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WTA

FUKUOKA: ERSTER WTA-TITEL FÜR NIKI HOFMANOVA

Gleich in ihrem ersten Finale auf der WTA-Tour besiegte Niki Hofmanova (Bild) Kai-Chen Chang und ist damit die erste österreichische Turniersiegerin seit Sybille Bammer (2007) und Tamira Paszek (2006).

Premiere nach Maß
(10.5.2009)
Einen Monat lang hatte sie sich mit Trainer Jan Kukal auf den Kunstrasen des 50.000-Dollar-Turniers im japanischen Fukuoka vorbereitet und insgesamt 10.000 Euro in die Anreise und die ideale Betreuung vor Ort investiert. Der Lohn dafür kam am 10. Mai 2009. Niki Hofmanova besiegte in ihrem ersten Finale auf der WTA-Tour Kai-Chen Chang (TPE/7) mit 6:3, 6:2 und hat damit im Verlauf des gesamten Turniers nicht weniger als vier gesetzte Spielerinnen eliminiert. Das Erfolgsrezept, berichtete sie unmittelbar nach ihrem Triumph ihrem Manager Raimund Stefanits, "war am heutigen Tag mein Aufschlag. Er hat perfekt funktioniert und damit hab ich auch mehr Risiko beim Return eingehen können." Bei ihrem 20. Challenger-Start, feierte sie ihren ersten Turniersieg auf diesem Niveau. „Ich hab schon früher gesehen, dass ich mit Top 200-Spielerinnen mithalten kann, nur leider hab ich dann oft knapp verloren. Diesmal hab ich es geschafft, konstant mein Spiel zu spielen, hab auch die engen Partien gewonnen und dadurch wieder Selbstvertrauen für die nächsten Matches gesammelt.“ Niki Hofmanova ist damit die erste österreichische Turniersiegerin auf der WTA-Tour seit Sybille Bammer (2007: Pataya City), Tamira Paszek (2006: Portoroz) und Patricia Wartusch (2002: Casablanca). In der kommenden Woche wird die 18-jährige Hornsteinerin beim 50.000-Dollar in Kurume an den Start gehen. "Dorthin kann sie mit dem Bus anreisen", so Stefanits, "und wird sich bis zur ersten Runde wohl auch schon wieder regeneriert haben." Dank des Turniersieg von Fukuoka wird sich Hofmanova in der Weltrangliste dank der 70 gewonnenen Punkte von Platz 357 um etwa 90 Positionen verbessern. Damit knackt sie erstmals in ihrer Karriere die Top 300 im WTA-Ranking.

Finale in Fukuoka
(9.5.2009)
Sensation in Fukuoka: Niki Hofmanova steht nach ihrem 4:6, 6:1, 6:2-Erfolg über die Lokalmatadorin und die Nummer zwei der Setzliste Tomoko Yonemura im Endspiel. Damit glückte Niki die Revanche, in der Vorwoche hatte sie in Gifu in drei Sätzen gegen die spätere Turniersiegerin verloren. Die Hornsteinerin hat in Fukuoka damit bereits drei Gesetzte eliminiert. Im Endspiel könnte die vierte folgen, sie trifft auf Kai-Chen Chang (TPE/7). Der Siegeslauf der Burgenländerin wird sich in der Weltrangliste niederschlagen. In der nächsten Woche wird Niki zu den besten 300 WTA-Spielerinnen zählen. Gewinnt sie das Turnier, ist sogar eine Position um 270 drinnen.

Aggressiv auf den Punkt
(8.5.2009)
Vier Monate ist es mittlerweile her, als sogar noch der eigene Trainer Zweifel an der Nahzukunft seines Schützlings hatte. „Niki ist körperlich noch nicht bereit für den Durchbruch auf der Damentour", sagte damals Jan Kukal, sobald man ihn darauf ansprach, wann Niki Hofmanova denn der Sprung vom Juniorinnen- zum Damentennis gelingen würde. "Sie kann einen Tennisball 70 Meter weit werfen, so etwas habe ich noch nie gesehen. Ihr Aufschlag aber ist für diese Gegebenheiten viel zu schwach.“ Für die Saison 2009 war Kukals Zielvorgabe klar. „Niki muss es unter die Top 200 schaffen.“ Das Rezept für den Erfolg bei den "Großen" war Hofmanova schon damals klar: „Auf Junioren-Ebene reicht es manchmal, auf den Fehler der Gegnerin zu warten. Bei den Damen muss man viel aggressiver spielen, immer auf den Punkt gehen“ 

Karriere-Höhepunkt
Beim 50.000-Dollar-Challenger in Fukuoka (JPN) dürfte Kukal mit der Leistung Hofmanovas jedenfalls zufrieden sein, denn erstmals seit Karshi (UZB) im September des Vorjahres steht sie wieder in der Vorschlussrunde eines Challengers. Hofmanova setzte sich im Viertelfinale mit 3:6, 7:5, 6:0 gegen die ehemalige Top 50-Spielerin (2007) Aiko Nakamura durch, die erst in der Vorwoche das Turnier in Gifu (JPN) für sich entscheiden konnte. Im Halbfinale wartet mit der an Nummer 2 gesetzten Tomoko Yonemura allerdings eine hohe Hürde: Die Japanerin hatte in Gifu das Finale erreicht und rangiert in der Weltrangliste auf Platz 148. Auf die WTA-Weltrangliste wird Nikis Semifinaleinzug jedenfalls positive Auswirkungen haben: Sie wird sich dank der 32 gewonnenen Punkte in der nächsten Woche von Position 357 in Richtung Top 300 schieben. Schafft sie den Finaleinzug, fallen die Top 300 und damit wohl auch Kukals Zweifel.

wowo

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