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GILBERT SCHALLER - GEDANKEN 38

Auf internationaler und nationaler Ebene herrschte in den vergangenen zwei Wochen wieder Hochbetrieb. Erfreulich, dass österreichische Spielerinnen und Spieler international weiterhin für Gesprächsstoff sorgen. Der ÖTV-Sportdirektor ist mit den Jahresauftakt zufrieden.

Tamira Paszek hat in Dubai groß aufgezeigt, Ivonne Meusburger hat den Challenger in Biberach gewonnen und ihr lang anhaltendes Tief dank harter Arbeit anscheinend endgültig überwunden. Alex Peya spielte sich mit dem Viertelfinaleinzug in Wolfsburg hauchdünn an die Top 100 im Ranking heran - er steht jetzt auf Position 101 - und holte sich auch den Doppeltitel. Stefan Koubek erreichte in Memphis das Viertelfinale, Julian Knowle und Jürgen Melzer mussten sich dort erst im Endspiel des Doppelbewerbes geschlagen geben.

Auf nationaler Ebene fanden die Österreichischen Hallenmeisterschaften in Neusiedl statt. Der Herrenbewerb wurde durch einen Grippevirus behindert, trotzdem ist der Titel für Philipp Oswald nicht unverdient. Er hinterließ in seinen ersten drei Matches einen sehr starken Eindruck und besiegte u.a. im Viertelfinale den topgesetzten Martin Fischer. Auch Andreas Haider- Maurer spielte ein starkes Turnier, zum Finale jedoch konnte er nicht mehr antreten. Neugierig wäre ich gewesen, ob es Thomas Schiessling abermals geschafft hätte, sich gegen die Jungen durchzusetzen. Erfreulich war bei den Herren sicher auch das Erreichen des Viertelfinales von Nico Reissig, einem 89iger-Jahrgang.
Bei den Damen hatte die Jugend das Sagen, Janina Toljan und Magdalena Österle spielten sich ins Finale, in dem Magdalena die besseren Karten hatte.
Hier scheint sich die Trendwende abzuzeichnen, die Jungen können jetzt gegen die arrivierten Damen mehr als nur bestehen, was natürlich für die Zukunft nur positiv sein kann. Es wird immer von den Hoffnungen Paszek, Hofmanova und Klaffner gesprochen, es ist aber auch den beiden Finalistinnen zuzutrauen, dass sie international ihren Weg machen werden.

Für unsere Südstadtgruppen stehen jetzt Turniere im Ausland auf dem Programm: Jürgen Hager reiste mit den Spielern Kloimüllner, Obenaus, Rath, Reissig und Weihs nach Portugal. Dort werden drei Future-Turniere gespielt, für einige unserer Spieler eine Premiere im internationalen Herrentennis.
Die Gruppe der 91iger-Jahrgänge wird in Algerien versuchen, ihr ITF-Jugendranking weiter zu verbessern bzw. den Einstieg zu schaffen. Walter Grobbauer hat sich mit dem algerischen Verband gewissenhaft auf diese Reise vorbereitet; ich muss sagen, dass diese Leute mit uns bestens zusammenarbeiten. Es hätte sogar im Februar ein Gruppe zu uns in die Südstadt zum Training kommen sollen; in letzter Minute mussten die Algerier leider wegen Visa-Problemen absagen.

Unsere Profis sind noch weiter auf der Future-Ebene unterwegs; für einen Teil des Teams geht es jedoch schon bald mit den ersten Challengerturnieren los.

Und für Euch heißt es, die neue Freiluftsaison vorzubereiten. Geräte ok? Kondi auch?
Alles Gute!

Gilbert Schaller

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