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Der ÖTV schult den Nachwuchs!

Im Rahmen eines Trainingswochenendes wurden im Leistungszentrum Südstadt 46 Nachwuchstalente der Altersklassen u12, u14 und u16 aus ganz Österreich auf Herz und Nieren getestet. Highlight war aber der "Auftritt" von US Open-Finalist Alexander Peya (im Bild stehend in der Mitte), der sich den Fragen seiner potentiellen NachfolgerInnen stellte.


Die Temperatur draußen war eisig, die Stimmung indoor dafür umso besser. 46 Nachwuchstalente der Altersklassen u12, u14 und u16 aus ganz Österreich waren am vergangenen Wochenende vom Österreichischen Tennisverband ins Leistungszentrum Südstadt zu einem ÖTV-Lehrgang eingeladen worden, "bei dem das Programm ziemlich eng gedrängt war", so Ex-Profi Marion Maruska (ÖTV-Assistenz Nachwuchskoordination). ÖTV-Sportdirektor Clemens Trimmel: "Obwohl die Kids und Youngsters von uns "geschunden" wurden, hat es dennoch allen Spaß gemacht." Jüngster Teilnehmer war Lukas Rohseano, der am 30. September seinen 11. Geburtstag gefeiert hatte, mit 16 Jahren und 8 Monaten war Jasmin Buchta die Älteste. Für Trimmel haben Trainingswochenenden wie diese, "die regelmäßig stattfinden, den Hintergrund einer absoluten Win-Win-Situation: Wir wollen die Besten einladen, damit sie sich untereinander messen. Auf der anderen Seite bekommen wir einen Überblick über das gesamte "SpielerInnen-Material" und können den Kontakt zum Umfeld der SpielerInnen nicht nur halten, sondern auch verbessern."

Peya_Youngsters

Hinter den Kulissen einer Profikarriere

Unter der Leitung von Trimmel sowie den ÖTV-Trainern Andreas Fasching, Petra Russegger, Matthias Schuck, Walter Grobbauer und Martin Steinbauer (Kondition) standen diesmal für Mira Antonitsch, Christina Wolfgruber, Neil Oberleitner, Moritz Thiem & Co zunächst sportmotorische Tests am Programm. Am 5. und 6. Oktober wurde Tennis und Kondition trainiert sowie sportpsychologische Tests unter der Leitung von Dr. Günter Amesberger absolviert. Einen Programmpunkt gab es allerdings, der den Jugendlichen noch länger als "die Drills und Schlag- und Basistraining in jeder Form" (Trimmel) in Erinnerung bleiben wird: US Open-Finalist Alexander Peya stellte sich nach dem ersten Trainingstag den Fragen seiner potentiellen NachfolgerInnen. "Dass ein Spieler, der bereits soviel wie Alex in seiner Karriere erreicht hat, den Youngsters Einblick hinter die Kulissen des Alltags eines Top-Profis gegeben hat, war für sie etwas ganz Besonderes" (Maruska).

Peya_Vortrag

Gleiches Problem wie Rafael Nadal
So wollte etwa Matthias Haim, der in diesem Jahr bei den European Youth Olympic Festivals in Utrecht die Silbermedaille gewinnen konnte, wissen, ob beim Weltranglisten-Vierten die Nervosität im Verlauf eines Turniers eher zu- oder doch abnimmt. "Das hat nicht immer mit den Finalis zu tun. Es gibt einfach Matches, da ist man nervös, das kann aber in der 1. oder 2. Runde sein. Und es gibt Matches, da fühlt man sich wohl, weil man gut spielt und seinen Rhythmus gefunden hat" (Peya). Für den 15-jährigen Gabriel Pfanner war unklar, ob trotz einer Profikarriere der eine oder andere Hamburger vielleicht doch noch am Teller landen darf. "Ich achte nicht immer auf meine Ernährung", so Peya, "aber immer öfter. Heutzutage ist Tennis so professionell geworden, dass solche Kleinigkeiten über ein Match entscheiden können, auch wenn man es nicht glaubt. Wenn man bei einem Grand Slam beobachtet, was die Top-Spieler essen, dann sieht man, dass sie keinen einzigen Blödsinn zu sich nehmen." Und wie lange beschäftigst du dich mit Niederlagen, wollte die 12-jährige Elisabeth Kölbl wissen. "Es hat mich schon so manche lange Nacht gekostet, weil es mir oft nicht gelingt, gewisse Spielzüge aus dem Kopf zu bekommen. Aber das ist ein Problem, mit dem sich - zumindest hin und wieder - auch ein gewisser Herr Nadal herumschlagen muss."

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