ATP

Dominic Thiem unglaublich! Dominic Thiem im Finale!

Mit zwei Siegen an einem Tag gegen zwei ehemalige Kitzbühel-Sieger zieht Dominic Thiem (Bild) in sein erstes Endspiel auf der ATP-Tour ein. Nachdem er zunächst Titelverteidiger Marcel Granollers in zwei Sätzen ausgeschaltet hatte, fand im Semifinale auch Juan Monaco (Kitzbühel-Sieger 2007) gegen Österreichs Nummer 1 kein Rezept - 6:3, 6:1!

Bei dem mit 485.760 Euro dotierten bet-at-home Cup in Kitzbühel sorgte Österreichs Nummer 1, Dominic Thiem, erstmals in dieser Turnierwoche für annähernd volle Ränge im Stadion, für erstaunte Reaktionen bei gleich zwei Gegnern und für den bisher größten Erfolg in seiner Karriere: Nachdem er im Viertelfinale zunächst Titelverteidiger Marcel Granollers mit 6:4, 7:5 eliminiert hatte, bekam nur wenige Stunden später auch Juan Monaco die aktuelle Höchstform des 20-jährigen Niederösterreichers zu spüren. Thiem ging als 6:3, 6:1-Sieger vom Platz und zog in sein erstes Endspiel auf der ATP-Tour ein. Sein Gegner wird dort David Goffin sein, der Maximo Gonzalez in drei Sätzen besiegte. Wie groß das Selbstvertrauen derzeit beim jüngsten Top 50-Spieler im ATP-Ranking ist, bewies Thiem gleich beim ersten Aufschlaggame Monacos, das er dem 30-jährigen Argentinier zu null abnahm. Was danach folgte, war eine eindrucksvolle Demonstration moderner und junger Tennis-Power und körperlicher Überlegenheit: Der Kitzbühel-Sieger aus dem Jahr 2007 wurde von Thiem von der Grundlinie mit den für ihn typischen Vorhand- und Rückhand-"Peitschen" bombardiert und beinahe ständig in die Defensive getrieben. Mit dem zweiten Break zum 4:1 machte Thiem alles klar - nach 31 Minuten holte sich "Austria's hope" (ATP-Website) trotz Monacos Rebreak zum 3:5 den ersten Satz. "Ich habe schon mit ihm trainiert, aber ich werde ein paar Leute anrufen und mir Informationen holen, wie man gegen ihn am besten spielt", hatte Thiem vor dem Match gegen den Vorjahresfinalisten Monaco angekündigt. Offensichtlich hatte er die richtigen Nummern gewählt, denn auch im zweiten Satz gab er dem Argentinier keine Gelegenheit zum Verschnaufen, sondern bloß immer wieder Anlass zum verzweifelten Kopfschütteln: Mit seinem insgesamt vierten Break in diesem Match zog Thiem auf 2:0 davon. Nach 48 Minuten stand es 4:1, nach 54 Minuten 5:1 (Break für Thiem!), nach 58 Minuten Spielzeit 6:3, 6:1. "Zwei Partien auf diesem Level ist anstrengend. Ich hab's aber geschafft und jetzt geht's ab ins Finale", strahlte Thiem unmittelbar nach dem biser größten Erfolg seiner Karriere. "Mir ist es körperlich gut gegangen, und mit so einem vollen Centrecourt wird man einach nicht müde. Monaco hat viele Fehler begangen, ist dann etwas ins Match gekommen. Zu Beginn des zweiten Satzes bin ich dann auf ihn "draufgestiegen", und das war das richtige Rezept." Ob sich Thiem zum ersten Kitzbühel-Sieger seit Thomas Muster im Jahr 1993 (damals noch Philips Head Cup; Anm.) krönen wird, wird am Samstag ab 12:55 Uhr auf ORF Sport plus zu sehen sein. "Gegen Goffin hab ich eine 0:2-Bilanz", so Thiem. "Es wird daher ein sehr schweres Match werden."

 

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