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AusbildungVerbands-Info

„Each for Equal“: ÖTV setzt wichtige Schwerpunkte für Gleichberechtigung

Der 8. März ist Weltfrauentag. Der Österreichische Tennisverband setzt sich jedoch nicht nur an diesem mit zahlreichen Projekten für Gleichberechtigung ein.

Das Motto für den internationalen Frauentag 2022 lautet „Each for Equal“, „Jede und jeder für Gleichberechtigung“. Der ÖTV, mit Drahtzieherin Marion Maruska und dem Lehrreferat, setzt dazu vor allem im Ausbildungswesen einen wesentlichen Schwerpunkt: In jedem Bundesland soll 2022 und 2023 jeweils ein Workshop für Trainerinnen stattfinden. Dieser Workshop wird halbtags angeboten und soll sowohl fachlich als auch persönlich eine Weiterentwicklung für die Trainerinnen sein, um das Berufsbild zu stärken. Außerdem soll damit auch ein Austausch unter den Trainerinnen stattfinden. Hier können diese ihre Herausforderungen mit anderen besprechen, die unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten.

Zwei erste wesentliche Schritte wurden dafür bereits gesetzt:

Während des WTA-250-Turniers, dem Upper Austria Ladies Linz 2021, fand eine Fortbildung für bestehende Trainerinnen statt. Bei diesem Workshop waren österreichweit 23 Damen anwesend. Diesen März/April findet eine bundesländerübergreifende Übungsleiterausbildung in Tirol und Vorarlberg statt. Zwei Tage davon werden speziell für Damen-Coaches gestaltet, und die Teilnehmerzahl ist mehr als beeindruckend: Immerhin 20 Damen haben sich dazu angemeldet! „Das ist absoluter Rekord und zeigt, dass – wenn wir die Kräfte bündeln können – das entsprechende Angebot sehr gut angenommen wird“, so Mentorin und Referentin Petra Russegger. Die entsprechenden Aktionen werden gesetzt, da nur 99 von 517 ÖTV-Coaches-Lizenznehmer/innen Frauen sind, das entspricht 16 Prozent. „Diese bescheidene Quote möchten wir nun mit konkreten Angeboten an Frauen deutlich erhöhen.“

Für wen sind die entsprechenden Workshops geplant?

  • alle interessierten Frauen, die noch überlegen, eine Ausbildung zu machen
  • bestehende Trainerinnen, die derzeit in diesem Bereich nicht arbeiten
  • bestehende Trainerinnen, die derzeit nicht sehr viel in diesem Bereich arbeiten und unsicher sind, ob sie in diesem Bereich weiterarbeiten möchten
  • bestehende Trainerinnen, die sich weiter fortbilden möchten
Petra Russegger ©David Johansson - DAJOHA

Mit Petra Russegger wurde ein Rolemodel und eine Ansprechperson für die Trainerinnen und für Interessierte gefunden. Ziel ist es, eine Hauptansprechperson für die Trainerinnen über das ganze Jahr hinweg zu schaffen. Zudem wird sie laufend Aussendungen, Einladungen, Informationen usw. an die Trainerinnen und Landesverbände bzw. zuständigen Personen verteilen. Die Themengebiete: Persönlichkeitsentwicklung, Mädchentennis, Gender-spezifisches Coaching, Unterschiede im Training/Wettkampf Mädchen-Burschen. In der Folge wird der ÖTV im kommenden Jahr in Linz die „Trainerin des Jahres“ auszeichnen. Alle Informationen zu den Workshops sind in Kürze auf der ÖTV-Website einsehbar.

Eva Rungaldier

Der ÖTV hat zudem Fortbildungen für Schiedsrichterinnen beim ATP-World-Tour-250-Turnier in Kitzbühel und beim WTA-250-Turnier in Linz geplant. Mit dem Projekt „Ladies im Tennis“ werden Schiedsrichterinnen unterstützt, die eine Ausbildung starten wollen, gerade damit begonnen haben oder sich weiterentwickeln möchten. Im Video auf der ÖTV-Projektseite könnt ihr mehr darüber erfahren, warum man Schiedsrichterin werden möchte, wie die Ausbildung abläuft bzw. welche Vorteile es hat, als Schiedsrichterin zu arbeiten und was besonders Spaß daran macht. Mit der international erfahrenen Schiedsrichterin Eva Rungaldier konnte hier ebenfalls ein tolles Rolemodel gewonnen werden.

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