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EUROPEAN SUMMER CUP: ÖSTERREICHS U14-MÄDELS KASSIEREN NUR EINE NIEDERLAGE ...

... belegen in der Endtabelle des Europacup-Finales in Luano (ITA) Platz 5 und qualifizieren sich damit für das Weltcup-Finale in Pruhonice (2.-7.8.2010). Den Titel holte sich das russische Team, das Barbara Haas & Co bereits in der 1. Runde mit 3:0 besiegte.


DEN RASTER DES EUROPACUP-FINALES IN LUANO FINDEN SIE HIER

Österreich auf Platz 5
(5.7.2010)
Mit einem Rekord ging am Wochenende das Finale des diesjährigen European Summer Cup im italienischen Luano zu Ende: Mit insgesamt sieben Siegen hat Russland mehr Titelgewinne am Konto als jede andere Nation Europas. Österreichs U14-Team - mit Barbara Haas (Tennis Europe-Ranking: 13), Julia Grabher (TE 135), Lena Reichel (TE 151) - bekam die Dominanz des späteren Siegerteams bereits am ersten Spieltag (2.7.2010) zu spüren: Gegen Ksenia Sharifova (TE: 2), Ylana Ayzatulina (TE 5) und Polina Rychagova (TE 8) gelang den rotweißroten Mädels kein Satzgewinn - Russland gewann mit 3:0. "Sharifova hat gegen Barbara sehr gut gespielt", so Haas-Coach Hellmut Fellner, der das Nachwuchsteam vor Ort betreute, "und sie leider einen schlechten Tag erwischt." Das Resultat: 4:6, 1:6. "An diesem Tag war ich einfach nicht gut genug", gestand Barbara Haas danach ein. "Sie spielte wie eine Wand." Auch Julia Grabher konnte an diesem Tag ihr Potential nicht ausschöpfen: "Sie hat gegen Ayzatulina den ersten Satz ein bissl verschlafen und war sehr nervös. Erst im Verlauf des Matches hat sie etwas besser ins Spiel gefunden. Leider hat sie es nicht mehr umdrehen können und hat 0:6, 6:7 verloren. "Nach dieser Niederlage sind wir mit dem Rücken zur Wand gestanden, da sich ja nur die ersten fünf für das Weltcup-Finale qualifizieren konnten" (Fellner).

Match um Mitternacht
In Runde 2, in der die Verliererteams der Auftaktrunde gegeneinander spielten, traf Österreichs Nachwuchsteam auf Kroatien "und hat dabei eine sehr gute Leistung abgeliefert." Nach hartem Kampf siegte Österreich mit 2:1. "Obwohl Julia gegen Ana Konjuh erneut den ersten Satz etwas verschlafen hat, hat sie im zweiten Satz wieder zurückgefunden, sich aber dennoch mit 3:6, 6:7 geschlagen geben müssen." Im Spitzenspiel der beiden topgesetzten Spielerinnen Barbara Haas und Iva Promorac (TE 21) musste die 14-jährige Niederösterreicherin über die volle Distanz gehen, ehe sie mit 7:5, 5:7, 6:4 den Punkt für Österreich holen konnte. "Sie hat es spannend gemacht. Im ersten Satz hat sie 5:3 geführt, und alles hat darauf hingedeutet, dass sie das Match locker nach Hause spielen würde. Die Gegnerin hat aber immer besser ins Spiel gefunden, und Barbara hat daraufhin Probleme mit ihrem ersten Aufschlag bekommen. Im dritten Satz war sie dann aber doch immer die spielbestimmende Spielerin und hat den Punkt für Österreich gemacht." Im Doppel waren Haas/Grabher nur mehr zwei Punkte von der Niederlage entfernt, "haben in der entscheidenden Marchphase dann aber sehr stark gespielt und mit 6:7(5), 6:3, 7:6(4) gewonnen." Dieses Match ging erst nach Mitternacht zu Ende, "da die Partien ziemlich spät angesetzt waren." Im Spiel um Platz 5 traf Österreich am letzten Spieltag (4.7.2010) auf Italien und konnte bereits nach den beiden Einzelpartien alles klar machen: Julia Grabher besiegte Georgia Brescia (TE 53) mit 3:6, 6:0, 6:3 ("Super gekämpft und das Match bestimmt"), Barbara Haas spielte ihr Match gegen Deborah Chiesa (TE 40) souverän nach Hause und siegte mit 6:4, 6:4 ("Sie hat gezeigt, was sie kann"). Das abschließende Doppel war damit bedeutungslos und wurde beim Stand von 1:2 w.o. gegeben. "Mit Platz 5 in der Endtabelle", so Helmut Fellner, "haben sich unsere Mädels für das Weltcupfinale qualifiziert´", das von 2. bis 7. August in Pruhonice (CZE) stattfinden wird.

