Zum Inhalt springen

ATP

Erste Bank Open mit Tsonga, Monfils, ...

... Jürgen Melzer, Tommy Haas & Co! Vier Monate vor dem ersten Aufschlag bei Österreichs größtem Hallenturnier "Erste Bank Open" (12. - 20.10.2013) gab Turnierdirektor Herwig Straka die Verpflichtung "seiner" ersten Superstars bekannt. Im Bild: Gael Monfils.


Paris war für Herwig Straka eine Reise wert! Der Turnierdirektor der von 12. bis 20. Oktober 2013 stattfindenden Erste Bank Openkehrte mit den Engagements der französischen Tennis-Asse Jo-Wilfried Tsonga (Bild unten) und Gael Monfils von den French Open in Roland Garros nach Österreich zurück. Dafür, dass das Teilnehmerfeld exakt vier Monate vor dem ersten Aufschlag in der Erste Bank Wiener Stadthalle bereits hochkarätige Formen annimmt, sorgen weiters Tommy Haas und Jürgen Melzer, die ihr Antreten bei dem mit 571.755 Euro dotierten ATP-Turnier ebenfalls zugesagt haben. Tsonga ließ im Viertelfinale von Roland Garros dem Schweizer Roger Federer nicht den Funken einer Chance und brauste über den 17-fachen Grand-Slam-Turniersieger in drei Sätzen hinweg. Mit dem Vorstoß in die Runde der letzten Vier löste der „Tennis-Ali“, wie er aufgrund seiner Ähnlichkeit mit der US-Boxlegende genannt wird, eine unglaubliche Begeisterung in seiner Heimat aus. Mit dem erstmaligen Einzug in das Semifinale von Paris verbesserte sich Tsonga in der Weltrangliste um eine Position und liegt aktuell auf Rang sieben.

Tsonga

"Unberechenbar und kraftvoll"
Vor allem nach seiner Gala-Vorstellung gegen Federer wurde der 28-Jährige von Experten förmlich mit Lob überschüttet. „Als stärkster Tsonga, den es auf Sand je gab“, wurde er geadelt. Und wenn er sich auf Sand schon so stark präsentiert, dann wird er auch auf Hartplatz in Wien jener Spieler sein, den es zu schlagen gilt. Schließlich hat der Rechtshänder alle seine zehn bisherigen ATP-Turniersiege auf Hardcourt gefeiert – einen davon 2011 bei den Erste Bank Open. In der laufenden Saison trug sich Tsonga beim Heimturnier in Marseille in die Siegerliste ein. Gael Monfils wurde bei den French Open seinem Ruf als einer der spektakulärsten Spieler auf der ATP World Tour wieder einmal vollauf gerecht. Der exzentrische Monfils, der bei vier ATP-Titeln hält, warf in Paris in der ersten Runde in einem Fünfsatz-Thriller den tschechischen Weltranglisten-Sechsten Tomas Berdych aus dem Turnier und riss in dieser über vier Stunden dauernden Marathonpartie die Zuschauer mit wahren Zauberschlägen immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin. „Wir freuen uns sehr darüber, dass Jo-Wilfried Tsonga und Gael Monfils in diesem Jahr zu den Erste Bank Open kommen. Tsonga hat ja nach seinem Sieg im Jahr 2011 sehr gute Erinnerungen an das Wiener Turnier. Mit seinem kraftvollen Tennis ist er ein ebenso attraktiver Spieler wie Monfils, der mit seiner unberechenbaren Spielweise die Fans in allen Stadien der Welt in seinen Bann zieht“, so Straka.

Melzer_Stadthalle

Ticketseller Melzer & Haas
Mit Jürgen Melzer (Bild oben) wird natürlich die heimische Nummer eins auch in diesem Jahr wieder beim größten Tennisturnier des Landes aufschlagen. Seine Triumphe in der Erste Bank Wiener Stadthalle 2009 (Finalsieg über Marin Cilic) und 2010 (Finalsieg über Andreas Haider-Maurer) sind noch in bester Erinnerung. In der laufenden Saison hat der Weltranglisten-36. ein Endspiel in Zagreb und Viertelfinali in Brisbane und Miami zu Buche stehen. Dazu kommt ein Turniersieg bei einem stark besetzten Challenger in Dallas. Herwig Straka: „Die Teilnahme von Jürgen Melzer als Österreichs Nummer eins und Lokalmatador ist für das Turnier sehr wichtig. Ich hoffe, dass er heuer an seine großen Erfolge 2009 und 2010 anknüpfen kann.“ Ein weiterer Anwärter auf den Turniersieg ist auch Tommy Haas (Bild unten): Der mittlerweile 35-Jährige sorgt mit grandiosen Erfolgen bei seinem x-ten Comeback für einen Hype, der nicht nur auf seine deutsche Heimat beschränkt ist. Nachdem Haas im Vorjahr beim Triumph in Halle seinem Freund Roger Federer im Finale die einzige Saison-Niederlage auf Rasen zugefügt hat, liefert er auch heuer ein Husarenstück nach dem anderen ab.

Haas

"Mich muss man bremsen"
Da wäre einmal sein famoser Zweisatzerfolg gegen den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic in Miami, nach dem Haas von deutschen Medien die Bezeichnung „Tommynator“ verpasst bekam. Oder sein ATP-Sieg Nummer 14 Anfang Mai in München, der ganz besondere Emotionen beim gebürtigen Hamburger hervorrief. Oder zuletzt das erstmalige Erreichen des Viertelfinales der French Open. Der Weg dorthin war mit einem unvergesslichen Sieg in der dritten Runde über John Isner gepflastert. Gegen den US-Boy mit dem Kanonenaufschlag verwertete Haas in einem packenden Match, das nicht weniger als 4:37 Stunden dauerte, erst seinen 13. Matchball! Verdienter Lohn dafür war der Vorstoß auf Platz elf in der Weltrangliste. Wie sehr das Feuer in Haas immer noch brennt, beweist folgendes Zitat: „Pushen muss mich niemand. Mich muss man eher bremsen oder beruhigen, wenn es einmal nicht so läuft“, so der Vater einer zweijährigen Tochter, der sich schon auf seinen Auftritt bei den Erste Bank Open freut: „Wien zählt definitiv zu meinen Lieblingsturnieren. Es ist großartig, das Flair dieser Stadt zu genießen. Nur das mit den Kaffeehäusern und den Mehlspeisen wird sicher hart“, befürchtet Haas, der großes Augenmerk auf gesunde Ernährung und seine Fitness legt. „Tommy Haas ist in der weltweiten Tennisszene in aller Munde. Im Vorjahr hat er in Wien seinen 500. Matcherfolg auf der ATP World Tour gefeiert, vielleicht schafft er in diesem Jahr sogar den Turniersieg. Zuzutrauen ist es ihm auf jeden Fall“, ist Straka überzeugt.

Top Themen der Redaktion

ATP

"Es war ein Vergnügen - auch wenn ich verloren habe"

Dominic Thiem unterlag bei den ATP-Finals in London zum zweiten Mal in Folge im Endspiel. Der Niederösterreicher musste sich dem Russen Daniil Medvedev, der mit Fortdauer der Partie immer stärker wurde, in drei Sätzen geschlagen geben.

Wochenvorschau

23. - 29. November 2020

Kalenderwoche 48: Wer? Wann? Wo?

Talent Filip Misolic hat sich in Bratislava für die Qualifikation eingetragen.