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Fed Cup

FED CUP: 0:3 GEGEN KROATIEN - GLATTE NIEDERLAGE IM DOPPEL, HART UMKÄMPFT DIE EINZEL - DER KLASSENERHALT IST TROTZDEM GESCHAFFT!

Patricia Mayr-Achleitner verliert gegen Ani Mijacika 6:4, 6:7, 5:7, Sybille Bammer muss sich Alja Tomlanovic 6:4, 6:7, 1:6 geschlagen geben. Klemenschits / Klaffner unterliegen Ani Mijacika / Alja Tomlanovic 2:6 3:6. Trotz dieser Niederlage wurde das Minimalziel "Klassenerhalt" erreicht. Zum Abschluss wurde Luxemburg 2:1 geschlagen.



Europa / Afrika-Zone I, Pool C - Tag 3
ÖSTERREICH - KROATIEN: 0:3
Patricia Mayr-Achleitner - Ani Mijacika: 6:4, 6:7, 5:7
Sybille Bammer – Alja Tomlanovic: 6:4, 6:7, 1:6
Sandra Klemenschits / Melanie Klaffner -
Ani Mijacika / Alja Tomlanovic: 2:6, 3:6

Europa / Afrika-Zone I, Pool C - Tag 2

ÖSTERREICH - GRIECHENLAND: 3:0
Patricia Mayr-Achleitner - Eirini Georgatou: 4:6, 6:3, 6:3
Sybille Bammer - Eleni Daniilidou: 7:5, 6:3
Sandra Klemenschits / Melanie Klaffner - Eirini Georgatou / Despina Papamichail: 6:2, 6:1

Europa / Afrika-Zone I, Pool C - Tag 1
ÖSTERREICH - WEISSRUSSLAND: 0:3
Patricia Mayr-Achleitner - Olga Govortsova: 2:1, 1:6
Sybille Bammer - Victoria Azarenka: 4:6, 1:6
Patricia Mayr-Achleitner / Sandra Klemenschits - Darya Kustova / Tatiana Poutchek: 0:6, 2:6


4. Februar 2011

NIEDERLAGE ZUM SCHLUSS.Mit dem 3:0-Sieg gegen Griechenland am zweiten Spieltag hatte Österreichs Fed Cup-Team schon gestern den Rettungsacker ausgeworfen, heute wurde er genutzt. "Aufgrund der Tatsache, dass unsere Mädels in den vergangenen drei Tagen mehr Sätze als Griechenland (ebenfalls ein Sieg und eine Niederlage vor Tag 3; Anm.) gewonnen hat, ist es bereits vor unserem Duell mit Kroatien festgestanden, dass unser Team auch bei einer Niederlage nicht den letzten Platz im Pool C belegen und daher in der Europa / Afrika-Zone I verbleiben würde." Nur die vier Gruppenletzten müssen nämlich gegen den Abstieg in die Europa / Afrika-Zone II spielen. An Tag 3 der Europa / Afrika-Zone I setzte es für Jürgen Wabers Team dann tatsächlich eine Niederlage gegen das Team Kroatiens: Nachdem zuerst Patricia Mayr-Achleitner der Nummer 3, Ani Mijacika, mit 6:4, 6:7, 5:7 unterlegen war, musste sich im Duell der beiden Top-Spielerinnen auch Sybille Bammer der 17-jährigen Alja Tomlanovic mit 6:4, 6:7, 1:6 geschlagen geben. Im abschließenden Doppel verloren Sandra Klemensits und Melanie Klaffner Ani Mijacika / Alja Tomlanovic mit 2:6, 3:6. 

