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Ein Tross am Wörthersee

„ITF Super-Seniors Championships“, ein sportliches Großprojekt in Kärnten: Von 9. bis 22. September ermitteln rund 1.000 Tennis-SeniorenInnen aus 40 Ländern auf den Turnierschauplätzen Klagenfurt, Villach und Pörtschach (im Bild: Werzer Tennisarena) ihre WeltmeisterInnen. Einziger Titelverteidiger aus Österreich ist Tennislegende Peter Pokorny, der 2012 Gold im Einzel, Doppel sowie mit der Mannschaft gewinnen konnte.


Bereits zum zweiten Mal nach 2002 (Velden) wird Kärnten von 9. bis 22. September mit Klagenfurt, Villach und Pörtschach Austragungsort der ITF Super-Senior World Tennis-Championships sein. „In der ersten Wettbewerbswoche werden die SpielerInnen im Rahmen der ITF-Super-Seniors World Team Championships (Mannschaft-WM) ihre Länder 3vertreten, bevor sie in der zweiten Woche im Einzelbewerb (World Individual Championships) um die Medaillen kämpfen werden“, so ITF-Präsident Francesco Ricci Bitti. „An diesen Veranstaltungen werden mehr als 600 SpielerInnen teilnehmen – unterteilt in jeweils Fünf-Altersklassen von 60 bis 85. Und erstmals werden heuer auch in der Altersklasse Frauen 85 Medaillen vergeben.“

Alte Rivalitäten, neue Freundschaften
Einige Zahlen und Daten dieser von ITF und ÖTV gemeinsam organisierten Großveranstaltung im Detail: Insgesamt wird im Rahmen der WM auf 65 Tennisplätzen gespielt werden – aufgeteilt auf die Anlagen von TC Werzer, TC Pörtschach, Hotel Schloss Leonstain (alles Pörtschach), TC Techelsberg, Union Klagenfurt, KLC Klagenfurt (beides Klagenfurt), Sportpark Warmbad-Villach und Villach ASKÖ (beides Villach). Bei den World Team Championships in der ersten Woche treten in Klagenfurt 38 Teams (ca. 140 TeilnehmerInnen) und in Pörtschach 56 Teams (ca. 300 TeilnehmerInnen) an. In Villach haben 35 Teams genannt, das entspricht ca. 125 SpielerInnen. Dies bedeutet insgesamt in etwa 565 TeilnehmerInnen für die erste Woche. In der zweiten Woche werden im Rahmen der  Individual Championships SpielerInnen aus 40 Nationen um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Die weitesten Anreisen werden dabei SpielerInnen aus Argentinien, Brasilien, Kanada, Südafrika, USA, Australien, Japan, Costa Rica oder Zimbabwe auf sich nehmen. Trotz des hohen Aufwands, den viele SpielerInnen auf sich nehmen, unterscheiden sich laut ITF-Präsident Ricci Bitti Senioren-Weltmeisterschaften stark von „normalen“ ATP- oder WTA-Turnieren: „Wettbewerb ist nur ein Teil von alldem, was diese Ereignisse eigentlich bedeuten. Die sehr angenehme und gesellige Natur dieser Events wird viele SpielerInnen dazu veranlassen, alte Rivalitäten zu erneuern, sich mit Freunden zu treffen und dennoch die Gelegenheit zu genießen, sich im Wettkampf zu messen."

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All around the world
Die Wurzeln der ITF Super Senior World Tennis-Championships liegen bereits 32 Jahre zurück: 1981 wurde die erste Senioren-WM gespielt. Damals noch für lediglich vier Altersklassen – mittlerweile hat sich diese Zahl auf 21 Altersklassen mit mehr als 1.000 SpielernInnen sowohl im Einzel als auch im Doppel erhöht. Da diese Wettbewerbe bei den SpielernInnen seit der ersten WM immer beliebter wurden, traf die ITF im Jahr 1993 die Entscheidung, Weltmeisterschaften künftig für zwei unterschiedliche Altersbereiche durchzuführen: ITF Seniors (= 35 – 55) und Super Seniors (= 60 bis 85 bei den Herren bzw. 60 bis 80 bei den Damen). Der hohe Beliebtheitsgrad sowohl bei SpielernInnen als auch Organisatoren lässt sich auch an den Schauplätzen der Senioren-Weltmeisterschaften ablesen, die sich mittlerweile über den gesamten Globus erstrecken: Im Vorjahr fand die WM z. B. in Umag (CRO) statt, 2011 in Antalya (TUR), 2009 in Perth (AUS), 2007 in Christchurch (NZL),  2004 in Philadelphia (USA), 2002 in Velden (AUT).

Peter Pokorny: Markenzeichen & Tennislegende
Einziger Titelverteidiger aus Österreich wird diesmal wie schon so oft Tennislegende Peter Pokorny (im Bild oben) sein: Im Vorjahr konnte der 73-jährige Steirer bei der Super Seniors-WM in Umag (CRO) weder im Einzel noch im Doppel und auch nicht in der Team-WM (gemeinsam mit Peter Fuchs, Herbert Petter, Hans Gradischnig) geschlagen werden. „Er ist das Markenzeichen unter den österreichischen Tennissenioren, ist Titelverteidiger in der Klasse 70+ und spielt jeden Tag noch zwei bis drei Stunden Tennis", so ÖTV-Präsident Ronnie Leitgeb. Und auch diesmal geht Pokorny, „der 2012 seinen achten Einzel-WM-Titel gewinnen konnte“ (Ricci Bitti), als einer der  ganz großen Favoriten ins Rennen. Pokornys beeindruckende Statistik in diesem Jahr: Sowohl im Einzel als auch im Doppel führt er die Weltrangliste (Herren 70) an. Sämtliche seiner acht Einzel-Turniere 2013 konnte er gewinnen und musste dabei gegen seine insgesamt 33 Gegner bloß einen einzigen Satz – im Viertelfinale der Senioren-EM (indoor) in Seefeld – abgeben (Stand: 2.9.2013). Das Erfolgsgeheimnis von Österreichs ehemaligem Davis Cup-Kapitän (1981 / 82) klingt einfach: „Ich spiele immer nur den nächsten Punkt, den will ich machen. Die Games zähle ich gar nicht wirklich mit.“ Außerdem: „Ich bilde mir ein, in den letzten zehn Jahren nicht langsamer geworden zu sein. Es geht vor allem darum, sich fit zu halten.“

Links
> Super Seniors Championships | Website
> alle Medaillen-GewinnerInnen seit 1981 | Download
> "Standard"-Interview mit Peter Pokorny | Website
> ITF Tennis | Website

http://www.itftennis.com/seniors/home.aspx

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