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EM IN PILSEN/MOSKAU/KLOSTERS: TOLLER EM-ABSCHLUSS! SILBER FÜR BARBARA HAAS/JULIA GRABHER IM U14-DOPPELBEWERB!

Im Einzel ist Österreich nach den Viertelfinal-Niederlagen von Lucas Miedler und Barbara Haas (Bild) nicht mehr vertreten. Im Doppel eroberten Barbara Haas/Julia Grabher die Silbermedaille.

 


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WEITERE INFORMATIONEN ÜBER DIE U18-EM IN KLOSTERS FINDEN SIE HIER


Aktuelle Resultate
(24.7.2010)

U14-EM in Pilsen
Finale: Barbara Haas/Julia Grabher -  Estelle Cascino/Laura Tanfin (FRA): 3:6, 3:6


Barbara Haas: Sechs Matchbälle vergeben
(24.7.2010)
Es sollte nicht sein, im Einzel der U14-EM in Pilsen hatten Lucas Miedler und Barbara Haas zwar das Edelmetall bereits im Blick gehabt, danach greifen können sie nach ihren Viertefinal-Niederlagen allerdings nicht mehr. Miedler unterlag Joshua Sapwell (GBR/8.) mit 2:6, 4:6, Haas verlor gegen Indy de Vroome (NDL) mit 3:6, 6:4, 6:7(4), wobei Coach Marco Zandomegheni insbesondere die Haas-Niederlage besonders schmerzt: "Sie hat nach hartem Kampf und sechs vergebenenen Matchbällen nur hauchdünn verloren." Im Detail: "Zuerst sah alles nach einer klaren Niederlage von Babsi aus. Sie spielte gegen Indy de Vroome anfangs kein gutes Tennis und lag ziemlich schnell und ohne viel Gegenwehr mit 3:6, 0:2 zurück. Mit dem Rücken zur Wand versuchte Babsi sich gegen die Niederlage zu wehren und fing an, sich ins Spiel rein zu kämpfen. Sie spielte nicht viel besser als vorher, aber man sah an ihrer Körpersprache plötzlich, dass sie das Match noch gewinnen wollte. Punkt für Punkt kämpfte sich Babsi heran und schließlich konnte sie den zweiten Satz mit 6:4 für sich entschieden. Im Entscheidungssatz spielte Babsi anfangs groß auf und zog auf 4:1 davon. Dann der Konter von de Vroome die mit großartigem Tennis auf 4:3 verkürzte. Babsi machte das folgende Game und hatte bei 5:3, 30:40 ihren ersten von sechs Matchbällen. Wie es im Tennis so ist, muss man den letzten Punkt im Spiel machen, was Babsi heute leider nicht gelang. Ein ums andere Mal spielte ihre Gegnerin einen sehr guten Punkt, teilweise auch etwas glücklich, und konnte sämtliche Matchbälle von Babsi abwehren. Schließlich musste der Tiebreak im alles entscheidenden Satz die Entscheidung bringen und darin hatte Babsi leider nicht das glücklichere Ende für sich. Eine sehr bittere, aber sicher lehrreiche Niederlage."

Lucas Miedler: "Nicht schlechter, sondern unerfahrener"
Dass auch Lucas Miedler nicht als Siegerin vom Platz gehen durfte, lag vor allem daran, "dass er zwar nicht der schlechtere Spieler, sondern der unerfahrenere Spieler war. Sein englischer Konkurrent war in den entscheidenden Spielsituationen einfach routinierter und abgeklärter als Luci. Luci spielte phasenweise gutes Tennis, glaubte aber einfach zu wenig an sich und seine Stärken. Er verlor den ersten Satz viel zu einfach mit 6:2. Den zweiten Satz konnte er länger offen halten, verlor aber bei 3:2 ein wichtiges Game, in dem er eine Riesenchance auf das 4:2 ausgelassen hat. Dann bei 4:4 ein äußerst blödes Break kassiert und der Engländer servierte konsequent zum 6:4 aus." Österreichs einzige Chance auf Edelmetall hat damit "nur" mehr das Mädchendoppel Barbara Haas/Julia Grabher. Zandomegheni: "Im Doppelhalbfinale spielte sich Babsi gemeinsam mit Julia ihren Frust vom Einzel von der Seele. Sie führten die bulgarischen Gegnerinnen phasenweise vor und gewannen sicher mit 6:1, 6:2. Silber ist bereits sicher, am Samsstag geht’s gegen Frankreich um die Goldmedaille."