JÜRGEN WABERS BILANZ."Patricias Match gegen Mijacika war auf einem eher mäßigen Niveau. Man hat ihr angemerkt gemerkt, dass ihr die Drei-Satz-Partie von gestern noch sehr in den Knochen steckt. Ihr Match war ein einziges Wellental, in dem mehr ihre Nervosität als ihre eigentlichen Stärken dominiert haben. Im dritten Satz hat sie sogar aufs Match serviert, dann aber doch noch unnötig verloren, weil sie insgesamt eigentlich die bessere Spielerin war. Sybille hat dann gegen Ani Mijacika und damit gegen eines der größten Talente, die es derzeit gibt gespielt. Sie ist gerade einmal 17 Jahre alt und 2010 ein Turnier (Plantation; Anm.) gewonnen und zwei Mal ein Finale (Pellham, Prag; Anm.) erreicht. Von ihr wird man also noch sehr viel hören. Zwei Sätze lang hat Sybille total überzeugt, hat bei 6:4, 6:5 sogar aufs Match serviert. Ihre Gegnerin hat bei 30:30 aber zwei unglaubliche Returns und danach ein fehlerfreies Tiebreak gespielt. Im dritten Satz hat Sybille ein bisschen mit dem Matchverlauf gehadert und dadurch nicht mehr ihr bestes Tennis gespielt. Mijacika hat in diesem dritten Satz sehr gut serviert und deshalb letztendlich verdient gewonnen." Zum Abschluss sicherte sich Österreich mit einem 2:1-Sieg gegen Luxemburg den neunten Platz in der Europa/Afrika-Zone I. Österreichs Bilanz in dieser Euro /Afrika-Zone 1: Zwei Siege, zwei Niederlagen, den Verbleib in der Euro /Afrika-Zone 1 gesichert.



3. Februar 2011

"AUF BEIDE SPIELERINNEN SEHR STOLZ".
Österreich ist wieder im Rennen um den Verbleib in der Europa / Afrika-Zone I: Gegen Griechenland brachte bei kühlen Temperaturen und unangenehmem Wind zunächst Patricia Mayr-Achleitner mit ihrem 4:6, 6:3, 6:3-Sieg gegen Eirini Georgatou Österreich mit 1:0 in Front, danach sorgte Österreichs Nummer 1 mit einem klaren Zwei-Satz-Sieg (7:5, 6:3) gegen Eleni Daniilidou für die uneinholbare 2:0-Führung des rotweißroten Teams. "Heute kann man wirklich auf beide Spielerinnen sehr stolz sein", zog Fed Cup-Kapitän Jürgen Waber danach eine zufriedene Bilanz. Im Detail: "Patricia hat gleich 3:0 geführt, ist super gestartet. Dann hat Georgatou immer besser ins Match hineingefunden. In dieser Phase der Partie hat man bei Patricia gemerkt, dass ihr noch ein bissl die Spielpraxis (Sehnenzerrung im November 2010; Anm.) fehlt. Deshalb ist sie etwas hektisch und nervös geworden und hat den ersten Satz doch noch verloren. Im zweiten Satz hat sie von Anfang an super gefightet, hat sich auch spielerisch gesteigert und letztendlich einen Kampfsieg "abgeliefert". Und das, obwohl ihre Gegnerin solides, tolles Tennis gespielt hat. Deshalb kann man Patricia zu diesem Sieg nur gratulieren."

SIEG GEGEN DIE ANGSTGEGNERIN. Ähnlich zufrieden war Bammer-Trainer Waber mit der Leistung seines eigenen Schützlings: "Sybille hat gegen ihre Angstgegnerin gespielt, gegen die sie noch nie gewonnen hat. Wir haben aus ihrer Niederlage von Linz (Achtelfinale 2010; Anm.) unsere Lehren gezogen. Sie hat taktisch sehr gut gespielt, der Gegnerin nicht allzuviel Tempo im Spiel gegeben und sie eigentlich relativ glatt besiegen können." Das abschließende Doppel hat Sandra Klemenschits mit der immer noch etwas angeschlagenen Melanie Klaffner gegen Eirini Georgatou / Despina Papamichail bestritten und glatt mit 6:2, 6:1 gewonnen.Waber: "Melanie hat gestern kein Fieber mehr gehabt, ist allerdings noch nicht komplett fit. Ich hab sie im Doppel trotzdem eingesetzt, da Patricia ein langes, anstrengendes Match hinter sich hat und sie sich für ihr morgiges Match gegen die Kroatinnen vorbereiten soll." Gegen das Team von Team-Captain Goran Prpic könnte es noch spannend werden. "Da wir heute das Doppel gewonnen haben, brauchen wir morgen, da Weißrussland Kroatien heute mit 3:0 geschlagen hat, nur mehr einen Punkt, um in der Europa / Afrika-Zone zu verbleiben." In die Partie gegen Kroatien ("Gute, solide Spielerinnen") gehen seine "Mädels", so Waber, "als leichte Favoriten. Aber auch diese Partie muss erst einmal gespielt werden ..."



