Finaltag bei den Staatsmeisterschaften

In Oberpullendorf werden am Sonntag ab 9.30 Uhr die Endspiele ausgetragen. Erst trifft Janina Toljan auf Betina Pirker, danach duellieren sich Patrick und Sebastian Ofner (Bild) um den begehrten Titel.

Die ÖTV-Staatsmeisterschaften der Damen und Herren in der Allgemeinen Klasse finden zum achten Mal in Oberpullendorf statt. Bis Sonntag schlagen die Tennis-Asse auf der Anlage des Sport Hotel Kurz auf. Die Staatsmeisterschaften stellen d a s nationale Turnierhighlight dar. Nachdem 2015 schon ein Rekordpreisgeld ausbezahlt worden war, gibt es heuer neuerlich eine Steigerung. Insgesamt werden € 27.000 ausgeschüttet, die Einzel-Sieger bekommen je 4500 Euro. 40 Damen und 65 Herren haben genannt, vier sind noch im Bewerb.

Die Semifinali sind gespielt, am Sonntag wird ab 9.30 Uhr die österreichische Staatsmeisterin ermittelt, im Anschluss findet das Herren-Endspiel statt. Bei brütender Hitze setzte sich Sebsatian Ofner (Steiermark) gegen seinen Freund, Trainingspartner und ÖTV-Südstadt-Kollegen David Pichler (Burgenland) mit 6:4, 6:1 durch. Finalgegner ist Patrick Ofner (Kärnten), der Dominic Weidinger (Niederösterreich) beim 6:2, 6:4 keine Chance ließ.

Im ersten Damen-Semifinale verlor Karoline Kurz (Burgenland) nach einem schlechten Start gegen Janina Toljan (Oberösterreich) 1:6, 6:7 (8). Im zweiten Halbfinale sorgte Betina Pirker für eine kleine Überraschung. Die Salzburgerin setzte sich gegen die Nummer drei des Turniers, Vorjahrsfinalistin Marlies Szupper (Niederöstereich), klar mit 6:2, 6:2 durch. Pirker ist 33, Mutter zweier Kinder, hat 12 Jahre pausiert und spielt seit einem Dreiviertel Jahr wieder wettkampfmäßig Tennis..


Lob vom Landeshauptmann
„Der Sport im Burgenland hat sich hervorragend entwickelt“, sagte Landeshauptmann Hans Niessl bei der Pressekonferenz am Freitag. „Wir haben mehr als 500 Medaillen bei Staatsmeisterschaften und 60 bei internationalen Veranstaltungen gemacht. In 30 verschiedenen Sportarten.“ Ab September wird im Burgenland die tägliche Turnstunde eingeführt. „Das ist ein Pilotprojekt. Hier sind wir Vorreiter.“ Freilich werde fortan versucht, Tennis verstärkt an die Schulen zu bringen. „Dort wird der Grundstein gelegt, dass der Sport ein Leben lang betrieben wird.“ Die Staatsmeisterschaften in Oberpullendorf bedachte er mit Lob: "Man darf nicht vergessen, dass hier Spitzensport geboten wird. Die Veranstaltung ist in bewährter Weise hervorragend organisiert."

ÖTV-Präsident Robert Groß unterstrich, dass der Verband versucht habe, die stärksten Spieler an den Start zu bringen. „Leider, oder Gott sei Dank, haben Barbara Haas und Dennis Novak in der Wimbledon-Qualifikation das Finale erreicht und mussten die Nennung für die Staatsmeisterschaften zurückziehen. Dennoch gibt es ein attraktives Feld mit spannenden Matches. Günter Kurz hat wieder ein hervorragendes Programm ausgearbeitet.“

Admiral Sportwetten greift der Veranstaltung seit neun Jahren unter die Arme, diesmal als Hauptsponsor. „Wir haben 240 Wett-Filialen in Österreich und unterstützen mehr als hundert Sportarten“, sagte Geschäftsführer Jürgen Irsigler. „Wir fühlen uns dem Sport verpflichtet, weil ohne Sport hätten wir keine Geschäftsgrundlage. Tennis ist nach Fußball unser zweitwichtigstes Feld. Mit Dominic Thiem ist ein richtiger Hype bei den Tenniswetten ausgebrochen.“

Am Viertelfinaltag wurde unter der Patronanz des Landeshauptmannes  in bewährter Weise ein Charity-Doppel gespielt. Unter anderen jagte Ex-Teamspieler und Mattersburg-Trainer Ivica Vastic mit WTA-Tour-Turniersiegerin Marion Maruska und Daviscup-Kapitän Stefan Koubek über die Anlage des Sporthotel Kurz. In den vergangenen Jahren konnten 50.000 Euro gesammelt werden, der Erlös 2016 kommt dem Verein Wunderkind zugute, der therapeutisches Reiten und heilpädagogisches Voltigieren anbietet. „Wir werden versuchen, dass wir auch bei den kommenden Veranstaltungen im Burgenland den sozialen Aspekt nicht vernachlässigen“, sagte Niessl.


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