Zum Inhalt springen

WTA

GASTEIN: PATRICIA MAYR STEHT IM VIERTELFINALE

Souverän und druckvoll beherrschte Patricia Mayr (Bild) ihre Gegnerin und zog erstmals ins Viertelfinale eines WTA-Turniers ein.

Viertelfinale!
Mit einer starken Leistung hat Patricia Mayr den Einzug in das Viertelfinale beim Gastein Ladies geschafft. Die 21-jährige Tirolerin gewann ihr Achtelfinalspiel gegen Rossana De Los Rios (PAR) mit 6:3 und 6:3. Das ist gleichzeitig auch ihr größter Erfolg in ihrer Karriere. Mayr hat konzentriert gespielt und ihre Gegnerin klar beherrscht. „Ich habe sehr druckvoll gespielt und Rossana nicht in ihr Spiel finden lassen. Und natürlich habe ich um jeden Punkt gefightet. In Gastein ist viel möglich – und es sind durchaus Überraschungen möglich, und mit dieser Einstellung gehe ich auf den Platz.“ Nächste Gegnerin im Viertelfinale ist die Siegerin aus der Partie Timea Bacsinszky (SUI) gegen Lucie Hradecka (CZE). „Es ist mir eigentlich egal, gegen wen ich spiele. Ich freue mich auf jedes Match, je länger ich dann im Bewerb bin, umso schöner.“ Ihre Bilanz nach den ersten beiden Runden:  „Es soll nach meinen beiden Siegen nicht überheblich klingen, aber gestern und heute habe ich nicht mein bestes Tennis gezeigt. Ich tue mich mit der Höhenlage in Gastein noch schwer. Wichtig ist aber, dass ich gewonnen habe, und ich versuche mich einfach noch zu steigern. Beim Gastein Ladies kann ich ohne Druck spielen – für mich ist alles möglich und ich weiß, dass ich noch besseres Tennis spielen kann.“

Patricia Mayr in Runde 2 
Nach Melanie Klaffner hat heute auch mit Patricia Mayr die zweite Österreicherin den Einzug in die zweite Runde beim Gastein Ladies geschafft. Die Tirolerin gewann gegen die Deutsche Martina Müller mit 6:3 und 6:3. Die ehemalige Fed-Cup-Spielerin für Deutschland liegt im WTA-Ranking auf Platz 123 und war im April 2007 noch auf Platz 33 zu finden. Patricia Mayr war am Wochenende im Finale beim mit 25.000 Dollar dotierten Turnier in Rom und hat heuer ein Turnier in Grado gewonnen. Mayr ist in der Weltrangliste auf Platz 206, was gleichzeitig auch ihr bestes Ranking ist. „Ich habe gleich gut ins Spiel gefunden und versucht Martina unter Druck zu halten. Die Höhenlage ist nicht einfach zu spielen, die Bälle springen anders und daran muss man sich erst gewöhnen.“ In der nächsten Runde trifft Patricia Mayr auf die Siegerin aus Alize Cornet (FRA) gegen Rossana De Los Rios (PAR).

Premiere auf der Tour
Für die erste große Überraschung beim 175.000-Dollar-Turnier "Gastein Ladies" sorgte in der ersten Runde Melanie Klaffner. Die 18-jährige Oberösterreicherin besiegte die favorisierte Tschechin Lucie Safarova klar mit 6/3, 6/4 und holte sich damit ihren ersten Sieg auf der WTA-Tour der "Erwachsenen". Was die Zuschauer am meisten erstaunte: Der große Abstand zwischen den beiden in der Weltrangliste war am Court nicht zu bemerken - Klaffner liegt an Position 320, Safarova ist die Nummer 67 im Ranking. "Es ist die zweite Top-100-Spielerin", strahlte Klaffner danach übers gesamte Gesicht, "die ich bislang bezwungen habe. Im Fed Cup ist es mir im Februar gelungen, gegen Emilia Salerni zu gewinnen." Ausschlaggebend, so die Bürgermeister-Tocher aus Weyer, "war heute mein Aufschlag. Ich habe mich sehr sicher gefühlt und acht Asse geschlagen. In beiden Sätzen habe ich jeweils gleich das Break gemacht und dann das Match nicht mehr aus der Hand gegeben." In der nächsten Runde wartet auf Klaffner (voraussichtlich) ein schweres Los: Sie trifft auf die Siegerin der Partie zwischen der topgesetzten Ungarin Agnex Szavay gegen die Lucky Loserin Viktoriya Kutuzova (UKR).

Potential für mehr
Dass in dem Rotschopf („Ich bin nicht rot, sondern kastanienbraun!“) mit dem starken Service und druckvollem Grundlinienspiel ein „Potential für die Top 50 auf der WTA-Tour“ schlummert, hatte Fed Cup-Kapitän Alfred Tesar bereits vor knapp eineinhalb Jahren prophezeit. Seither fördert er Klaffner, indem er ihr immer wieder die Gelegenheit gibt, bei Fed Cups internationale Tennisluft zu schnuppern. Was jetzt noch fehlt, „ist ein bisschen Routine. Außerdem muss sie lernen, ihr Spiel richtig aufzuziehen. Der Vorstoß wird kommen, er wird aber nicht so explosionsartig sein wie bei Tamira Paszek.“ Kein Problem für die U14-Vizeweltmeisterin, die erstmals mit fünf in jeder freien Minute einen Weichball gegen die Hauswand geschubst hatte: „Man kann auch langsamer an sein Ziel gelangen.“

wowo

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.