2. Februar 2011

SCHWACHER AUFSCHLAG.
"Ihr Aufschlag war heute leider zu schwach", bilanziert ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl unmittelbar nach Patricia Mayr-Achleitners 2:6, 1:6-Niederlage gegen Olga Govortsova das Duell der beiden Nummer 2-Spielerinnen. Österreichs Delegation im Municipal Tennis Club Eilat musste mitverfolgen, wie Mayr-Achleitner von Anfang an bei ihren eigenen Returngames unter Druck geriet und dem konstanten und druckvollen Spiel Govortsovs nur wenig entgegensetzen konnte. Breaks zum 2:4 und 2:6 im ersten Satz waren die Folge. Teuschl: "Sie hat einen ganz klaren Job erledigt und aus der Partie eine glatte Angelegenheit gemacht." Im Match der beiden Nummer 1-Spielerinnen hätte Sybille Bammer die Chance gehabt, gegen Victoria Azarenka den Ausgleich zu schaffen. 2010 war ihr diese Sensation bereits gelungen, als Azarenka im dritten Satz aufgeben musste. 2011 konnte sie diesen Erfolg im ersten Spiel der Gruppe C in der Europa/Afrika-Zone nicht wiederholen und unterlag der Weltranglisten-Neunten mit 4:6, 1:6.

"KRASSER AUSSENSEITER". Für Fed Cup-Captain Jürgen Waber war diese Niederlage "keine allzugroße Überraschung. Man darf nicht vergessen, dass ihr mit Azarenka eine sehr stark Top Ten-Spielerin gegenüber gestanden ist." Bammer war in Satz 1 rasch mit 0:4 hinten, "war von der Stärke Azarenkas vielleicht ein bissl überrascht", so Waber. "Sie hat sich aber noch gut gefangen. Der Knackpunkt im ersten Satz war beim Stand von 5:4, als es neue Bälle gegeben hat und Azarenka sehr gut serviert hat. Im zweiten Satz haben die beiden lange Zeit auf Augenhöhe gespielt. Leider hat Sybille die unerzwungenen Fehler gemacht und Azarenka statt dessen die Punkte." Österreichs Ziel in Eilat, so Waber, "muss jetzt sein, dass wir in dieser Klasse bleiben. Vom Aufstieg zu reden, wäre jetzt nämlich ein bissl unverschämt. Genauso gut könnte man sagen, dass Österreich Fußball-Weltmeister wird. Es sind sehr viele gute Top Ten- und Top 20-Spielerinnen hier. Und das ist etwas, das wir nicht aufbieten können. Wir sind hier krasser Außenseiter." Als Handicap muss das ÖTV-Team auch den Ausfall von Melanie Klaffner bewältigen: Im Doppel kommt statt der an Grippe erkrankten Oberösterreicherin Patricia Mayr-Achleitner an der Seite von Sandra Klemenschits zum Einsatz. Am Donnerstag trifft Österreich um 10:00 Uhr Ortszeit auf Griechenland. "In dieser Partie sind wir leichter Favorit, auch wenn die Griechen ein sehr gutes Doppel haben" (Waber).


31. Jänner /1. Februar 2011

VERSPÄTUNG! VERSPÄTUNG! VERSPÄTUNG!
Als ursprünglich geplante Ankunft stand eigentlich 19:50 Uhr auf den Flugtickets von Österreichs Fed Cup-Team, „tatsächlich eingetroffen sind wir in Eilat am Sonntag allerdings erst kurz vor Mitternacht“, so ÖTV-Generalsekretär Peter Teuschl. „Unser Motto am Anreisetag war nämlich: Verspätungen! Verspätungen! Verspätungen!“ Da Tel Aviv – hebräisch für „Hügel des Frühlings“ – ausgerechnet gestern von Unwettern heimgesucht wurde „und am Flughafen nur eine Start- und Landepiste offen war“ (Teuschl), konnte das Flugzeug unseres Fed Cup-Teams erst mit ca. zwei Stunden Verspätung landen. Aufgrund der hohen Sicherheitskontrollen am Flughafen in Tel Aviv kamen weitere zwei Stunden dazu. „Deshalb waren wir erst nach Mitternacht in unserem Hotel in Eilat.“

