Ehrung für einen Ausnahmesportler

Der Name Martin Legner ist auch all jenen, die im Rollstuhltennis nicht fachkundig sind, seit langer Zeit ein Begriff. Die langjährige österreichische Nummer eins (links im Bild) wurde am vergangenen Samstag bei den Austrian Rollstuhltennis Masters im Tennis Point Vienna für 25 Jahre als aktiver Spieler geehrt. Den Titel holte sich diesmal aber – mit einem Finalsieg über Legner – der Steirer Thomas Mossier (rechts im Bild).

Herbstzeit ist Masters-Zeit, so auch im Rollstuhltennis. Wie jedes Jahr folgten die acht besten Herren im Rollstuhltennis und die drei besten Quad-Spieler der nationalen Rangliste der Einladung zum Masters nach Wien, wo an drei Spieltagen (17. bis 19. Oktober) im Tennis Point Vienna um den Titel gekämpft wurde.

Mossier triumphiert
Während in der Quad-Klasse im Round-Robin-System gespielt wurde, mussten sich die Herren zuerst in der Gruppenphase beweisen, um sich einen Platz im Halbfinale sichern zu können. In diesem qualifizierten sich Österreichs langjährige Nummer eins Martin Legner (in einem Generationenduell gegen den erst 17-jährigen Nico Langmann) und Thomas Mossier (6:1, 6:0 gegen Stefan Karl) für das Endspiel.

Wallner siegt bei den Quads
Mit einer perfekten Mischung aus Kontrolle und Aggressivität gelang Mossier dabei eine kleine Überraschung und fügte Legner die erste Niederlage (6:4, 6:1) auf nationaler Ebene zu. Den dritten Platz sicherte sich Langmann mit einem 2:6, 7:6, 6:3-Sieg über Karl. Bei den Quads triumphierte Markus Wallner nach Siegen über Peter Tatschl, mit dem er noch im Mai beim World Team Cup in Holland angetreten war, und Werner Pramendorfer.

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(Im Vordergrund von links: Nico Langmann (3. Platz), Thomas Mossier (1. Platz) und Martin Legner (2. Platz), im Hintergrund von links: Ober-Schiedsrichter Raimund Fischer und Nationaltrainer Martin Sendlhofer; Foto: Harald Pfundner)

25 Jahre Rollstuhltennis auf höchstem Niveau
Trotz der Final-Niederlage hatte auch Legner am Wochenende Grund zum Feiern, denn der Samstagabend stand ganz im Zeichen der Ehrung des 52-jährigen Tirolers für 25 Jahre als aktiver Spieler. Die Leistungen von Österreichs Rollstuhltennis-Aushängeschild wurden in Reden von seiner Trainerin Susi Graber, bis 2013 auch langjährige Nationaltrainerin des österreichischen Rollstuhltennisteams, Andrea Scherney (ÖBSV) und Markus Krenn (ÖTV) gewürdigt.

Legners nächstes Ziel: die Paralympics in Rio
Die Liste der Erfolge des seit einem Paragleit-Unfall im Jahr 1988 querschnittgelähmten Legner ist schier endlos: Unglaublich 1.088 Einzel-Matches und 76 Turniere gewann er auf der Tour, im Doppel wurde er drei Mal Weltmeister, seine höchste Weltranglisten-Platzierungen waren Nummer drei im Einzel bzw. eins im Doppel und an Paralympischen Spielen nahm er sechs Mal teil. Das soll aber noch lang nicht alles gewesen sein, denn Legners nächstes Ziel sind die Paralympics 2016 in Rio de Janeiro.

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