Aktuelle Resultate

(23.7.2010)

U14-EM in Pilsen
Viertelfinale: Lucas Miedler - Joshua Sapwell (GBR/8.): 2:6, 4:6
Viertelfinale: Barbara Haas - Indy de Vroome (NDL): 3:6, 6:4, 6:7(4)
Semifinale: Barbara Haas/Julia Grabher -  Julia Terziyska/Vivian Zlatanova (BUL): 6:1, 6:3

"Zwei Weltklasseleistungen"
(23.7.2010)
Die harten Fakten: Lucas Miedler schlägt im Achtelfinale der U14-EM Tal Goldengoren (ISR) mit 7:6(2), 3:6, 6:2, wenig später zieht Barbara Haas mit ihrem 6:2, 6:3-Sieg über Damira Muminovic (Bosnien-Herz./8.) nach. Für Trainer Marco Zandomeneghi waren das "zwei Weltklasseleistungen". In seiner Aussendung an die tennis austria-Redaktion erläutert er dann im Detail, was er damit meint: "Babsi spielte gegen die Nummer 8 des Turniers, Damira Muminovic aus Bosnien. Nach einigen hart umkämpften Spielen zu Beginn zog Babsi wie schon in den Tagen zuvor das Tempo an und spielte einen richtig guten ersten Satz. Babsi und ihre Gegnerin schlugen auf die Bälle ein als ob es kein Morgen gäbe, wobei Babsi meist das bessere Ende für sich hatte. Sie spielte phasenweise echtes Weltklassetennis und führte die Bosnierin teilweise vor. Ein schnelles 6:2 war das Resultat. Dann stellte die Gegnerin jedoch ihr Spiel komplett um und versuchte aus den harten Schlägen von Babsi immer das Tempo völlig rauszunehmen. Babsi war dabei anfangs etwas zu ungeduldig und lag plötzlich 1:3 zurück. Ab diesem Zeitpunkt jedoch fand Babsi eine Lösung gegen das unangenehme Spiel von Muminovic. Sie spielte ihre Offensivschläge etwas kontrollierter und mit weniger Risiko und ließ die Gegnerin viel laufen. Die Rechnung ging voll auf und Babsi spielte sich mit einer tadellosen Leistung und einem 6:2, 6:3 Sieg ins Viertelfinale. Dort wartet mit Indy de Vroome eine alte Bekannte. Die Holländerin ist im Jahrgang 1996 weltweit aktuell die Nummer 1. Sie steht ITF bereits in den Top 100 und ist wie auch Babsi eine sehr komplette Spielerin. Das einzige Duell der beiden bisher fand vor einem Jahr in Portugal bei einem ETA Kat.1-Event statt. Dort konnte Babsi einen 2:6, 0:3-Rückstand noch in einen Sieg umwandeln. Mal sehen, wer diesmal die Nase vorne hat."

