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ATP

Thiem muss Tsitsipas die Krone überlassen

Der 26-jährige Niederösterreicher unterliegt im Endspiel der ATP-Finals in London dem 21-jährigen Griechen Stefanos Tsitsipas in drei Sätzen.

©GEPA-Pictures | GEPA pictures/ Alan Grieves

Stefanos Tsitsipas ist der erste Debütant und der jüngste Spieler, der die mit neun Millionen Dollar dotierten ATP-Finals, die inoffizielle Tennis-Weltmeisterschaft, gewinnen konnte. Der 21-jährige Grieche schlug in einem packenden Endspiel den Österreicher Dominic Thiem nach 2:35 Stunden mit 6:7 (6), 6:2, 7:6 (4).

Die beiden lieferten einander in der mit 17.500 Zuschauern ausverkauften O2-Arena in London einen packenden Schlagabtausch, bei dem Tsitsipas um Nuancen besser war, vor allem bei eigenem Aufschlag. Thiem unterliefen zu viele unerzwungene Fehler. Der Grieche verkürzte im Head-to-Head 3:4, trotzdem wird Thiem am Montag in der Weltrangliste wieder auf Platz vier aufscheinen.

„Ich weiß nicht, wie ich es geschafft habe, das Spiel nach dem verlorenen ersten Satz zu drehen", sagte der Sieger. "Ich habe keine Ahnung, warum ich im zweiten Satz so gut gespielt habe. Ich habe Dominic zwei Mal gebreakt. Das war ein exzellenter Satz für mich. Im dritten Satz war es ein wenig schwierig mit den Nerven, es war das erste Mal für mich vor so einer Kulisse. Ich war ein Break voran, dann musste ich doch noch ins Tiebreak in diesem außergewöhnlichen Kampf. Der Support vom Publikum war fantastisch“, sagte  Tsitsipas, der Thiem zu seinem großartigen Jahr mit fünf Turniersiegen gratulierte.

Dem 26-jährigen Niederösterreicher war die Enttäuschung anzusehen. „Es war ein unglaubliches Match, bravo Stefanos, du verdienst es wirklich, bist ein unglaublicher Spieler“, sagte Thiem noch auf dem Platz. „Wir sind Teil eines brutalen Sports, wir konnten uns heute wieder davon überzeugen, wie eng es hergehen kann. Ich habe gekämpft, habe 100 Prozent gegeben, aber so ist Tennis. Obwohl es gerade ein brutales und toughes Gefühl ist, habe ich die Woche sehr genossen. Vielen Dank an alle, die das hier möglich machen.“

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