Der ÖTV zieht eine positive Jahresbilanz

Im ersten Jahr unter der Präsidentschaft von Robert Groß wurde das neue Sportkonzept mit Individualförderung präsentiert. Damit ist der Tennisverband moderner und effizienter aufgestellt und blickt optimistisch in die Zukunft.

Der Österreichische Tennisverband zieht nach der ersten Saison unter Präsident Robert Groß eine durchaus positive Jahresbilanz. „Es war ein Jahr der Weichenstellung in den unterschiedlichsten Bereichen, jetzt gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzuverfolgen. Durch das neue Sportkonzept haben wir uns moderner und effizienter aufgestellt, dadurch sollte es uns gelingen, mehr Talente an die Weltspitze zu bringen“, so Groß. Wobei der Präsident an seinem Ziel, in den nächsten fünf Jahren fünf Spieler unter die Top 100 der Weltrangliste zu bringen, festhält.
 
Erfreulich war die Entwicklung der Top-Herren: Dominic Thiem beendet das Jahr in den Top 20, und Andreas Haider-Maurer konnte im April mit Position 47 in der Weltrangliste sein Karriere-High erreichen. Jürgen und Gerald Melzer liegen auf Position 155 bzw. 166, Dennis Novak zeigt mit Position 210 jedenfalls aufstrebende Tendenz. Bei den Junioren erwähnt Präsident Groß vor allem Jurij Rodionov und Lenny Hampel, die beide im kommenden Jahr vom ÖTV gefördert werden.
 
Herausfordernder ist die Situation im heimischen Damentennis. Hier liegt Tamira Paszek auf Position 172 und Österreichs Nummer 2, Barbara Haas, auf Position 270 der Weltrangliste. Julia Grabher und Mira Antonitsch gelten als potentielle heimische Nachwuchshoffnungen und werden daher ebenfalls vom ÖTV gefördert. Aufgrund der fehlenden internationalen Erfolge hat man im neuen Sportkonzept mit der Bestellung eines eigenen Damen-Verantwortlichen (Jürgen Waber) einen gezielten Schwerpunkt gesetzt.
 
Sportlicher  Wermutstropfen war 2015 sicher die Niederlage in der 2. Runde des Davis Cups gegen die Niederlande im Sommer. „Umso mehr brennen wir für unser Ziel, die Weltgruppe im kommenden Jahr zu schaffen“, so Präsident Groß weiter.
 
Dafür war die Aufbruchsstimmung im heimischen Tennis bei den Fans heuer deutlich spürbar. Die tolle Stimmung beim Davis Cup in Kitzbühel oder auch der Zuschauerrekord beim Erste Bank Open 500 sind Beweis dafür.
 
Auch wirtschaftlich hat man im Verband die Weichen für die Zukunft gestellt.
 
"Unser Gesamtbudget von knapp zwei Millionen Euro konnte durch drei Neuabschlüsse im Sponsoren-Bereich (2016 wird der ÖTV einen neuen Autopartner präsentieren) in wichtigen Bereichen ausgebaut werden. Wir werden weiter an Administration sparen und in den Sport investieren“, verdeutlicht ÖTV-Geschäftsführer Thomas Hammerl.
 
„Mit mehr als 640 Stunden TV-Übertragungen liegt Tennis auf Platz zwei im heimischen Ranking von ORF Sport Plus. Die Live-Übertragungsstunden sind heuer sogar gestiegen, das zeigt, dass Tennis für Sponsoren noch interessanter geworden ist. 32 Verbands-Sponsoren, darunter der Hauptsponsor SIMACEK, Landesmitgliedsbeiträge und eine stabile Förderung des Bundes konsolidieren das ÖTV-Budget für 2016“, so Hammerl weiter.

Im kommenden Jahr wartet mit dem Davis-Cup-Erstrunden-Duell in Portugal bei den Männern eine ebenso spannende Aufgabe wie die Fed-Cup-Begegnung bei den Damen Mitte April.

Der ÖTV wünscht allen Tennis-Fans frohe Weihnachten!
 

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