Österreich gewinnt mit 9:0
(29.6.2010)
Im Vorjahr nur Platz 7, heuer raste Österreichs Mädchen-Team beim European Summer Cup in Rakovnik (CZE) bis ins Finale der Qualifikation, schlug dort Frankreich mit 3:0, hat sich damit für das Europacup-Finale in Luano (ITA) von 2. bis 4. Juli qualifiziert und wird dort auf England, Italien, Russland, Frankreich, Ukraine, Kroatien und Spanien treffen. In der Qualifikationsphase dominierten Karoline Kurz, Barbara Haas und Julia Grabher ihre Partien von Anfang an und ließen sich in keiner Phase des Bewerbs das Heft aus der Hand nehmen. In Runde 1 wurde Polen mit 3:0 besiegt, im Semifinale wurde Dänemark mit dem gleichen Resultat vom Court gefegt. Beeindruckend ist dabei vor allem, dass das von Bundesnachwuchstrainerin Petra Russegger betreute U14-Team erst im Endspiel gegen Frankreich, als der Quali-Sieg bereits fixiert war, einen Satz abgeben musste: Barbara Haas und Julia Grabher gewannen im Doppel gegen Laura Tafin/Oceane Dodine mit 7:6(7), 6:7(8), 7:6(1). Die Statistik belegt die Überlegenheit der Nachwuchsspielerinnen im Endspiel: Haas & Co gewannen 85 Prozent der gespielten Sätze (6:1), gewannen 45 Games und verloren nur 30."Die Franzosen waren die Favoriten, also konnten wir locker drauf los spielen",  strahlte Barbara Haas noch immer am Tag danach. "Karoline gewann 7:6, 6:0, also hatten wir schon den ersten Punkt. Dann spielte ich gegen die Nummer eins von Frankreich, gegen die ich in Auray (FRA) 2008 verloren habe. Dieses Mal lief alles anders ich konnte 6:3, 6:2 gewinnen. Somit war wieder alles entschieden! Julia und ich fegten die Franzosen im Doppel dann noch vom Platz. Und wieder 3:0 Österreich!"

"Unglaubliche Leistung!"
"Die Mädchen haben während des gesamten Turniers extrem stark gespielt", bilanzierte Russegger stolz, "sind souverän aufgetreten und waren nie nervös. Eine unglaubliche Leistung in dieser schweren Gruppe." Dennoch wird es vor dem Europacup-Finale in Luano zwei kleine Veränderungen im Team geben: Statt Russegger wird Haas-Coach Helmut Fellner die Mannschaft in Italien betreuen, und Karoline Kurz, die bei einem ITF-Turnier in Pilsen im Einsatz sein wird, wird durch Lena Reichel ersetzt. Weniger gut lief es hingegen für Lenny Hampel, Lucas Miedler und Marco Prochazka beim Summer Cup in Cluj Napoca (ROM): Nach einer knappen 1:2-Niederlage im Viertelfinale gegen Ungarn und einem 3:0 gegen Bulgarien im Spiel um die Plätze 5 bis 8 "haben wir heute gegen Serbien 2:1 gewonnen und in der Endtabelle Platz 5 belegt. Nach den kurzfristigen Ausfällen, insbesondere von Sebastian Ofner, können wir damit aber zufrieden sein" (Bundesnachwuchstrainer Martin Pauer).

Projekt "Europacup-Finale"
(24.6.2010)
Im Vorjahr kam bei den European Summer Cups für Österreichs U14-Teams bereits in der Qualifikation das Aus - Jason-Peter Platzer, Dominik Weidinger und Sebastian Ofner belegten Rang 5, Anna-Maria Heil, Carmen Schauer und Marlies Szupper wurden 7. Heuer (27.-29.6.2010) starten die von den Bundesnachwuchstrainern Martin Pauer bzw. Petra Russegger betreuten Mannschaften daher den nächsten Ansturm in Richtung Europacup-Finale. Insgesamt 30 (Mädchen) bzw. 32 (Burschen) Nationen kämpfen dabei in vier Qualifikationszonen um die acht Finalplätze. Im rumänischen Cluj Napoca (= Zone C) werden es dabei Lucas Miedler, Lenny Hampel und Marco Prochazka mit Belgien, Bulgarien, Ungarn, Lettland, Rumänien, Serbien und der Slowakei zu tun bekommen. Prochazka springt dabei für Sebastian Ofner ein, der Martin Pauer aufgrund einer Schulterüberlastung kurzfristig absagen musste. Pauer: "Jetzt reisen wir halt mit einem Rumpfteam nach Rumänien und gehen in einer ziemlich schweren Gruppe als klarer Außenseiter ins Rennen." Im tschechischen Rakovnik (= Zone C) treffen Barbara Haas, Julia Grabher und Karoline Kurz auf Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Frankreich, Holland, Polen und die Türkei. Das Finale der U14-Burschen würde von 2. bis 4. Juli in Magaluf (ESP), jenes der U14-Mädchen in Loano (ITA) über die Bühne gehen.

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