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Fed Cup

FED CUP: ÖSTERREICHS FED CUP-DAMEN: AUSSENSEITERINNEN MIT ÜBERRASCHUNGSCHANCEN?

Wenn Yvonne Meusburger, Patricia Mayr-Achleitner, Paszek-Ersatz Melanie Klaffner (Bild) und Nicole Rottmann ab Mittwoch auf Kroatien, Weißrussland und Georgien treffen werden, könnten die ÖTV-Ladies erstmals seit 2008 wieder den Aufstieg in die Weltgruppe II schaffen. Fed Cup-Captain Jürgen Waber: "Leicht wird es aber nicht werden."


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4. Februar 2013

AUFSTIEG IN DIE WELTGRUPPE II?
Von 6. bis 9. Februar 2013 werden es Yvonne Meusburger, Patricia Mayr-Achleitner, Nicole Rottmann und als Tamira Paszek-Ersatz Melanie Klaffner versuchen, erstmals seit 2008 wieder in die Weltgruppe II aufzusteigen. Dafür wäre der Gruppensieg sowie danach das Überstehen einer Play-off-Phase nötig. Dass es nicht leicht werden würde, war Fed Cup-Captain Jürgen Waber von Anfang an klar, als dem ÖTV-Team am 14. Jänner als Gegner in der Gruppe A der Europa-Afrika-Zone Weißrussland, Kroatien und Georgien zugelost worden waren. Insbesondere Weißrussland, damals noch mit der Weltranglisten-Ersten Victoria Azarenka im Teamaufgebot, hatte dem 41-jährigen Oberösterreicher bitter aufgestoßen: „In den letzten drei Jahren haben wir bereits zwei Mal gegen Weißrussland gespielt. Wir haben ein Mal gewonnen, ein Mal verloren. Es ist mit Azarenka natürlich das denkbar schlechteste Los, das man ziehen konnte. Wir sind in dieser Begegnung ganz klarer Außenseiter.“ Mittlerweile hat sich das Blatt zumindest teilweise gewandelt, da Azarenka nicht im Team Weissrusslands aufscheint, das jetzt mit Olga Govortsova, Ilona Kremen, Aliaksandra Sasnovich und Ekaterina Dzehalevich an den Start gehen werden. "Unsere Aufgabe wird durch den Azarenka-Ausfall etwas leichter", so Waber, "ist aber immer noch schwer genug. Weißrusslands Nummer 2, Kremen, hat vor einer Woche im Vorbereitungsturnier hier auf dieser Anlage sowohl Nicole Rottmann als auch Patricia Mayr-Achleitner in drei Sätzen geschlagen." Die Fed Cup-Bilanz der ÖTV-Ladies gegen Weißrusslands neue Nummer 1 Govortsova: 2011 hatte sich Patricia Mayr-Achleitner in zwei Sätzen glatt geschlagen geben müssen, 2010 war sie im Duell der beiden Spitzenspielerinnen als 6:2, 6:2-Siegerin vom Platz gegangen. Waber: "Wir sind aber immer noch Außenseiter." Am Mittwoch trifft Österreich um 15:30 Uhr Ortszeit im ersten Nationenduell auf Kroatien. Die Fed Cup-Bilanz gegen Iva Majolis Team: ein Sieg (2002), zwei Niederlagen (2011, 1997). Am Donnerstag geht es gegen Weißrussland und am Freitag gegen Georgien.

AUF & AB BEI MELLI.
Mit Melanie Klaffner feiert eine Spieler ein Fed Cup-Comeback (zuletzt 2011), für die das vergangene Jahr mehr Tiefen als Höhen geboten hat: Begann das Jahr im Februar 2012 in Leimen gleich vielversprechend mit einem Turniersieg, so hinderte wenige Wochen später ein äußerst schmerzhafter Fersensporn Melanie an einem konstanten Training, Turniere wurden zwar gespielt, Schmerzen waren aber ständiger Begleiter. Am 9. Mai verstarb unerwartet Melanies Opa, sie befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade auf Turnierreise in Indonesien. Nach ihrer Rückkehr hinderte sie ein schwerer Lungeninfekt Wochen lang, das Training voll zu absolvieren. Nachdem sich sich der Körper wieder völlig erholt zu haben schien, wurde Klaffner Ende Mai durch schwere Prellungen und Blutergüsse wieder zurückgeworfen: Ein Autolenker hatte von der Autobahn kommend trotz Stopptafel Melanie übersehen und ihr Auto voll gerammt (Auto: Totalschaden). So bald als möglich ging das Training weiter. Beim Turnier in Mamaia (ROU) im August gab es für sie Verdacht auf Bändereinriss. Trotzdem spielte sie Meisterschaft für das Kornspitzteam und wurde mit der Mannschaft Staatsmeister. Im September zog sie sich beim Training einen Bänderriss zu. Erst Mitte November konnte Melanie nach kostantem Trainingsaufbau wieder die ersten Turniere bestreiten. Kurz vor Weihnachten ging es endlich wieder bergauf: Im Finale des mit 10.000 Dollar dotierten Future-Turniers in Djibuti besiegte "Melli" die Französin Amandine Hesse mit 4:6, 7:5, 6:2.

FED CUP by BNP PARIBAS

6.2 - 9.2.2013, Municipal Tennis Club, Eilat (ISR)
Europa-Afrika-Zone, Gruppe A

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