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Davis Cup

Die Sensation liegt in der Luft

Dennis Novak stellt in Moskau auf 1:0, Sebastian Ofner ist chancenlos. Philipp Oswald/Jürgen Melzer könnten Österreich am Samstag in die Siegerstraße einbiegen lassen.

Dennis Novak geigte in Moskau richtig auf. ©GEPA-Pictures

1:1 nach dem ersten Tag in Moskau – „eine Überraschung ist geschafft, vielleicht schaffen wir noch zwei weitere“, sagte Daviscup-Kapitän Stefan Koubek. Dennis Novak hatte Österreich gegen Russland in der Luzhniki-Arena sensationell in Führung gebracht, anschließend verlor Sebastian Ofner glatt in zwei Sätzen. Für das Doppel am Samstag (13 Uhr, live ORF Sport+) sind Philipp Oswald und Jürgen Melzer nominiert, danach misst sich Ofner im Duell der Nummern 1 mit Rublev.  Die fünfte, vielleicht alles entscheidende Partie, wird zwischen Novak und Medvedev ausgetragen. Der Sieger dieser Zweitrunden-Begegnung der Europa-Afrika-Zone I qualifiziert sich für die Relegation um die Weltgruppe im September, für den Verlierer ist das Daviscup-Jahr zu Ende.

7:6 (5), 6:3 gewann Novak gegen Rublev, der als Nummer 35 der Welt 160 Ränge besser klassiert ist als der 24-jährige Niederösterreicher. „Das habe ich nicht erwartet. Andrey war der Favorit, ich hatte absolut nichts zu verlieren. Ich weiß, wie gut ich spielen kann, und das habe ich heute gezeigt. Es war eines meiner besten Matches überhaupt“, sagte Novak, der alles andere als optimal in die Partie gestartet war. „Ich war sehr nervös, habe am Anfang drei Bälle fast bodenauf ins Netz geschossen.“ Mit drei Games in Folge machte der Pottendorfer den 0:2-Rückstand mehr als wett und bog in die Siegerstraße ein. Erster Satzball im Tiebreak verwertet, mit dem vierten Matchball den Sack zugemacht - „Ich wusste, dass Andrey sehr, sehr schnell spielt. Ich musste dagegenhalten und habe das wirklich gut gemacht“, sagte Novak.

Sebastian Ofner (ATP-141) stand beim 1:6, 2:6 in nur 44 Minuten gegen Daniil Medvedev (ATP-49) auf verlorenem Posten. „Ich habe von Anfang an nicht ins Match hineingefunden und zu viele Fehler gemacht. Es war leider ein ganz schlechter Tag für mich“, sagte der 21-jährige Daviscup-Debütant aus der Steiermark.

Kapitän Koubek war glücklich über das 1:1 nach Tag eins. „Laut Papier hätte es nicht so stehen müssen. Dennis hat die beste Leistung gezeigt, die ich je von ihm gesehen habe. Er hat uns in eine super Ausgangsposition gebracht. Trotzdem bleiben wir Außenseiter.“

Philipp Oswald und Jürgen Melzer sind guter Dinge, dass sie im Doppel gegen Evgeny Donskoy und Karen Khachanov ihre gesamte Erfahrung ins Spiel bringen können. Die beiden haben erst einmal zusammen gespielt und in der Ukraine gewonnen. Melzer war Anfang Oktober am Ellbogen operiert worden, vor einer Woche startete der 36-Jährige beim Challenger in Marbella das Comeback. Im 20. Jahr als Teammitglied wird der Daviscup-Rekordspieler sein 73. Match für Österreich bestreiten. „Die Trainingseinheiten funktionieren super. Nur wenn ich das Pensum steigere, spüre ich, dass der Arm noch ab und zu Pause braucht“, sagte Melzer, der während der Zwangspause diesmal keine innere Unruhe aufkommen ließ. „Mein Sohn ist jetzt ein Jahr alt. So gesehen war es fast ein Segen, dass ich zu Hause sein konnte und miterleben durfte, wie er sich Tag für Tag weiter entwickelt.“

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