Medaille für die Mädels
Im Achtelfinale des Burschenbewerbs bewies Lucas Miedler erneut, was Zandomeneghi vor wenigen Tagen bewusst geworden ist: "Er strotzt vor Selbstvertrauen und kann hier jeden schlagen." Im Detail: "Lucas verschlief den Start gegen den Israeli Goldengoren und lag schnell 0:3 hinten. Dann drehte er aber auf und führte plötzlich 4:3. Endlos lange Ballwechsel und schöne Punkte auf beiden Seiten waren in diesem Spiel keine Seltenheit. Luci zog das Tempo immer wieder mit seiner starken Vorhand und seinem krachenden Aufschlag an, während der Israeli über sehr gute Topspinschläge verfügte und so Luci immer wieder in Bedrängnis brachte. Nach hartem Kampf konnte Luci den ersten Satz im Tiebreak für sich entscheiden. Der zweite Satz war ebenso auf Messers Schneide, doch leider konnte Luci in der Schlussphase die Punkte nicht mehr so konsequent fertig spielen. Er verlor etwas die Geduld und somit auch den zweiten Satz mit 3:6. Nach einer kurzen Toilettenpause nahm Luci all seine verbliebene Kraft zusammen und rang den Israeli im Entscheidungssatz nieder. Immer wieder attackierte er das Service seines Gegenübers mit der Vorhand und versuchte so die Ballwechsel kurz zu halten. Mit Erfolg wie sich nach dem 7:6, 3:6 und 6:2 herausstellte. Im Viertelfinale kämpft Luci gegen den Engländer Joshua Sapwell um den Einzug ins Semifinale. Nach den Leistungen in den vergangenen Tagen traue ich Luci jetzt alles zu." Einen Schritt weiter bei dieser EM ist bereits das Mädchendoppel: Julia Grabher/Barbara Haas besiegten die Däninnen Martine Ditlef/ Ulirikke Hoeyer mit 6:2, 7:5, "obwohl sie im zweiten Satz schon 1:4 zurücklagen und alles auf ein Matchtiebreak hindeutete.Doch Julia und Babsi zündeten noch einmal den Turbo und drehten den Satz zu ihren Gunsten" (Zandomenghi). Eine Medaille für Österreich ist damit bereits sicher, am Freitag geht es um den Finaleinzug gegen Julia Terziyska/Vivian Zlatanova (BUL).

Aktuelle Resultate
(22.7.2010)

U14-EM in Pilsen
Achtelfinale: Lucas Miedler - Tal Goldengoren (ISR): 7:6(2), 3:6, 6:2
Achtelfinale: Barbara Haas - Damira Muminovic (Bosnien-Herz./8.): 6:2, 6:3


U14: Miedler macht die Punkte
(22.7.2010)
Mit zwölf SpielerInnen war der ÖTV bei den drei Europameisterschaften in Pilsen (U14), Moskau (U16) und Klosters (U18) an den Start gegangen, in den Kampf um Einzel-Edelmetall können nach der dritten Spielrunde aber "nur" mehr Lucas Miedler und Barbara Haas eingreifen, da Sebastian Ofner, Denise Maxl, Sebastian Stiefelmeyer, Patricia Haas und Pia König bei ihren Drittrunden-Partien nicht als Sieger vom Platz gehen konnten (siehe dazu unten: "Aktuelle Resultate"). Lukas Miedler und Barbara Haas bewiesen dafür umso eindrucksvoller "das gute Niveau des österreichischen Tennisnachwuchses", so Coach Marco Zandomeneghi. Miedler traf dabei auf den Bulgaren Alawi, "der eine sehr offensive Spielanlage hat und um jeden Punkt kämpft" und besiegte ihn mit 7:6(8), 6:3. Der Spielverlauf aus der Sicht des Trainers: "Lucas startete sehr konzentriert und aktiv in das Match und hatte bis zum 5:2 im ersten Satz seinen Gegner unter Kontrolle. Dann lehnte sich Luci wieder etwas zurück und beschäftigte den Bulgaren nicht mehr so gut und konsequent wie zu Beginn ... "

Schlagabtausch im Tiebreak
"... Der Gegner kam auf, diktierte mehr und mehr die Ballwechsel und konnte sich sogar ins Tiebreak retten. Dadurch dass Luci nicht konsequent Druck ausübte, sondern immer wieder zu langsam spielte, kam es im Tiebreak zu einem wahren Schlagabtausch. Zwei guten Punkten von Luci folgten zwei gute Punkte des Gegners. Luci lag immer knapp voran, konnte aber den Satz nicht zumachen. Nach drei vergebenen Satzbällen hatte der Bulgare dann bei 8:7 seinerseits einen Satzball für sich. Luci jedoch kämpfte zurück und sicherte sich den ersten Durchgang im Tiebreak mit 10:8. Der zweite Satz verlief anfangs ähnlich umkämpft bis 3:3. Dann legte Luci jedoch einen Zahn zu und spielte wieder deutlich aktiver. Mehr eigene Punkte und auch deutlich mehr Fehler des Gegners waren die Folge und Luci zog nach einem Arbeitssieg mit 7:6, 6:3 in die Runde der letzten 16 ein. Am Donnerstag spielt Lucas dann gegen den starken Israeli Tal Goldengoren. Wenn Luci auf diesem Niveau weiterspielt ist das sicher eine lösbare Aufgabe."

