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GILBERT SCHALLER - GEDANKEN 41

In den Vereinen wird fleißig Meisterschaft gespielt, bei den Jugendlichen werden gerade die ITF-Turniere in Österreich abgehalten, das Damen Future in Wien sowie das ATP-Turnier von Pörtschach stehen auf dem Programm - eine sehr intensive Zeit also.

Auch für mich bedeutet das Reisestress; drei wichtige Turniere in einer Woche stehen aber wirklich nicht oft auf meinem Programm.
Nach wie vor merke ich dabei, dass es für mich nichts Schöneres gibt, als den Wettkampf. Ich habe schon als Spieler die Herausforderung geliebt, aber auch als Coach gab es für mich nichts motivierenderes, als die mir anvertrauten Spieler in diesen Situationen zu beobachten. Egal ob die Matches erfolgreich oder weniger erfolgreich absolviert wurden, danach gab es immer wieder neue Aufschlüsse über die Ist-Situation und Gedanken über die Hausaufgaben in der nächsten Zeit.
Irgendwann einmal würde es mich schon wieder jucken, mit einer Gruppe intensiver zu arbeiten um wieder diesen Turnierstress zu durchleben; aber im Moment habe ich eine Aufgabe, die natürlich auch ihren Reiz hat und einen schöneren Job könnte ich mir zur Zeit nicht vorstellen.
Ab Herbst gibt es in der Südstadt natürlich wieder neue Talente, die wir auf die kommenden Aufgaben bestmöglich vorbereiten werden.
Bei den Burschen haben wir Björn Treber und Peter Nagovnak eingeladen, bei den Mädchen erging die Einladung an Patricia Haas und Christina Auer.
Wie immer wurden die Jugendlichen in der Südstadt getestet und auch unser Physioteam machte sich daran, die körperlichen Komponenten zu durchleuchten. Das Ergebnis dieser Tests war, dass alle geeignet für die kommenden Aufgaben sind, natürlich einige Defizite noch vorhanden sind, aber mit Arbeit und Geduld werden wir den Weg konsequent und gemeinsam gehen.
Nachdem ich grünes Licht von unseren Experten bekommen habe, stehen und standen für mich Gespräche mit den Jugendliche, Eltern und den derzeitigen Trainern auf dem Programm.
Die Einladung und die Tauglichkeit ist die eine Seite, eine Zusage von den Betroffenen ist die andere. Für die Jugendlichen ist es eine sehr wichtige Entscheidung für ihren weiteren Werdegang und meistens kommen sie von einem gewohnten in ein ganz neues Umfeld. Aber nicht nur für sie ist diese Entscheidung bedeutend. Die Eltern geben ihren direkten Einfluss ab und natürlich auch die Trainer, die bisher gute Arbeit geleistet haben, übergeben ihre Schützlinge in neue Hände.
Mir war von Beginn meiner Tätigkeit an klar, dass das Konzept Südstadt nur dann funktionieren kann, wenn in Österreich diese Institution anerkannt und akzeptiert wird. Daher war und ist eine Optimierung unseres Leistungszentrums für mich nach wie vor die oberste Priorität. Was nützt ein Zentrum, wenn niemand hin will?
Ich denke jedoch, dass uns dies mittlerweile gelungen ist. Auch von den neu Eingeladenen habe ich bisher nur Zusagen bekommen. Noch sind nicht alle Gespräche beendet, aber Björn Treber und Peter Nagovnak sind schon fix bei uns.
Mit den Eltern der Mädchen stehen die Gespräche noch an, aber ich denke auch hier wird es uns gelingen, die besten Lösungen für die Zukunft anzubieten.
Ab Herbst wird auch das Trainerteam in der Südstadt weiter verstärkt. Gemeinsam mit Peter Eipeldauer wird Conny Gruber ab Herbst unsere Mädchen betreuen. Conny ist im Moment schon sehr intensiv im Damencoaching tätig; er ist sehr engagiert, schließt auch seine Trainerausbildung ab und ich freue mich schon, ihn im Herbst in unserer Crew zu begrüßen.
Ich möchte mich auf diesem Weg auch bei meinem Team bedanken. Diese Tätigkeit kann nur dann Spaß machen, wenn man mit einem kompetenten und engagierten Team arbeitet, wenn die Ziele die gleichen sind und der Erfolg des Ganzen über den Erfolg von Einzelnen in den Köpfen verankert ist. Genau diese Denkweise verkörpert unser Team und daher freue ich mich jeden Tag wieder, mit diesen Menschen zusammen zu arbeiten.

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, Österreichs Turniere oder die Meisterschaftsspiele zu besuchen, nützt sie um zu lernen.

Gilbert Schaller
ÖTV-Sportdirektor

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