LANGSAMER PLATZ.
Von allzu viel Müdigkeit in den Köpfen und Körpern von Sybille Bammer & Co war am Montag beim ersten Training um 8:45 Uhr Ortszeit allerdings „nichts zu bemerken“, so Fed Cup-Kapitän Jürgen Waber. Das Motto am ersten Tag in dem extra für dieses Fed Cup-Event um eine Million Dollar renovierten Municipal Tennis Club Eilat war, „sich an diesen Platz zu gewöhnen. Der Untergrund ist, da er ja relativ neu ist, nicht allzu schnell“ (Waber). Bei ca. 23 Grad Lufttemperatur und strahlendem Sonnenschein konnte Waber nach den ersten beiden Trainingsessions – zwei Stunden am Vormittag, zwei am Nachmittag – eine durchwegs positive Bilanz ziehen: „Die Spielerinnen fühlen sich sehr wohl auf diesem Untergrund. Das zweite Training am Nachmittag haben wir am etwas schnelleren Centrecourt absolviert, auf dem wir am Mittwoch auch gegen Weißrussland spielen werden.“

ZWEITE TRAININGSSTÄTTE. Ob Waber nach dem ersten Trainingstag bereits taktische Vorgaben für Österreichs erste Partie gegen Weißrussland (Mi, 9:00 Uhr MEZ)  und dabei v. a. für das Duell mit Weißrusslands Nummer 1, Victoria Azarenka, hat? „Für die Sybille wird das eine schwierige Partie, da Azarenka eine sehr aggressive, aber auch ballsichere Grundlinienspielerin ist. Wir haben in dieser Partie aber überhaupt nichts zu verlieren und wollen daher versuchen, an die Leistungen aus dem Vorjahr anzuschließen, wo wir Weißrussland ebenfalls im Fed Cup schlagen konnten.“ Gestärkt durch den Team-Sponsor-Abend - "die Firma Simacek hat alle in ein Restaurant am Strand eingeladen" (Teuschl) - konnten die ÖTV-Spielerinnen heute ihr nächstes "Projekt" in die Tat umsetzen. "Wir haben mittlerweile eine zweite Trainingsstätte am Tennisplatz auf der Hotelanlage eröffnet", so Teuschl. "Das war nötig, da es auf den anderen Trainingsplätzen immer wieder sehr eng geworden ist. Es steht hier nur eine gewisse Anzahl an Trainingsplätzen zur Verfügung, auf denen täglich an die 15 Nationen trainieren wollen."


31. Jänner 2011


AUFTAKT GEGEN WEISSRUSSLAND.
Österreichs Tennisdamen treffen zum Auftakt der Fed Cup-Gruppenphase der Europa/Afrika-Zone I in  Eilat (ISR) am Mittwoch mit Beginn um 9.00 Uhr MEZ auf Weißrussland. Das Team rund um Superstar Victoria Azarenka war bereits im Vorjahr in Portugal der erste Gegner der Österreicherinnen gewesen. Sybille Bammer, Patricia Mayr-Achleitner und Co. feierten damals einen sensationellen 2:1-Erfolg. „Es ist gar nicht so schlecht, gleich in der ersten Partie gegen Weißrussland zu spielen. Wir sind in dieser Begegnung zwar Außenseiter, aber was im Fed Cup alles möglich ist, hat man ja im Vorjahr gesehen“, meinte ÖTV-Kapitän Jürgen Waber. Auch die weiteren Gruppenspiele bestreitet Österreich jeweils in der Vormittagsession (ab 9.00 Uhr MEZ). Am Donnerstag heißt der Gegner Griechenland, und am Freitag geht es gegen Kroatien. Sollten die ÖTV-Ladies in Pool C Rang eins belegen, ginge es am Samstag gegen einen anderen Gruppensieger um einen Platz im Weltgruppen-II-Play-off (16./17. April 2011).

