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ITF

Die ÖTV-Damen im Aufwind

Julia Grabher gewinnt ihren ersten Titel 2018 in Sao Paulo. Barbara Haas, gesundheitlich angeschlagen, erreicht ebendort das Semifinale.

©GEPA-Pictures

Erneut ein starker Auftritt von Julia Grabher. Nach der erfolgreichen US-Tour mit einem Finaleinzug und dem Semifinale im brasilianischen Curitiba, gewinnt die junge Dornbirnerin das Endspiel beim ITF $ 25.000 in Sao Paulo gegen die Slowenin Tamara Zidansek mit 6:4, 3:6, 6:2 und wird sich in der Damenweltrangliste in einer Woche erstmals unter die Top 200 der Welt schieben.

Die 21-jährige ÖTV-Spielerin trainiert nun seit eineinhalb Jahren fix mit Jürgen Waber und seinem Team im ÖTV-Stützpunkt für Damentennis des TLZ Linz. Der wurde vor nicht ganz zwei Jahren von ÖTV-Präsident Robert Groß zur Unterstützung und Förderung unserer angehenden Profispielerinnen ins Leben gerufen und beginnt nun Früchte zu tragen. 

Die Heeressportlerin klettert, zumeist unterhalb des öffentlichen Radars, seit Monaten Schritt für Schritt in der Weltrangliste nach oben. Besonders im letzten halben Jahr, wo Grabher auch quasi ihren Wohnsitz nach Linz verlagert hat, hat sich die Vorarlbergerin stark verbessert und konnte auch auf dem "noch" ungeliebten Hardcourt beim Fed Cup in Tallinn spielerisch ansprechende Leistungen zeigen. Turniermäßig ist sie in diesem Jahr ausschließlich auf ihrem Lieblingsbelag, dem Sandplatz, unterwegs, wo sie mittlerweile bei allen Challenger-Turnieren zu den Topfavoritinnen zählt und sich dort in diesem Jahr auch erst zwei Spielerinnen geschlagen geben musste. Bei einigen ausgewählten Turnieren im Jahr, wird Julia von ihrem Jugendtrainer Matt Hair als Touringcoach unterstützt, der mit ihr viele Jahre hervorragende Arbeit geleistet hat. Sie hat nun ausgezeichnete Chancen, sich in der Weltrangliste weit nach vorne zu arbeiten. Sie ist bereits so gut wie sicher erstmals für die Quali beim Grand-Slam-Turnier in Paris qualifiziert und wird sich somit selbst einen großen Traum erfüllen.

Auch von der gleichaltrigen Barbara Haas, ebenfalls Schützling von Jürgen Waber im TLZ Linz, gibt es nach einer schwierigen Phase positive Neuigkeiten. War die junge Oberösterreich in den letzten Jahren weitestgehend von Verletzungen und Krankheiten verschont geblieben, verletzte sich Haas Ende letzten Jahres im Konditionstraining unglücklich am Handgelenk. Endlich fit, erwischte sie beim Fed Cup in Tallin einen grippalen Infekt, der sich in Brasilien zurückmeldete. Beim ersten Turnier war körperlich noch nichts möglich, doch in Sao Paulo schaffte es die 21-jährige ÖTV-Spielerin unter diesen Umständen etwas überraschend bis ins Semifinale, wo sie sich in einem dreistündigen Fight ihrer Trainingspartnerin und Teamkollegin Julia Grabher knapp geschlagen geben musste.

Wenn der substanzielle Verlust in den kommenden Wochen ausgeglichen sein wird, wird auch die junge Oberösterreicherin wieder angreifen. Mit etwas Matchpraxis könnten es seit längerer Zeit wieder zwei ÖTV-Spielerinnen zur Qualifikation bei einem Grand-Slam-Turnier schaffen.

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