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ATP

Es ist angerichtet in der Stadthalle

Dominic Thiem startet bei den Erste Bank Open gegen den belgischen Qualifikanten Bemelmans, Dennis Novak spielt gegen den Russen Khachanov, Jürgen Melzer bekommt es mit dem Kanadier Raonic zu tun.

Jürgen Melzer wurde bei seinem letzten ATP-Single-Turnier der starke Kanadier Milos Raonic als Erstrundengegner zugelost. ©GEPA-Pictures

Dominic Thiem startet am Dienstag in die Erste Bank Open 500. Nachdem der ursprünglich zugeloste Gegner Richard Gasquet aus Frankreich wegen einer Handgelenksverletzung absagen hatte müssen, trifft der Weltranglisten-Siebente bei dem mit 2.788.570 Euro dotierten Tennis-Highlight in der Wiener Stadthalle auf den belgischen Qualifikanten Ruben Bemelmans (ATP-134). Kein schlechtes Omen, gegen Gasquet war Thiem im Vorjahr beim Heimturnier im Achtelfinale in drei Sätzen ausgeschieden. Bemelmans ist passabel in Schuss, in der ersten Quali-Runde besiegte er den Steirer Sebastian Ofner.

Sollte Lokalmatador Thiem die Auftakthürde meistern, würde im Achtelfinale mit dem Sieger der Partie zwischen dem Franzosen Jo-Wilfried Tsonga und dem US-Amerikaner Sam Querrey der nächste „Hochkaräter“ warten. In das Rasterviertel des Niederösterreichers wurde auch dessen Kumpel Dennis Novak gelost, der es mit dem starken Russen Karen Khachanov (ATP-26) zu tun bekommt. Der Gewinner dieses Spiels trifft auf den Sieger eines weiteren Erstrunden-„Krachers“ zwischen dem als Nummer fünf gesetzten Japaner Kei Nishikori und dem aufstrebenden US-Boy Frances Tiafoe.

Jürgen Melzer fordert in seinem letzten Einzelturnier auf ATP-Ebene den aufschlagstarken Kanadier Milos Raonic heraus. „Ich bereite mich zum letzten Mal als Einzelspieler auf ein ATP-Turnier vor, das ist schon etwas Besonderes. Wenn dieses Turnier vorbei ist, dann war es das mit der Einzelkarriere. Ich bin schon gespannt, wie es sein wird, wenn der Matchball gespielt worden ist, den du nicht gemacht und verloren hast. Welche Emotionen da hochkommen werden, weiß ich noch nicht, aber es wird sicherlich speziell werden. Gegen Raonic darf ich mir bei meinen Aufschlagspielen keine Blöße geben. Wenn er gut serviert, bist du oft nur Passagier. Trotzdem muss ich schauen, dass ich mir die eine oder andere Breakchance erarbeite. Es wird mit Sicherheit ein interessantes Match werden“, sagte der 37-jährige Niederösterreicher. Sollte Melzer Raonic bezwingen, käme es im Achtelfinale zu einem Aufeinandertreffen mit dem Sieger der Partie zwischen der Nummer zwei des Turniers, dem Südafrikaner Kevin Anderson, und dem Georgier Nikoloz Basilashvili, der heuer die ATP-500-Turniere in Hamburg und Peking gewonnen hat.

Der hervorragenden Besetzung der Erste Bank Open 500 entsprechend kommt es gleich zum Auftakt zu zahlreichen höchst attraktiven Matches. Beim Duell zwischen dem Vorjahres-Halbfinalisten Kyle Edmund (GBR) und Diego Schwartzman (ARG) stehen einander die aktuellen Nummern 15 und 17 der Weltrangliste gegenüber. Nicht weniger brisant sind die Auftaktpaarungen zwischen dem als Nummer vier gesetzten US-Amerikaner John Isner und dem Südkoreaner Hyeon Chung sowie zwischen Titelverteidiger Lucas Pouille (FRA) und dem deutschen Routinier Philipp Kohlschreiber.

Am Samstag sind Jurij Rodionov, Lucas Miedler und Sebastian Ofner in der ersten Quali-Runde gescheitert.

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