Mittwoch, 2. Februar 2011 (9.00 Uhr MEZ):
Österreich – Weißrussland

Donnerstag, 3. Februar 2011 (9.00 Uhr MEZ):
Österreich – Griechenland

Freitag, 4. Februar 2011 (9.00 Uhr MEZ):
Österreich – Kroatien



31. Jänner 2011


JUBILÄUM AN DEN WADELN.
Kurt Waltl, Davis Cup- und Fed Cup-Betreuer, Sportphysiotherapeut, Masseur, staatlich geprüfter Trainer für allg. Körperausbildung, staatlich geprüfter Tennislehrer, v. a. aber die stabilste Stütze für Sandra Klemenschits in schweren Zeiten. „Der Kurtl“, der schon als Masseur der legendären Davis Cup-Truppe mit Thomas Muster, Horst Skoff und Alexander Antonitsch die gute Seele des Teams gewesen war, ist gestern mit ganz speziellem "Gepäck" zum Fed Cup nach Israel gereist: Im Murnicipal Sports Club Eilat feiert er, der "von der Uraltzeit bis ins Profitum alles miterleben durfte" (Waltl) sein 30-jähriges Jubiläum an den Wadeln, Schultern und Schlagarmen heimischer SpielerInnen. „Ich betreue seit 1982 ÖTV-Mannschaften, begonnen 1982 mit dem Kings Cup.“ Sein größter Wunsch diesmal? „Aufstieg! Das müssen wir wirklich schaffen!“ Im Gepäck hat Waltl aber nicht „bloß“ seinen bubenhaft charmanten Optimismus, sondern auch jene Utensilien, mit denen er Bammer, Mayr, Klaffner und Klemenschits fit für den Erfolg machen will: „Ich reise mit einem 13 Kilogramm schweren Massagetisch und einer super Ausrüstung an medizinischen Utensilien. Mit meiner zivilen Bekleidung zusammen macht das alles ca. 40 Kilogramm aus.“


"Der Aufstieg wäre das schönste Geschenk"

Kurt Waltl über das Trainingspensum seinerzeit, die Wehwehchen vieler SpielerInnen heute und den Gesundheitszustand einer seiner Lieblingsspielerinnen.

1982 hast du deine ÖTV-Karriere mit dem Kings Cup begonnen. Was hat sich aus der Sicht eines Physiotherapeuten seit damals verändert?
Damals waren das noch Zeiten, als noch Kary, Feigl, Reininger, Teufelberger gespielt haben. Der Generalsekretär war damals Walter Föger, Generalsekretär und der erste Captain war Helmut Hauer. Unter Muster-Skoff-Antonitsch ist das Ganze dann aber immer mehr in Richtung Profitum gegangen. Ich habe also von der "Uralt-Zeit" bis ins Profitum alles miterleben können.


Hast du dir schon einmal überlegt, wie viele SpielerInnen seit damals durch deine Hände „gegangen“ sind?
Nicht wirklich. Das Ganze könnte aber durchaus eine dreistellige Zahl sein.

Im Verlauf der letzten 30 Jahre hat sich das Tennis enorm weiterentwickelt – heute wird viel schneller auf den Punkt gegangen als noch seinerzeit, als mehr von der Grundlinie aus agiert wurde. Haben sich dadurch auch die „Wehwehchen“ bzw. die Regenerationsansprüche der SpielerInnen verändert?
Heute müssen die SpielerInnen wesentlich intensiver betreut werden, weil ja auch das Trainingspensum wahnsinnig gestiegen ist. Früher hat man vielleicht pro Tag ein, eineinhalb Stunden trainiert. Heute - wenn ein/e SpielerIn wirklich gut werden will - muss er/sie fünf, sechs Stunden trainieren. Dadurch ist auch die Beanspruchung der Gelenke enorm gestiegen. Mit den modernen medizinischen Produkten kann man das aber Gott sei Dank noch einigermaßen im Gleichgewicht halten. Mit den Mitteln von anno-dazumal wäre das überhaupt nicht mehr möglich.

Die engste Bindung hast du – aufgrund der traurigen Ereignisse aus dem Jahr 2008 – verständlicherweise zu Sandra Klemenschits. Kann man aus heutiger Sicht sagen, dass sie komplett gesund ist?
Ich lasse sie alle drei Monate von der Frauenärztin Brigitte Schurz genauestens untersuchen. Die letzte Untersuchung war in Ordnung.

Zu deinem 30-jährigen Jubiläum wünscht du dir logischerweise den Aufstieg unseres Fed Cup-Teams in die Weltgruppe II. Gegen Gegner wie Weißrussland, Griechenland und Kroatien wird das aber nicht unbedingt ein Zuckerschlecken ...

... das ist uns allen bewusst. Sollten unsere Mädels den Aufstieg schaffen, wäre das aber das beste und schönste Geschenk, das sie mir machen könnten.