U14: Haas holt den Sieg
Ebenfalls rasch als lösbare Aufgabe stellte sich für Barbara Haas ihre Partie gegen Dejana Radanovic heraus. Zwar war Radanovic, so Zandomeneghi "eine Scharfschützin wie sich im Match herausstellte", den Sieg konnte ihr die Serbin aber nicht aus der Hand reißen. "Babsi bekam überhaupt keinen Rhythmus, weil die Gegnerin sehr früh im Ballwechsel den Punkt suchte. Nach anfänglich drei hart umkämpften Games legte Babsi noch etwas zu und gewann Satz 1 sicher mit 6:1. Als es im zweiten Satz anfangs ähnlich gut weiterging und Babsi mit 3:0 in Führung lag, sah alles nach einem schnellen Satz aus, doch die Serbin kam nochmal auf. Sie traf plötzlich wieder viele Bälle in die Ecken und glich zum 3:3 aus. Es blieb aber glücklicherweise bei einem kurzen Aufflackern und Babsi gewann relativ sicher mit 6:,1 6:3. Als nächste Gegnerin steht Babsi die Nummer 8 des Turniers aus Bosnien Damira Muminovic gegenüber."

Aktuelle Resultate
(21.7.2010)

U14-EM in Pilsen
3. Runde: Lucas Miedler - Andrey Alawi (BUL): 7:6(8), 6:3
3. Runde: Barbara Haas - Dejana Radanovic (SRB): 6:1, 6:2
3. Runde: Sebastian Ofner - Philip Gresk (POL/3.): 5:7, 5:7
"Ein Duell zweier Spieler die unterschiedlicher nicht sein können, auf der einen Seite Sebastian Ofner mit einer Körpergröße von 1,55 m und auf der anderen Seite der Polnische 1,95 m Riese Philip Gresk. Sebastian spielte taktisch gut undkämpfte wie ein Löwe gegen die scheinbar unbezwingbare Nummer 3 Europas."
(Marco Zandomeneghi)

U16-EM in Moskau:
3. Runde: Denise Maxl - Silvia Garcia-Gimenez (ESP): 2:6, 3:6
"In diesem Match wäre sicher mehr drinnen gewesen. Im ersten Satz war Denise gegen die sehr solide spielende Gegnerin zu ungeduldig. Im zweiten Satz konnte Denise das wichtige 4:3 nicht machen und Garcia Jimenez spielte das Match sehr entschlossen zu Ende."
(Matthias Schuck)

U18-EM in Klosters
3. Runde: Sebastian Stiefelmeyer - Alessandro Colella (ITA/11.): 4:6, 1:6
"Eine sehr schwierige Aufgabe für Sebastian, da Collela letzte Woche immerhin Linz gewonnen hat und nur wenige Fehler macht. Im ersten Satz hätte er Chancen gehabt, da Collela müde war. Im zweiten Satz war nichts drinnen, da der Italiener null Fehler macht und man ihn auch nicht "erschießen" kann, da er alles erwischt."
(Gerald Hebein)

3. Runde: Patricia Haas - Christina Dinu (ROU/3.): 2:6, 6:4, 1:6
"Sie hat sehr gut gespielt, hat allerdings im ersten Satz keinen Rhythmus gefunden, da Dinu sehr schnell spielt. Im zweiten Satz hat sie besser ins Match hineingefunden. Im dritten Satz war sie allerdings innerhalb von zehn Minuten 0:4 hinten und war dadurch auch psychisch etwas geknickt."
(Gerald Hebein)

3. Runde: Pia König - L. Arruabarrenoa-Vecino (ESP): 5:7, 2:6
"Die Spanierin ist 385. in der WTA-Weltrangliste. Pia hat dennoch irsinnig stark gespielt und im ersten Satz 5:5 und 40:0 gehabt, hat das Game aber leider verloren. Der zweite Satz war dann auch nicht so glatt, wie es das Ergebnis vielleicht aussehen lässt."
(Gerald Hebein)

