ATP

Die Nummer 1 streut Dominic Thiem Rosen

Der 22-jährige Österreicher musste sich nach zwei fantastischen Wochen in Paris erst im Semifinale von den French Open verabschieden. Der Serbe Novak Djokovic war einfach zu stark für die neue Nummer 7 der Welt aus Lichtenwörth.

Klar war Dominic Thiem enttäuscht nach dem 2:6, 1:6, 4:6 gegen Novak Djokovic, der im Endspiel gegen Andy Murray antreten wird. Aber der 22-Jährige blieb wie gewohnt sachlich. „Er hat zu gut gespielt für mich, das muss man ganz klar so sagen. Alles in allem war ich chancenlos. Auch, weil ich ihm das Leben teilweise zu einfach gemacht habe“, sagte der Lichtenwörther. Selbst eine 3:0-Führung im dritten Satz konnte Thiem nicht nützen. "Ich habe mir sehr schwer mit dem Aufschlag getan, weil Djokovic einer der besten Rückschläger ist, wenn nicht überhaupt der beste. Mit seinen starken Returns hat er mir wenig Chancen gegeben, in eine Offensiv-Position zu kommen. Er hat mir dadurch meine größte Waffe genommen.“

Djokovic, dem der Sieg in Paris noch fehlt in seiner gigantischen Titelsammlung, sprach nach dem 30. Major-Semifinale seiner Karriere von der besten Performance im laufenden Turnier. "Ich bin sehr happy, wie es heute gelaufen ist gegen einen Spieler, der so gut in Form ist. Er verkauft sich auf dem Platz und auch außerhalb sehr gut für sein Alter." Thiem sei der Leader einer neuen Generation: "Sehr kraftvoll, mit viel Kampfgeist und großem Varientenreichtum. Ich bin sicher, und das habe ich ihm auch nach dem Match gesagt, dass wir von ihm in Zukunft noch viel mehr sehen werden, wenn er so weitermacht."

Was bleibt also nach dem Ausscheiden des Österreichers? Viel. Sehr viel. Dominic Thiem hat in Roland Garros spektakuläres Tennis gezeigt, er hat fünf Partien gewonnen und als dritter Österreicher nach Thomas Muster und Jürgen Melzer das Semifinale bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht. In der Weltrangliste wird der Schützling von Günter Bresnik ab Montag auf Rang sieben aufscheinen. Besser war nur Muster.


Auch der bärenstarke Peya erreichte das Semifinale
Für Alexander Peya und seinen polnischen Partner Lukasz Kubot war am Freitag ebenso im Semifinale Endstation wie für Dominic Thiem. Das als Nummer 9 gesetzte Doppel musste sich Bob und Mike Bryan (Nr. 5) mit 5:7, 1:6 geschlagen geben. Die Zwillinge aus den USA treffen im Endspiel auf die Spanier Feliciano und Marc Lopez (Nr. 15). Für Peya, dessen größter Grand-Slam-Erfolg 2013 das Endspiel der US Open war, war es das insgesamt vierte Halbfinale auf Major-Ebene. Der Wiener hat als derzeit 21. des ATP-Doppelrankings noch Chancen, am Montag den Cut für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro zu schaffen. Das soll laut Austria Presse Agentur über das Kombinations-Ranking mit Oliver Marach gelingen, der nach der Absage von Thiem als einziger Spielpartner für den Wiener infrage kommt.

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