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ATP

Die "Mission Titelverteidigung" ist gescheitert

Dominic Thiem muss sich im Viertelfinale der Erste Bank Open der Übermacht des Russen Andrej Rublev beugen. Eine Blase am Fuß hat das Übrige zur Zweisatz-Niederlage beigetragen.

©GEPA-Pictures

Dominic Thiem musste den Traum von der Titelverteidigung bei den Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle im Viertelfinale begraben. Der als Nummer zwei gesetzte Niederösterreicher unterlag der Nummer fünf des ATP-500-Turniers, dem Russen Andrej Rublev, 6:7 (5), 2:6. Thiem hatte nicht nur mit der Aufschlagstärke Rublevs, sondern im zweiten Durchgang mit einer Blase auf der Fußsohle zu kämpfen.

Nach 1:34 Stunden verwertete der Russe den zweiten Matchball und sorgte dafür, dass Jürgen Melzer der letzte Spieler bleibt, der 2010 den Titel bei den Erste Bank Open verteidigen konnte. Im Semifinale trifft der 23-Jährige auf den Südafrikaner Kevin Anderson, der Daniil Medvedev (Rus/4) 6:4, 7:6 (5) schlug.

"Ich war in dieser Woche auch etwas glücklich, heute hatte ich Glück, dass Dominic etwas Probleme mit seinem Fuß hatte", sagte der Weltranglisten-Achte Rublev, der sein 13. Match in Folge auf der ATP-Tour gewonnen hatte.  "Es war nicht unser bestes Match. Ich hoffe, er erholt sich schnell und gut für Paris und London."

Thiem erklärte im ORF-Interview den Rückfall im zweiten Satz: „Ich habe speziell indoor am Fußballen immer Probleme, dass sich da eine riesengroße Blase bildet. Den ersten Satz habe ich noch rübergebracht, aber dann ist es immer schlimmer geworden. Mehr war nicht möglich. Hätte ich heute gewonnen, weiß ich nicht, ob ich am Samstag hätte antreten können.“ Sein Antreten beim Masters-1000-Turnier in Paris ab Montag und beim Saisonfinale den ATP-Finals ab 15. November in London, ist damit offen. „Das braucht einige Tage, bis das verheilt ist“, sagte Thiem. „London ist mein Hauptziel, das sollte auch nicht in Gefahr sein, Paris ist schon in Gefahr. Ich habe noch Zeit und kann es mir bis Samstag überlegen.“

Für eine echte Sensation im Viertelfinale sorgte Lorenzo Sonego. Der Italiener ist der erste Lucky Loser, der den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic in dessen fulminanter Karriere besiegen konnte. Nicht nur das, Sonego ließ dem Serben beim 6:2, 6:1 nicht einmal den Funken einer Chance.

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