U14: Barbara Haas in Richtung Gold?
(21.7.2010)
Am zweiten Spieltag der U14-EM in Pilsen musste Trainer Marco Zandomeneghi zwar die erste Niederlage eines seiner Schützlinge (Julia Grabher) mitverfolgen, konnte danach aber "nur meine Hochachtung vor den gezeigten Leistungen von Julia in den letzten Wochen" ausdrücken. "Erster ITF-Titel, zahlreiche gewonnene und lehrreiche Matches und viel Selbstvertrauen getankt. Gegen Jelena Ostapenko war leider der Akku völlig leer, und Julia konnte zu keinem Zeitpunkt an die Leistungen der letzten Tage und Wochen anknüpfen. Vor allem mental wirkte Julia sehr müde und ausgelaugt. Am Ende waren es aber die vielen leichten Eigenfehler die zum 3:6, 2:6 führten." Was Grabher an diesem Tag nicht gelingen wollte, setzte Lucas Miedler in seinem Match gegen Europas Nummer 4, Oliver Nagy (HUN), dafür umso beherzter um. Zandomeneghi: "Luci spielte phasenweise ein Tennis auf sehr hohem internationalen Niveau und konnte mit dem Slovaken in allen Belangen mithalten. Einzig beim „Zumachen“ des ersten Satzes hatte Luci Probleme und verwandelte seinen erst fünften Satzball zum 6:4. Der zweite Satz verlief dann genau umgekehrt, der Slowake ging mit 5:3 in Führung, hatte sogar schon Satzbälle, konnte jedoch seinerseits den Satz nicht zumachen. Luci erkämpfte sich die folgenden vier Games und somit auch den Matchgewinn. Ein überraschender, aber gleichzeitig sehr erfreulicher Sieg von Lucas über die Nummer 4 von Europa. Für mich ein Zeichen dass sich auch die österreichischen Burschen vor der internationalen Spitze nicht verstecken müssen." Im letzten Einzel des Tages mit österreichischer Beteiligung traf Barbara Haas auf Laura Tanfin (FRA). "Es war von Beginn an ein Match auf Messers Schneide mit sehr langen und intensiven Ballwechseln", so Marco Zandomeneghi. "Die Französin spielte sehr abgeklärt und clever, Babsi hielt aber voll dagegen. Mitte des ersten Durchgangs kam dann die entscheidende Phase, in der Babsi das Tempo anzog und und noch präziser spielte. Die Französin konnte nichts mehr entgegen setzen und Babsi gewann den ersten Satz mit 6:3. Im zweiten Satz spielte Babsi spielte noch aggressiver und scheuchte die Französin über den Platz. Der größere Kampfgeist und eine taktisch und mental äußerst professionelle Leistung verhalf ihr schließlich zu einem hart umkämpften 6:3, 6:3-Sieg. Wenn sie so weiterspielt, kann Babsi sicher ein ernstes Wörtchen um den EM-Titel mitreden."

U16: "Maxl hält die Fahnen hoch"
Bei der U16-EM in Moskau wurde das vierköpfige Team von Trainer Matthias Schuck innerhalb der ersten beiden Spieltage um 75 Prozent reduziert. Nur Denise Maxl schaffte es, "die österreichischen Fahnen hochzuhalten. Gegen die Griechin Despoina Vogasari spielte sie von Beginn an druckvoll und versuchte die Bälle früh zu nehmen. Sie konnte sich im ersten Satz klar absetzen, ließ aber die Gegnerin noch einmal herankommen. Im entscheidenen Moment wurde sie aber wieder aktiver und ließ dann im zweiten Satz nichts mehr anbrennen." Das Resultat: 6:4, 6:2 für Maxl. Anna-Maria Heil gegen Zuzanna Maciejewska ("Konnte nicht den Rhythmus finden"), Markus Ahne gegen Blaz Bizjak  ("Konnte nicht die Bigpoints für sich entscheiden") und Johannes Schretter gegen Moos Sporken ("Die Strapazen der letzten Wochen machten sich bemerkbar") verloren hingegen ihre Partien.

