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GILBERT SCHALLER - GEDANKEN 48

Das Turnier in der Wiener Stadthalle ist Geschichte, für die Österreicher gab es leider nur Teilerfolge. Jürgen Melzer scheiterte an Juan Ignacio Chela, der sogar gegen Novak Djokovic nur durch Pech verlor; Stefan Koubek schlug Carlos Moya und war gegen Feliciano Lopez der spielerisch Stärkere.

Ich denke, man kann mit den Leistungen zufrieden sein, weil erkennbar ist, dass unsere Topspieler die Weltklasse fordern können.
Mein Thema diesmal sind die aktuellen neuen Gruppen und Zuständigkeiten in unserem Leistungszentrum in der Südstadt.
Es ist uns mittlerweile gelungen, die Südstadt als Kompetenzzentrum zu etablieren und weiter auszubauen. Dies sehe ich vor allem daran, dass es speziell im Herrentennis sehr viele Ansuchen gibt, bei uns mitzutrainieren. Mit dem Start der neuen Saison im September gab es wieder einige Veränderungen. Zum einen entwickelt sich die Profigruppe gut, zum anderen kommen wieder neue junge Spieler zu uns. Die Aufgabe, das alles sinnvoll und gut strukturiert zu verbinden, ist oft genug schwierig. Bereits jetzt, nach dem Abbau der Anlaufschwierigkeiten in diesem Jahr, mache ich mir Gedanken über den September 2008 und die damit verbunden Aufgaben; da sehe ich wieder neue Herausforderungen auf uns zukommen.
Aber zurück zur Gegenwart und dem derzeitigen Status:
Im Mädchenbereich gab es bei uns zwei Neuaufnahmen, bei den Burschen ebenfalls zwei.
Eine weitere Gruppe hat sich bei den älteren Jahrgängen gebildet, auch mit drei Newcomern. Diese Gruppe ist für mich der neue Erweiterungskader, daher wird es den alten Kader mit den finanziellen Zuwendungen im nächsten Jahr leider nicht mehr geben.
Mit den Neuaufnahmen verbunden war natürlich auch die Notwendigkeit, unseren Betreuerstab zu vergrößern. Mit Conny Gruber und Alexander Pfann arbeiten zwei neue, aus dem Turnierbereich bekannte Trainer bei uns in der Südstadt.
Um den Überblick zu erleichtern, hier die aktuellen Trainer mit ihren Zuständigkeiten:
Peter Eipeldauer ist als Ausbildungsleiter für die Kommunikation mit dem Internat, der Schule sowie dem ISMB (Sportmedizin) zuständig. Sämtliche Trainer führen für ihre Spieler alle An- und Abmeldungen durch, gewünschte Testtermine im körperlichen Bereich und schulischen Anforderungen koordiniert Peter Eipeldauer.
Er trainiert auch mit den Spielerinnen Magdalena Österle, Isabella Reibmayr, Patricia Haas und Christina Auer.
Conny Gruber ist ebenfalls für diese Mädchengruppe verantwortlich, außerdem unterstützt er Walter Grobbauer bei seiner Burschengruppe.
Walter Grobbauer ist für die Neuaufnahmen Björn Treber und Peter Nagovnak verantwortlich und trainiert weiter mit seiner bisherigen Gruppe, bestehend aus Sam Weissborn, Max Neuchrist, Dominik Wirlend und Daniel Schmidt.
Alexander Pfann arbeitet seit September mit Nico Reissig und Marc Rath sowie den Neuen, Pascal Brunner, Philip Lang und Gerald Melzer. Unterstützt wird er bei dieser Gruppe von Thomas Weindorfer und Jürgen Hager.
Die beiden letztgenannten Trainer werden sich um die Profigruppe kümmern, bestehend aus Andi Haider-Maurer, Martin Fischer, Rainer Eitzinger, Armin Sandbichler und Philip Oswald.
Als HSZ-Spieler werden Patrick Telawetz, Yannik Weihs und Lukas Jastraunig ab November bei uns trainieren. Sie erhaltenen vorerst einen Vertrag für sechs Monate und werden bei entsprechender Leistung weiter betreut.
Unser Sportwissenschafter Ernst Köppel hält die Fäden im konditionellen Bereich in der Hand. Alex Dubisar führt Schülern das Kraft- und teilweise auch das Schnelligkeitstraining durch, Markus Forsthuber ist für die individuellen Bereiche zuständig, vor allem in den Bereichen Schnelligkeit, Koordination und Stabilisation, sowie Überwachung der Ausdauereinheiten.
Unser Physioteam, bestehend aus Mischa Sverak und Martin Metz, macht mit den Neuzugängen wieder den ersten Aufbau und steht unseren Jugendlichen bei Problemen im körperlichen Bereich zur Verfügung.
Wir arbeiten auch wieder sehr eng mit dem Psychologen der Südstadt, Gernot Unger, zusammen: wöchentlich ein- bis zweimal gibt es Fortbildungen für unseren Trainerstab. Auch mit den Spielern wird natürlich im Mentalbereich gearbeitet.
Da auch Jürgen Melzer seine Trainingsbasis bei uns haben wird, Julian Knowle und Stefan Koubek immer wieder in der Südstadt trainieren, wird in den Aufbaumonaten ab November sicher Hochbetrieb herrschen. Für unsere jungen Spieler eine sehr gute Gelegenheit, sich an diesen Topspielern zu messen. Für unsere jetzigen Einundneunziger-Jahrgänge hat es in jüngster Zeit schon einige Höhepunkte gegeben, da die eine oder andere Trainingseinheit mit Jürgen Melzer möglich war.
Immer wichtiger wird es jetzt für unser Betreuerteam, dies alles gut zu strukturieren um den Weg in Richtung Toptennis konsequent weiter zu gehen.
Als sehr positiv empfinde ich das Engagement und die Kompetenz unseres Trainerteams - durch die Stärken jedes Einzelnen und die Bereitschaft zum Teamwork entsteht eine für mich sehr konstruktive Atmosphäre. Als Verantwortlicher ist es für mich beruhigend und motivierend zu wissen, dass alle mit 100 % in die selbe Richtung streben.
Ich bin guter Dinge, dass schön langsam die harte Arbeit erste Früchte einbringt, da es für uns doch ein gewaltiges Loch zu schließen galt, das sich jahrelang speziell im Herrentennis aufgetan hat. Nach Jürgen Melzer (Jahrgang 1981) war es ziemlich ruhig und erst die Gruppe mit Andreas Haider-Maurer entwickelt sich in Richtung Spitze.
Wichtig ist für mich auch, nach und nach den Mädchenbereich zu stärken, sodass wir auch dort nicht nur die Quantität, sondern natürlich auch die Qualität weiter verbessern.

Habt Ihr schon Eure Hallen-Fixstunden bestellt?

Gilbert Schaller
ÖTV-Sportdirektor

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