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ATP

Fischers erstes Semifinale seit 2010!

Er ist fit wie noch nie und erfolgreich wie schon lange nicht mehr: Martin Fischer steht nach über zwei Stunden Spielzeit und seinem 4:6, 6:3, 6:4-Sieg über David Guez im Halbfinale des mit 30.000 Euro dotierten Challenger-Turniers in Saint Brieuc. Zuletzt war ihm das im Oktober 2010 beim Challenger in Palermo gelungen. Gutes Omen? Dort konnte er erst im Finale gestoppt werden.


Zuletzt war ihm das im Oktober 2010 gelungen: Beim Challenger in Palermo hatte Martin Fischer (ATP 293) seinerzeit das Semifinale erreicht und konnte erst im Endspiel gestoppt werden. Zumindest den ersten dieser beiden Punkte konnte der 26-jährige Vorarlberger mit seinem zehnten Einzelsieg in Serie heute in die Realität umsetzen: Fischer, der sich über die Qualifikation in den Hauptbewerb des mit 30.000 Euro dotierten Challenger-Turniers in der französischen Handelsstadt Saint Brieuc gekämpft hatte, eliminierte im Viertelfinale den 30-jährigen Franzosen David Guez (ATP 199) nach 2:16 Stunden Spielzeit mit 4:6, 6:3, 6:4 und trifft nun im Halbfinale auf den Sieger der Partie Kenny de Schepper (NED) - Oleksandr Nedovyesov (UKR). Dass es derzeit so gut läuft, war noch vor wenigen Wochen nicht zu erwarten gewesen. Gestartet war Österreichs Nummer 4 in diese Saison nämlich mit dem Handicap einer langen Spielpause: Bereits Anfang November 2012 hatte er das Racket vorübergehend aufgrund einer Verletzung ("Vermutlich ein kleiner Riss"), die er sich bei den Erste Bank Wien in der ersten Doppelrunde zugezogen hatte, zur Seite legen müssen. Erst knapp fünf Monate später hat "Fisch" wieder zurück auf die Siegesstrasse gefunden. Ende März hatte er bei dem mit 10.000 Dollar dotierten Future-Turnier in Taverne (SUI) zunächst im Semifinale von der Aufgabe seines Gegners Stephane Bohli (SUI) profitiert (6:4, 4:6, 3:0 ret.), ehe sich mit seinem 7:6, 6:1-Sieg über Laurynas Grigelis (LTU) den zehnten Future-Titel seiner Karriere holen konnte. Zu Beginn der Saison hatte es noch danach ausgesehen, als sollte es mit dem Comeback noch etwas länger dauern. "Ich musste anerkennen, dass die Turnierpause von drei Monaten nicht spurlos an mir vorbei gegangen ist. Die Matchpraxis kann ich eben nur auf den Turnieren sammeln, da hilft das ganze Training nicht", hatte sich Fischer nach den ersten Saison-Niederlagen (Glasgow, Preston, Bergamo) noch eingestanden. Vorbereitet hatte sich Fischer auf das Jahr 2013 u. a. "bei meinem Freund Andi Beck in Stuttgart." Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die Arbeit am konditionellen Zustand Fischers. "Es waren sehr umfangreiche und anstrengende Wochen, aber sie haben sich gelohnt. Mein Fitnesszustand ist wohl so gut wie noch nie!"

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