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ATP

Eine Sternstunde dauert 167 Minuten

Nach dem Sieg gegen Roger Federer zwang Dominic Thiem Novak Djokovic in die Knie und qualifizierte sich bei den ATP-Finals als Gruppensieger vorzeitig für das Halbfinale. Im bedeutungslosen Match gegen Berrettini war Thiem ohne Chance.

©GEPA-Pictures

Dominic Thiem erreichte bei den ATP World Tour Finals, wo die besten acht Spieler der Saison am Start sind, als erster Österreicher das Halbfinale. Der 26-Jährige gewann in der ausverkauften Londoner O2-Arena auch sein zweites Spiel in der Gruppe „Björn Borg“ - nach dem 7:5, 7:5 gegen Roger Federer rang Thiem mit Novak Djokovic auch den zweiten Superstar nieder, der Niederösterreicher entschied den Tennis-Krimi nach 2:47 Stunden mit 6:7 (5), 6:3, 7:6 (5) für sich. Schon vor dem bedeutungslosen Duell mit dem Italiener Matteo Berrettini, das der Österreicher am Donnerstag 6:7 (3), 3:6 verlor, war Thiem als Gruppensieger festgestanden. Er wird sich am Samstag mit dem Zweitplatzierten der Gruppe "Andre Agassi" messen. Als Gegner kommen Tsitsipas, Nadal, Zverev und Medvedev infrage.

Thiem spielte gegen Djokovic herausragendes Tennis, ging volles Risiko, schlug 51 Winner. „Das war wirklich ein episches Match. Ich habe eine echte Legende unseres Sports geschlagen. Ich könnte nicht glücklicher sein“, sagte der Sieger. „Ich habe bei 6:5 im dritten Satz auf das Match serviert, aber ich habe gegen den besten Return-Spieler überhaupt gespielt. Dann habe ich mich auf das Tiebreak fokussiert. Da bin ich von 1:4 zurückgekommen, hatte auch ein bisschen Glück, und generell war es einfach ein unglaubliches Match. Ich werde es nie vergessen. Das war eines dieser Matches, für die man trainiert. Ich war vom ersten Punkt weg voll dabei. Ich habe gekämpft und bin immer drangeblieben. Ich bin immer offensiv und bei meinem Matchplan geblieben“, sagte der zweifache French-Open-Finalist nach dem vierten Sieg im zehnten Duell mit Djokovic .„Und ich habe mich für das Halbfinale qualifiziert – das ist das Beste.“

Djokovic war voll des Lobes für den Lichtenwörther. „Ich weiß, dass er ein hohes Level spielen kann. Aber heute war er einfach phänomenal. Er hat verdient gewonnen. Er hat sehr couragiertes Tennis gespielt und hat auf jeden Ball draufgedroschen. Er hat das gesamte Match wie den letzten Punkt gespielt. Da kann ich nur meinen Hut ziehen.“

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