U18: "Mehr als nur zufrieden"
Bei der U18-EM in Klosters ist Trainer Gerald Hebein mit der Leistung seiner Schützlinge (3 Siege, 1 Niederlage) "bisher mehr als nur zufrieden." Sebastian Stiefelmeyer traf nach einem Freilos zum Auftakt auf Vugar Aliew (AZE) und konnte ihn trotz einem 3:0-Rückstand im ersten Satz mit 6:4, 6:4 schlagen. Patricia Haas spielte gegen die Schweizerin Mateja Kraljevic "ein glattes Match, hat souverän das Tiebreak im zweiten Satz gewonnen und das Match mit 6:1, 7:6(4) gewonnen." Den längsten Atem benötigte Pia König. "Weil sie zuletzt nicht allzu viel gewonnen hat, war sie im ersten Satz gegen Ana Claro (POR) noch verunsichert", so Hebein, "hat sich dann aber sehr gut gefangen und mit 2:6, 7:5, 6:2 gewonnen." Ausgeschieden ist hingegen Patrick Ofner gegen den an Nummer 2 gesetzten Tschechen Jiri Vesely. Das Resultat: 6:3, 3:6, 4:6. "Heute hätte er's aber in der Hand gehabt, diesen Topspieler zu schlagen", trauert Hebein einer möglichen Sensation nach. "Im zweiten Satz war er 2:1 vorne und nur einen Punkt vom 3:1 entfernt, als Vesely einen Netzroller hatte und ihn damit ein bißchen aus dem Konzept gebracht hat. Im dritten Satz hat Patrick 2:0 geführt und war nur einen Ball vom 3:0 entfernt."
 

Aktuelle Resultate
(20.7.2010)

U14-EM in Pilsen

2. Runde: Lucas Miedler - Oliver Nagy (HUN/4.): 6:4, 7:5
2. Runde: Sebastian Ofner - Mikus Losbergs (LAT): 7:5, 6:1
2. Runde: Barbara Haas - Laura Tanfin (FRA): 6:3, 6:3
2. Runde: Julia Grabher - Jelena Ostapenko (LAT/16.): 3:6, 2:6

U16-EM in Moskau:

2. Runde: Markus Ahne - Blaz Bizjak (SLO): 4:6, 5:7
2. Runde: Johannes Schretter - Moos Sporken (NED): 3:6, 0:6
2. Runde: Anna-Maria Heil - Zuzanna Maciejewska (POL): 2:6, 4:6
2. Runde: Denise Maxl - Despoina Vogasari (GRE): 6:4, 6:2

U18-EM in Klosters

Sebastian Stiefelmeyer - Oystein Steiro (NOR): 6:4, 6:4
Patrick Ofner - Jiri Vesely (CZE): 6:3, 3:6, 4:6
Patricia Haas - Mateja Kraljevic (SUI): 6:1, 7:6(4)
Pia König - Ana Claro (POR): 2:6, 7:5, 6:2

Drei Matche, drei Siege
(20.7.2010)
Zwölf ÖsterreicherInnen sind derzeit bei drei Europameisterschaften (U14, U16, U18) im Einsatz, zehn sind nach dem ersten Spieltag noch im Bewerb. Die beste "Quote" hatte dabei das U14-Team in Pilsen bzw. die U18-Mannschaft in Klosters (siehe unten "6:0, 6:0 zum Auftakt"). "Drei Spiele, drei Siege für Österreich! Was will man mehr", jubelt Trainer Marco Zandomeneghi (U14), der Sebastian Ofner, Lukas Miedler, Barbara Haas und Julia Grabher vor Ort betreut und für tennis austria einen Blick hinter die Kulissen wirft. "Nachdem Babsi und ich bereits am Samstag planmäßig nach Pilsen gereist sind, um uns auf die U14-EM vorzubereiten, kamen gestern dann die restlichen Team-Mitglieder hier an. Julia Grabher kam direkt von Griechenland mit einem Turniersieg im Doppel und einem Semifinaleinzug im Einzel im Gepäck nach Pilsen, Sebastian Ofner und Lucas Miedler spielten letzte Woche das ETA-Kat-1 Turnier in Leeuwarden (NED). Nach einer lockeren, aber sehr guten Trainingseinheit und dem Captains-Meeting warteten wir am Sonntagabend gespannt auf die Auslosung. Insgesamt sind die 86 besten Burschen und die 80 besten Mädchen aus ganz Europa hier im Einsatz. Jedes Land nominiert die zwei Jahrgangsbesten, die allesamt um den begehrten EM-Titel kämpfen."

