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EUROPAWEITE ERFOLGE: ENSCHEDE, VINKOVCI, STUPAVA, MEGRINE, WARSCHAU

Sechs Österreicher bei fünf Turnieren zwischen Holland und der Slovakei, Polen und Tunesien, überall standen sie in der Runde der letzten acht. Marco Mirnegg (Bild) kam bis ins Finale, Max Raditschnigg bis ins Semifinale. Für Daniel Geib und Yvonne Neuwirth kam im Viertelfinale das Out.

Mirnegg im Finale, Raditschnigg im Halbfinale
Marco Mirnegg/Vinkovci (CRO): Ohne Satzverlust kam der 26-Jährige ins Viertelfinale, ohne Satzverlust geht es auch weiter. Mit druckvollen Vorhandschlägen von der Grundlinie und hohem Percentage beim ersten Aufschlag setzte der an Nummer 1 gesetzte Linzer den Kroaten Mislav Hizak von Anfang unter Druck und konnte dieses Spiel bis zum Matchball erfolgreich durchziehen. Das Resultat: 6/0, 6/4. Im Halbfinale - dem ersten seit Mitte Juni (Koper/SLO) - traf Mirnegg auf die Nummer 8 des Turniers, Zoran Golubovic. Die Erfolgsstrategie behielt er auch hier bei und besiegte den Slowenen 6/2, 6/3. Im Finale, seinem ersten seit dem Challenger im Laibach September 2007, stand das Match bis zum letzten Ballwechsel auf des Messers Schneide. In beiden Sätzen musste das Tiebreak "herhalten", um einen Gewinner zu ermitteln. Letztendlich ging aber der an Nummer 5 gesetzte Kroate Kristijan Mesaros als Sieger vom Court und holte sich in diesem Jahr mit 7/6(4), 7/6(2) sein zweites Turnier nach Arad (ROU) im August.

Max Raditschnigg/Enschede (NDL): Jakub Praibis (CZE) liegt auf Platz 915 in der Weltrangliste, Max Raditschnigg ist 615. im ATP-Ranking. Im ersten Satz des Viertelfinales von Enschede war von diesem Unterschied allerdings nichts zu merken. Der ungesetzte Tscheche machte Druck von der Grundlinie und überraschte den 25-jährigen Steirer immer wieder mit Netzattacken. Auch im zweiten Satz wogte das Spiel hin und her, ein Break brachte letztendlich den Satzausgleich für Radtischnigg. Im dritten Satz verließen Praibis etwas die Kräfte, Raditschnigg nutzte dieses Manko aus, spielte das Match mit 3/6, 7/5, 6/3 nach Hause und sicherte sich damit sein fünftes Future-Semifinale in diesem Jahr. Sein nächster Gegner ist der deutsche Qualifikant Sascha Klör.

Daniel Geib & Björn Propst/Stupava (SVK): Im Viertelfinale kam das Out. Vor allem im ersten Satz war die Nervosität des 18-jährigen Salzburgers nicht zu übersehen. Sein Gegner Jiri Skoloudik (CZE/5/ATP 685) nützte diese Unsicherheit Geibs voll aus und holte sich Satz eins problemlos mit 6/1. Danach wirkte Daniel Geib (TC Salzburg-Bergheim/Q) lockerer und ging in Satz zwei sogar mit 5/3 in Führung, hatte drei gute Möglichkeiten, den Satz für sich zu entscheiden, konnte den "Sack" allerdings nicht zumachen. Der Tscheche, der in dieser Saison bereits 16 Turniere in den Beinen hat, nützte dies aus, zog gleich und hatte ab diesem Zeitpunkt die Nase vorn. Schlussendlich unterlag Daniel einem routinierteren und clevereren Spieler mit 1/6, 5/7. Nach dem gleichen Schema verlief auch das Match von Björn Propst gegen den Tschechen Marek Michalicka. Im ersten Satz konnte er bis zum Tiebreak mithalten, im zweiten kam der Einbruch. Das Resultat: 7/6(1), 6/1.

Yvonne Neuwirth/Megrine (TUN):
Bis in die Runde der letzten acht hatte die 16-jährige Niederösterreicherin keine Probleme gehabt und sich - an Nummer 6 gesetzt - ohne Satzverlust fürs Viertelfinale qualifiziert. Dort unterlag sie etwas überraschend glatt der ungesetzten Anna Shkudun mit 1/6, 1/6. Dass die Ukrainerin derzeit in Hochform spielt, beweist ihr Finaleinzug zuletzt beim ITF Junior Hammam Sousse in Tunesien.

Pia König/Warschau (POL): Zum dritten Mal in dieser Saison kam die 15-jährige Niederösterreicherin in ein Viertelfinale, zum dritten Mal musste sie am Netz ihrem Gegenüber zum Sieg gratulieren. Beim Warschau Cup hatte es das an Nummer 7 gesetzte Nachwuchstalent ohne Satzverlust bis in die Runde der letzten acht geschafft, dort war die Nummer 2 des Turniers allerdings noch eine Nummer zu groß für sie: Die Polin Joanna Nalborska dominierte das Spiel von Anfang an und ging letztendlich als 2/6, 2/6-Siegerin vom Platz.

EU-Erfolg einmal anders
Verstreut in ganz Europa und überall unter den besten acht: Österreichische SpielerInnen ziehen derzeit an einem Strang. Beim 15.000-Dollar-Future in Enschede (NED) steht der an Nummer 5 gesetzte Max Raditschnigg nach einem verletzungsbedingten w.o. seines Gegners Justin Eleveld (NED) ebenso im Viertelfinale wie der topgesetzte Marco Mirnegg beim 10.000-Dollar-Turnier im kroatischen Vinkovci, Björn Propst und Daniel Geib in Stupava (SVK), Yvonne Neuwirth beim "Tournoi International Junior" im tunesischen Megrine und Pia König beim Warschau Cup in Polen.

wowo

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