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Turniere

Peifer triumphiert beim Rollstuhl-Fest

Der Franzose gewann die s Versicherung Austrian Open in Groß-Siegharts bereits zum achten Mal. Nico Langmann erreichte das Einzel-Viertelfinale und mit Peifer das Doppel-Endspiel.

Das größte österreichische Rollstuhltennisturnier ging heuer von 7. bis 11. August in der Waldviertler Gemeinde Groß-Siegharts über die Bühne. 85 Behindertensportler aus 27 Nationen kämpften um das Rekordpreisgeld von 30.000 US-Dollar. Somit ist die Veranstaltung eines der Top-Events auf der weltweiten „UNIQLO Wheelchair Tennis Tour“ und das höchstdotierte „ITF 2 Series“ Turnier der Welt. Es war bereits die 32. Auflage der s Versicherung Austrian Open.

Herren
Ein international top besetzter Bewerb mit vielen spannenden Matches kam zustande. Für die österreichische Nummer 1, Nico Langmann, war im Viertelfinale Endstation. Im Finale begegneten einander mit Ruben Spaargaren (Nl) und Nicolas Peifer (F) die Nummern 5 und 1 des Turniers. Die volle Zusehertribüne sah ein sportlich hochklassiges Tennismatch, das Peifer jedoch klar mit 6:1, 6:3 gewinnen konnte. Er ist somit der erfolgreichste Spieler in der 32-jährigen Geschichte der Austrian Open, der Franzose eroberte den Siegerpokal bereits zum achten Mal. Im Herrendoppel konnte Nico Langmann seinen Titel aus dem vergangenen Jahr nicht verteidigen – das Finale gegen Ruben Spaargaren und Jef Vandorpe (Bel) brachte für Langmann mit Partner Peifer eine klare Niederlage.

Damen
Auch hier konnte sich die als Nummer 1 gesetzte Spielerin durchsetzen. Sabine Ellerbrock (GER) erkämpfte in einem spannenden Finale gegen Zhenzhen Zhu (China) ihren 5. Titel in Groß-Siegharts. Im Doppel musste Ellerbrock mit Partnerin Katharina Krüger (D) dem Duo Angelica Bernal (Kol) / Maria Moreno (Arg) den Vortritt lassen.

Quads
Im Quadsbewerb triumphierte Topfavorit Niels Vink aus den Niederlanden. Im Finale profitierte er von der verletzungsbedingten Aufgabe des Kanadiers Robert Shaw, der auch im Doppel nicht starten konnte. Der Titel ging damit an Vink und seinen Partner Bryan Barten (USA).

Gesellschaftliches
Neben dem sportlichen Aspekt konnten die s Austrian Open heuer wieder dem großen sozialen Ziel der gelebten Integration einen Schritt näher kommen. 160 ehrenamtliche Mitarbeiter aller Altersklassen halfen zusammen und stellten die Behindertensportler in den Mittelpunkt! Viele Freundschaften entstanden, das gemeinschaftliche Tun stand im Zentrum. Der soziale Mehrwert durch die gelebte Integration und den offenherzigen Umgang mit Spielern aus 27 Nationen und verschiedenster Kulturkreise kann kaum beziffert werden.

Zuschauer
Ein deutlich zunehmendes Interesse kann man von den steigenden Besucherzahlen ableiten. Die Zusehertribüne war oft voll besetzt, und auch die Rahmenprogrammpunkte kamen bei den Waldviertlern sehr gut an. Von öffentlicher Seite wurde die Veranstaltung überaus gewürdigt, so konnten u.a. Landeshauptfrau Stellvertreter Franz Schnabl, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Gottfried Waldhäusl, Abgeordnete zum Nationalrat Martina Diesner-Wais, Abgeordneter zum Nationalrat Maurice Androsch, Bundesminister a.d. Rudolf Hundstorfer, NÖTV-Präsidentin Petra Schwarz-Ritter und ÖTV-Präsidentin Christina Toth begrüßt werden. Letztere hatte den Ehrenschutz übernommen.

Ergebnisse
www.austrian-open.net

Nico Langmann, die österreichische Nummer 1, musste sich im Doppel erst im Finale geschlagen geben
Die 32. s Versicherung Austrian Open verzeichneten eine hohe Promi-Dichte aus Politik, Wirtschaft und Tennis
160 ehrenamtliche Mitarbeiter aller Altersklassen stellten die Behindertensportler in den Mittelpunkt.

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