"Es wird schwieriger werden"
Mit Ausnahme von Barbara Haas waren am Montag alle Österreicher im Einsatz und bestritten ihr Erst- bzw. Zweitrundenmatch. Zandomeneghi: "Lucas begann den Tag mit einem Sieg gegen den Zyprioten Michail Pervolarakis. Lucas begann gut und führte schnell mit 3:0. Dann verlor er etwas die Spannung und ließ den Gegner zu viel Luft zum Atmen. Nach einigen unnötigen Fehlern und einer teilweise zu nachlässigen Vorstellung gewann Lucas am Ende trotzdem den ersten Durchgang mit 6:4. Im zweiten Satz dann ein ähnliches Bild. Obwohl Lucas der deutlich bessere Spieler war, ließ er seinen Gegner mit zahlreichen Unkonzentriertheiten „am Leben“. Schließlich gewann Luci den zweiten Durchgang aber relativ sicher mit 6:3. Am Dienstag wird die Aufgabe dann etwas schwieriger. Mit Oliver Nagy (HUN) wartet schließlich die Nummer 4 von Europa.

"Aus dem letzten Loch"
Nach einer kurzen Verschnaufpause für mich, ging’s dann weiter mit dem Spiel von Julia gegen die Dänin Ulrikke Hoeyer. Julia sagte mir vor dem Match einige Dinge, die sie versuchte umzusetzen, was sie anfangs auch perfekt schaffte – 6:0, nach einer taktischen Meisterleistung. Dann allerdings hatte Julia einen kleinen Aussetzer und verlor kurz den Faden. Bei 1:3 machte ich sie wieder auf ihren „Match-Plan“ aufmerksam und postwendend kam der Erfolg zurück. Julia gewann die nächsten fünf Spiele in Folge und somit das Match mit 6:0, 6:3. Sieht man vom kleinen Rückschlag Anfang des zweiten Satzes ab, lieferte Julia eine tolle Leistung. Außerdem muss man bedenken, dass Julia schon seit mehreren Wochen unterwegs ist und dadurch auch körperlich und mental schon ziemlich aus dem letzten Loch pfeift. Deshalb hat sie umso mehr meinen Respekt vor dieser Leistung. Am Dienstag bekommt es Julia mit der Nummer 16 des Turniers, der Lettin Jelena Ostapenko, zu tun. Ein schwieriges aber sehr interessantes Match für Julia, gilt ihre Gegnerin doch weltweit als eine der besten Spielerinnen im 97er Jahrgang."

"Duell der Gegensätze"
Zum äußerst positiven Abschluss des heutigen Tages trug dann noch der Sieg von Sebastian bei. „Ofi“ hatte genauso wie sein Gegner, der Lette Mikus Losbergs, ein Freilos in Runde 1 und somit war die Begegnung bereits ein Spiel aus der 2. Runde. Sebastian startete gut und beschäftigte anfangs den eher laufschwachen, aber durchaus gefährlichen Gegner sehr geschickt. Bei 2:0 ruhte er sich etwas auf seinem Vorsprung aus und war nicht mehr so konsequent wie zu Beginn. Der Lette nutzte das sofort aus und ging seinerseits mit 3:2 in Führung. Es entwickelte sich ein äußerst spannender Satz in dem der Lette bei 5:4 bereits auf den Satz servierte. Sebastian erkämpfte sich aber den ersten Satz schließlich doch noch mit 7:5. Im zweiten Satz spielte Sebastian dann viel konsequenter und dadurch auch besser. Er baute sich die Punkte wie vorher besprochen gut auf und entschied diese dadurch auch öfter für sich. Ein solides 6:1 im zweiten Satz war die Folge. Am Dienstag ist Sebastian spielfrei, bevor er übermorgen dann wahrscheinlich gegen die Nummer 3 von Europa, den Rumänen Philipp Gresk, wieder ins Geschehen eingreift. Dieses Duell wird insofern spannend, weil es ein Duell der Gegensätze wird. Auf der einen Seite der rumänische Zwei-Meter-Junge mit dem harten Aufschlag und auf der anderen Seite der kleine Sebastian mit all seinen Stärken und Waffen." Am Dienstag spielt Babara Haas ihr erstes Match bei der EM. Zandomeneghi: "Sie erwartet eine schwere Aufgabe gegen die Französin Laura Tanfin, eine sehr komplette und reife Spielerin. Typisch Frankreich eben."