26. Jänner 2011

WELTGRUPPE II ALS ZIEL.
Das österreichische Fed-Cup-Team trifft von Mittwoch bis Samstag nächster Woche in Eilat (ISR) beim Turnier der Europa/Afrika-Zone I in Gruppe C auf Weißrussland, Kroatien und Griechenland. Das ergab die am Montag in London vorgenommene Auslosung. Nur der Gruppensieger wahrt die Chance auf den Aufstieg in die Weltgruppe II. Im ÖTV-Aufgebot stehen Sybille Bammer, Patricia Mayr-Achleitner, Melanie Klaffner (wurde für Yvonne Meusburger nachnominiert) und Sandra Klemenschits. Mit Weißrussland kommt es in Israel zu einem Déjà vu, gab es dieses Duell doch schon im Vorjahr in der Gruppenphase der Europa/Afrika-Zone I in Portugal. Dort gelang den rot-weiß-roten Tennisladies mit einem 2:1-Triumph eine ganz große Sensation. Bereits nach den Einzelsiegen von Patricia Mayr-Achleitner gegen Olga Govortsova (6:2, 6:2) und Sybille Bammer gegen Victoria Azarenka, die zu Beginn des dritten Satzes entkräftet aufgeben musste, stand der österreichische Erfolg fest. „Damals ist uns eine große Überraschung gelungen, die nur schwer zu wiederholen sein wird. Weißrussland verfügt über ein überragendes Team, das von den Namen her in die Weltgruppe gehört. Aber es muss jedes Match erst gespielt werden. Dass im Fed Cup vieles möglich ist, hat man ja im Vorjahr in Portugal gesehen“, meinte ÖTV-Kapitän Jürgen Waber, der am Sonntag mit Sybille Bammer (WTA-70), Patricia Mayr-Achleitner (102), Melanie Klaffner (232) und Sandra Klemenschits (WTA-Doppel 111) nach Israel reisen wird.

GEGEN KROATIEN FAVORIT. Weißrussland bietet neben der Weltranglisten-Neunten Victoria Azarenka auch noch Olga Govortsova (73), Darya Kustova (WTA-164) und die Doppelspezialistin Tatiana Poutchek (WTA-Doppel 53) auf. Im Gegensatz dazu verzichten die Kroatinnen mit Karolina Sprem (95), Mirjana Lucic (98) und Petra Martic (140) auf ihre drei derzeit bestplatzierten Spielerinnen in der Weltrangliste und rücken mit dem Quartett  Alja Tomljanovic (167), Jelena Pandzic (279), Ani Mijacika (384) und Silvia Njiric (592) in Israel an. Waber: „Diese Namen sagen mir nicht allzu viel. Sollte es keine Änderungen im kroatischen Aufgebot mehr geben, dann sind wir in diesem Duell zu favorisieren.“ Griechenland baut auf die Erfahrung der 28-jährigen Eleni Daniilidou, die im Mai 2003 schon einmal die Nummer 14 im WTA-Ranking gewesen ist. Dass die derzeitige Nummer 168 der Welt ihr „Handwerk“ immer noch versteht, hat sich im vergangenen Oktober beim Generali Ladies in Linz bewiesen, wo sie im Achtelfinale Sybille Bammer besiegt hat. „Sybille hat von den drei bisherigen Partien noch keine gewonnen. Dazu kommt noch, dass Daniilidou sehr gut Doppel spielen kann“, so Waber. Eirini Georgatou (193), Anna Gerasimou (504) und Despina Papamichail komplettieren das griechische Aufgebot. Gespielt wird in Eilat zunächst in drei Vierer- und einer Dreiergruppe. Die Poolsieger ermitteln in zwei Finalspielen jene Teams, die am 16. und 17. April 2011 um einen Platz in der Weltgruppe II 2012 antreten werden. Die vier Gruppenletzten spielen gegen den Abstieg in die Europa/Afrika-Zone II.

Gruppen Europa/Afrika-Zone I
Gruppe A: Schweiz, Großbritannien, Dänemark
Gruppe B: Polen, Israel, Bulgarien, Luxemburg
Gruppe C: Weißrussland, Österreich, Kroatien, Griechenland
Gruppe D: Niederlande, Ungarn, Rumänien, Lettland

Modus: Die Gruppensieger spielen in k.o.-Duellen um zwei Plätze für das Play-off um den Aufstieg in Weltgruppe II.


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