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EHRUNG: PETER POKORNY BEKOMMT DEN EUROPEAN LIFETIME AWARD

Österreichs erfolgreichster Tennisspieler in der Seniorenkategorie, Peter Pokorny (im Bild links), wurde in Paris in einer speziellen Zeremonie für all seine Titel und sein Schaffen auf nationaler und internationaler Ebene ausgezeichnet.

Peter Pokorny für sein Lebenswerk ausgezeichnet
Große Ehre für Österreichs Tennis: Erstmals wurden während der French Open vier der erfolgreichsten und herausragendsten Senioren-Tennisspieler mit dem neugeschaffenen "European Lifetime Senior Champion Award" - quasi für ihr Lebenswerk - ausgezeichnet. Einer davon war Peter Pokorny, die Tennislegende aus Graz, der die Grundbedingung für diesen Award - mindestens fünf World Championship- und zehn European Championship-Titel während der Seniorenkarriere - ebenso erfüllte wie die anderen Titelträger Heide Orth (GER), Marie Pinterova (CZE) und Istvan Gulyas (HUN).

Wie alles begann
Den ersten Tennisschläger hatte er sich 1946 im Alter von sechs Jahren mit dem als Ballbub verdienten Geld gekauft. Seither ist viel Zeit im Leben des mittlerweile 67-jährigen Peter Pokorny verstrichen. Mit 12 Jahren erfolgte die Berufung in das U18-Jugendteam des ASV Graz, mit 14 stand er im Finale der steirischen U18-Meisterschaften, mit 18 wurde Peter Pokorny österreichischer Jugendmeister, und mit 19 Jahren holte er sich den ersten von über zwei Dutzend steirischen Meistertiteln. 1963 feierte Peter Pokorny sein Davis Cup-Debüt gegen Israel. 1965, 1966 und 1968 holte der Grazer die Staatsmeistertitel im Herreneinzel, über zwanzig weitere in diversen Bewerben sollten folgen. Bis 1973 war Peter Pokorny fixer Bestandteil des Davis Cup-Teams, mit dem er in den frühen Siebzigern an der Seite von Hans Kary große Erfolge feiern konnte. 1971 verlor man knapp gegen Deutschland. Pokorny unterlag dabei dem Wimbledonfinalisten Wilhelm Bungert nach hartem Kampf und vergebenen Matchbällen im fünften Satz. Im Jahr davor, 1970, kam es zum historischen 3:2-Auswärtssieg gegen die damalige Tennisgroßmacht England. Erst die Franzosen konnten die österreichische Mannschaft im Stade Roland Garros stoppen. 1973 feierte Peter Pokorny seinen größten Erfolg, er holte den Titel bei den internationalen deutschen Hallenmeisterschaften in Bremen. 1986 erfolgte der Einstieg ins internationale Seniorentennis. „Anfangs stotterte der Motor noch ein wenig“ (Pokorny), aber seit ungefähr zehn Jahren läuft es für den Ex Profi wie geschmiert: mehr als 50 Europameistertitel, 7 Mannschaftsweltmeistertitel, 6 WM-Herrendoppeltitel, 5 WM-Herreneinzeltitel.

wowo

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