6:0, 6:0 zum Auftakt
Bei der U16-EM in Moskau sind gemeinsam mit Coach Matthias Schruck Johannes Schretter, Markus Ahne, Anna-Maria Heil und Denise Maxl im Einsatz. Markus Ahne und Anna-Maria Heil unterlagen dabei jeweils nach einem Freilos in Runde 1 Blaz Bizjak mit 4:6, 5:7 bzw. Zuzanna Maciejewska mit 2:6, 4:6. Johannes Schretter trifft (ebenfalls nach einem Freilos zum Auftakt) in der zweiten Runde auf Moos Sporken, Denise Maxl bekommt es in der zweiten Runde mit Despoina Vogasari (GRE) zu tun. In Klosters eröffnete Patrick Ofner "seine" U18-EM mit einem 6:0, 6:0 über den Liechtensteiner Timo Kranz und trifft nun in Runde 2 auf die Nummer 2 der EM, den Tschechen Jiri Vesely. Auch Patricia Haas nahm ihre gute Form der letzten Wochen auch in die Schweiz mit und steht nach einem 6:1, 7:6(4)-Sieg über Mateja Kraljevic (SUI) bereits in der dritten Runde und trifft dort auf die an Nummer 3 gesetzte Rumänin Cristina Dinu. Etwas härter hatte Pia König zu kämpfen - für sie war erst nach einem hart umkämpften Drei-Satz-Sieg (2:6, 7:5, 6:2) über Ana Claro (POR) der Weg in die dritte Runde frei. Dort trifft sie auf die Spanierin Arruabarena-Vecino. Sebastian Stiefelmeyer (ITF 90) trifft nach einem Freilos in der ersten Runde auf Vugar Aliev (AZE/ITF 991)

I'm from Austria!
(13.7.2010)
Normalerweise sind sie als Einzelkämpfer unterwegs, die vor Beginn ihres Matches zum Relaxen über ihren Ipod vielleicht den aktuellsten Song von Lady Gaga oder den von Katy Perry im Ohr haben. In den kommenden Wochen wird für einen Großteil von Österreichs besten Nachwuchsspielern/Innen allerdings vieles anders werden. Statt "Alejandro" oder "California Gurls" wird nämlich die Bundeshymne aus diversen Lautsprechern drönen, bevor es dann für sie zum ersten Aufschlag geht: Am Programm steht für diverse Nationalteams in drei Altersklassen zuerst die Junioren-EM und gleich im Anschluss daran für Österreichs U16-SpielerInnen die Qualifikationsbewerbe für den Summer Cup 2010.

Folgende SpielerInnen sind nominiert:

U14-EM in Pilsen (19.-25.7.2010): Sebastian Ofner, Lukas Miedler, Barbara Haas, Julia Grabher.
Coach: Marco Zandomeneghi

U16-EM in Moskau (19.-25.7.2010): Johannes Schretter, Markus Ahne, Anna-Maria Heil, Denise Maxl.
Coach: Mattias Schuck

U18-EM in Klosters (19.-25.7.2010): Patrick Ofner, Sebastian Stiefelmeyer, Patricia Haas, Pia König.
Coach: Gerald Hebein

U16-Summer Cup in Ankara (28.-30.7.2010): Denise Maxl, Anna-Maria Heil, Christine Kandler, Lisa Wegmair.
Coach: Mark Gellard

U16-Summer Cup in Herzliya (28.-30.7.2010): Johannes Schretter, Markus Ahne, Dominic Weidinger, Linus Erhart.
Coach Jürgen Hager

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