen wurden durch die Ergebnisse mehr als bestätigt. Die physischen Probleme sind überwunden, das Selbstvertrauen ist wieder da, und es war sehr erfreulich, seit langem wieder einmal eine Österreicherin im Viertelfinale eines Grand Slam-Turniers zu sehen.
Auch Jürgen Melzer durfte die US Open mit erhobenem Haupt verlassen: das Match in der dritten Runde gegen Andy Murray wurde auf sehr hohem Niveau gespielt. Schade um die 2:0-Führung in Sätzen, aber Jürgen hat sich zumindest bewiesen, dass er auf Top 10-Niveau gleichwertig spielen kann. Wenn er im Lauf eines solchen Matches noch mehr die Balance zwischen Aktion und Entspannung findet, dann ist auch bei einem Grand Slam-Turnier sicher noch einiges mehr möglich. Ich denke, die Fitness dafür ist jetzt schon da, aber an der Dosierung des Energieverbrauchs muss noch weiter gearbeitet werden.

Ein Überraschungserfolg gegen Murray?
In Blickrichtung Davis Cup hat der Finaleinzug von Andy Murray bei den US Open die Aufgabe Klassenerhalt in der Weltgruppe nicht gerade erleichtert, jedoch hat ein Team mehr als nur einen Spieler. Wir werden versuchen, über die Nummer zwei der Briten, vermutlich Alex Bogdanovic, sowie im Doppel die notwendigen drei Punkte für den Sieg zu holen. Obwohl ich gegen einen Überraschungserfolg gegen Andy Murray auch nichts einzuwenden hätte. Dass es möglich ist, hat uns Jürgen Melzer ja in New York gezeigt.

Drei Neue in der Südstadt
Gratulation auch an Niki Moser für den Grand Slam-Titel im Doppel der Junioren - der großartige Erfolg gelang ihm gemeinsam mit dem Deutschen Cedri-Marcel Stebe. Aber auch davor zeigte Niki schon bei Future-Turnieren starke Leistungen mit guten Ergebnissen: ein Grand Slam-Titel ist sicher ein Beleg für die gute Entwicklung von Moser im Leistungszentrum Michael Oberleitners. Auch in der Südstadt wird mit Schulbeginn wieder an der Entwicklung unseres Nachwuchses gearbeitet; mit Anna-Maria Heil, David Aschaber und Michael Eibl gibt es drei Neue.

Anforderungen an den Trainerstab
Für mich sind diese Wochen im September immer eine besondere Herausforderung. Dinge, die in der Vergangenheit nicht wie gewünscht funktionierten, habe ich über den Sommer durchdacht und jetzt gemeinsam mit meinem Team analysiert und verbessert. Die Anforderungen an unseren Trainerstab werden dadurch natürlich von Jahr zu Jahr höher - neben der wichtigen Arbeit auf dem Platz mit den Athleten sind auch die Ansprüche in punkto Organisation gewachsen. Viele Meetings und Einzelgespräche sind somit an der Tagesordnung, und ich bin überzeugt, dass wir auch für die bevorstehende Saison Bedingungen geschaffen haben, die Voraussetzung für eine positive Entwicklung sind. Die Letztverantwortung wird immer beim Athleten bleiben, aber wir müssen für unsere Jugendlichen die richtige Balance zwischen Obhut und geforderter Eigeninitiative finden. Der Baum mit seinen Früchten steht schon, die Ernte bleibt wie immer im Sport jedem Einzelnen überlassen.

Allen, die in diesen Tagen entscheidende Meisterschaftsspiele bestreiten, viel Erfolg!

Und: Habt Ihr Euch schon Gedanken über Eure Hallenstunden gemacht?

Gilbert Schaller

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