Drittes Grand-Slam-Finale für Miedler!

Im Jänner in Melbourne, jetzt im Juni in Paris - Lucas Miedler (Bild) erreicht mit Partner Akira Santillan an seiner Seite auch beim zweiten Grand Slam-Turnier in dieser Saison das Endspiel (Sa, 2. Match nach 11:00 Uhr): Das österreichisch-australische Duo besiegte das an Nummer 5 gesetzte brasilianische Duo Orlando Luz / Joao Menezes mit 7:6(7), 6:7(3), 10:5.


Am 18. Dezember 2013 hatte er nach seinen Siegen bei den wichtigsten Nachwuchsturnieren der Welt (Eddie Junior Championships, Orange Bowl; Anm.) in einem Interview von www.oetv.at die Frage gestellt bekommen: "Wächst" da mit dir vielleicht ein zweiter Alex Peya heran?" Lucas Miedlers Antwort war damals: "Eher nein. Noch dazu, weil es im Einzel in letzter Zeit - trotz dem Trainerwechsel (von Norbert Richter zu Andreas Fasching; Anm.) - auch gut gelaufen ist. Eine Karriere als ausschließlicher Doppelspieler strebe ich sicherlich nicht an. Doppel werde ich immer so nebenbei spielen und mich mehr auf's Einzel konzentrieren." Er hat's gesagt, aber nicht unbedingt getan. Denn nur wenige Wochen später hatte das ÖTV-Talent bei den Australian Open, wo er 2013 bereits das Finale erreicht hatte, im Doppel seinen ersten Grand Slam-Titel gewonnen und wiederum wenige Monate später greift er bereits nach dem nächsten: Mit Partner Akira Santillan an seiner Seite, mit dem er zuletzt im März 2013 in Manila gemeinsam Doppel gespielt hatte, besiegte er im Semifinale der Roland Garros Junior French Championships in einem wahren Tiebreak-Krimi das an Nummer 5 gesetzte brasilianische Duo Orlando Luz / Joao Menezes mit 7:6(7), 6:7(3), 10:5 und trifft nun im Finale auf die französischen Lokalmatadoren Benjamin Bonzi / Quentin Halys, die die topgesetzten US-Amerikaner Stefan Kozlov / Andrey Rublev (Russland) mit 6:3, 6:0 eliminierten.

"Doppel liegt mir ganz einfach!"
Im ersten Satz schien es, als hätten Miedler / Santillan mit dem Break zum 5:3 bereits die Vorentscheidung herbeigeführt. Da Luz / Menezes aber sofort mit dem Re-Break zum 5:4 konterten, musste die Entscheidung im Tiebreak fallen. "In diesem Tiebreak waren wir von Anfang an vorne", so Miedler unmittelbar nach der Partie, "und haben es sehr gut zu Ende gespielt." Ein ähnliches Bild dann im zweiten Satz: Zunächst ergriff das österreichisch-australische Duo von Anfang an die Initiative, ging mit dem erstmöglichen Break mit 1:0 in Führung, legte ein nächstes Break zum 3:0 nach und war damit längst auf der Siegerstrasse unterwegs. "Wir waren schon 4:0 vorne" (Miedler). Mit den Re-Breaks zum 2:4 und 5:5 brachten sich Luz / Menezes aber wieder zurück ins Spiel, sodass auch im zweiten Satz das Tiebreak die Entscheidung - diesmal zugunsten der Gegner - herbeiführen musste. Nach 1:35 Stunde Spielzeit beendeten Miedler / Santillan aber letztendlich doch das Semifinale des wichtigsten Sandplatz-Turniers der Saison als Sieger, "weil wir im Champions-Tiebreak von Anfang an sehr gut gespielt haben, mit Mini-Breaks immer wieder vorne waren und unsere Aufschläge sehr gut gehalten haben." Miedlers "Geheimnis" für seine Erfolge im Doppel klingt einfach: "Im Doppel ist es so, dass mir das einfach liegt. Ich hab schon immer gerne Doppel gespielt, hab mit dem Service und dem Volley auch das richtige Spiel dafür und sehe die Situation am Platz und am Netz auch immer recht gut." Die nächste Gelegenheit dafür gibt's im Endspiel der Roland Garros Junior French Championships.


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Roland Garros Junior French Championships | Website

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