Fed Cup

Fed Cup-Team steigt ab

Ohne die erkrankte Patricia Mayr-Achleitner konnten die beiden 18-jährigen Fed Cup-Debütantinnen Barbara Haas und Julia Grabher sowie Sandra Klemenschits das Ruder gegen Lettland nicht mehr herumreißen. Die Entscheidung fiel erst im abschließenden Doppel.

Nach sieben Jahren in Zone I muss das SIMACEK AUSTRIAN FED CUP TEAM den bitteren Gang in die zweite Etage der Europa/Afrika-Zone antreten. Im Playoff-Match der Verlierer der Gruppen A und D verlor Österreichs stark ersatzgeschwächtes Team gegen Lettland mit 1:2.

Teenager im Einzel-Einsatz
Wie befürchtet konnte Österreichs Nummer eins Patricia Mayr-Achleitner wegen eines grippalen Infekts am Samstag nicht mehr antreten. Somit wurden Österreichs Plätze in den Einzel-Partien von den beiden Fed Cup-Neulingen Barbara Haas und Julia Grabher besetzt.

Haas sorgt für Hoffnung
Nachdem Grabher gegen Jelena Ostapenko, die als Junioren-Wimbledon-Siegerin von 2014 nicht zu Unrecht als eines der größten Talente im Damen-Tennis gehandelt wird, mit 2:6, 1:6 klar den Kürzeren gezogen hatte, stellte Barbara Haas in einem kurios verlaufenden Match den Gleichstand her. Die Oberösterreicherin wurde nur kurz von der kompromisslos drauf los schlagenden Lettin unterbrochen, machte aber in den Sätzen eins und drei alles richtig und siegte mit 6:0, 2:6, 6:0.

Kleinigkeiten entschieden
Die Entscheidung über Klassenerhalt und Abstieg musste somit im Doppel fallen, das von Anfang an auf Messers Schneide stand. Schlussendlich gaben nur Kleinigkeiten den Ausschlag gegen Sandra Klemenschits und Julia Grabher und für Ostapenko/Marcinkevica. Im ersten Satz machten die routinierte Salzburgerin und die 14 Jahre jüngere Vorarlbergerin einen 1:3-Rückstand wett, kassierten aber das entscheidende Break zum 5.7. Danach hatten die Österreicherinnen ihre beste Phase und fanden sogar Breakchancen zum 4:1 vor, stattdessen mussten sie aber kurz darauf das Rebreak hinnehmen und machten danach kein Game mehr.

2016 in Zone II
Österreichs Fed Cup-Team spielt damit im Jahr 2016 in der Europa/Afrika-Zone II, aus der am Samstag Estland und Südafrika den Aufstieg schafften und Österreich auf Länder wie Slowenien, Bosnien-Herzegowina oder Luxemburg treffen wird.


Fed Cup-Kapitän Jürgen Waber: "Es war ein sehr ausgeglichenes Doppel, bei dem wir viele Chancen gehabt haben. Am Ende hatte der Gegner aber um eine kleine Spur mehr Qualität und hat verdient gewonnen."

Wabers Resümee: "Jene Leute, die behauptet haben, es wäre eine einfache Gruppe, sollen sich überlegen, wer aufgestiegen ist, nämlich Serbien. Nur weil man einzelne Spielerinnen vielleicht nicht kennt, heißt das nicht, dass sie keine Qualität haben. Bei uns war es leider so: Unsere Nummer eins war fit, aber nicht gesund, unsere Nummer zwei war gesund, aber nicht fit. Die beiden Jungen sind in die Bresche gesprungen, haben sich gut präsentiert und wir sollten froh sein, dass wir sie haben. Aber Spielerinnen wie Ivana Jorovic oder Jelena Ostapenko gehören zu den Weltbesten ihres Alters."

Zu den Leistungen der Debütantinnen Barbara Haas und Julia Grabher: "Barbara hat heute ihr bestes Match gespielt und ansatzweise gezeigt, was sie kann. Ich freue mich, dass sie die Woche mit einem Erfolgserlebnis beenden konnte. Auch Julia hat sowohl im Einzel gegen eine sehr starke Gegnerin als auch im Doppel sehr gute Leistungen gebracht. Für die beiden war es eine tolle Erfahrung und diese Wettkämpfe sind genau das, was sie brauchen, um noch besser zu werden."

Zur Zukunft des Fed Cup-Teams: "Es sind überall gute Spielerinnen dabei, auch in der Europa-Afrika-Zone 2. Ob das jetzt Estland mit Kaia Kanepi ist oder Slowenien, Südafrika oder Luxemburg. Es wird auch dort kein Zuckerschlecken."

 

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