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Verbands-Info

Der ÖTV ist neues Mitglied beim Play Fair Code

In Salzburg unterzeichneten die Präsidenten Werner Klausner und Günter Kaltenbrunner die Kooperationsvereinbarung. Ziel: Die aktive Prävention gegen Manipulation im Sport zu erkennen und den PFC als Integritätsexperten zu Rate zu ziehen.

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda, PFC-Präsident Günter Kaltenbrunner, ÖTV-Präsident Werner Klausner, PFC-Geschäftsführer Severin Moritzer und Daviscupper Philipp Oswald nach der Vertragsunterzeichnung. ©GEPA-Pictures

Der Play Fair Code (PFC) ist eine Initiative des Sportministeriums, des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB) und der Österreichischen Fußball-Bundesliga. Ziel des Play Fair Code ist es, gemeinsam mit den österreichischen Sportfachverbänden, den Athleten, Trainern und Vereinsverantwortlichen saubere und manipulationsfreie Wettbewerbe zu garantieren. Über die Plattform Play Fair Code werden die drei wesentlichen Säulen Prävention (Schulungen, Aufklärung und Bewusstseinsbildung), Monitoring und die zentrale Ombudsstelle für Betroffene abgedeckt.

Nach dem ÖFB, der Bundesliga, dem ÖSV sowie der Erste Bank Eishockey Liga und der Admiral Basketball-Liga, trat am Freitag der Österreichische Tennisverband dem Play Fair Code bei. ÖTV-Präsident Werner Klausner sagte vor der Vertragsunterzeichnung: „Die Manipulation in Einzelsportarten ist im Wachsen begriffen. Es ist enorm wichtig, dass wir offensiv an unsere jungen Spielerinnen und Spieler herantreten und sie frühzeitig sensibilisieren, informieren und schützen.“

Der Play Fair Code wird für den ÖTV Präventions- und Bewusstseinsschulungen durchführen – beginnend ab der Altersklasse U16 bis hin zum Daviscup- und Fed-Cup-Team sowie zur Bundesliga. Weiters werden Schiedsrichter und Funktionäre geschult.

„Tennis ist die am leichtesten zu manipulierende Weltsportart“, sagte PFC-Präsident Günter Kaltenbrunner. „Mit weltweit jährlich über 200 Verdachtsfällen und zahlreichen tatsächlich nachgewiesenen Manipulationen – siehe zuletzt erst die aktuellen Verhaftungen von 28 Profitennisspielern in Spanien – ist Tennis leider negativer Spitzenreiter. Tennis ist in Österreich enorm populär. Umso erfreulicher ist es, wenn Spitzensportfachverbände, wie der ÖTV, die Notwendigkeit der aktiven Prävention gegen Manipulation im Sport erkennen und uns als Integritätsexperten zu Rate ziehen. Unser Dank gilt dem gesamten ÖTV-Vorstand, insbesondere Präsident Werner Klausner und Geschäftsführer Thomas Schweda, die den Handlungsbedarf erkannt haben.“

Daviscupspieler Philipp Oswald war ein direkt Betroffener. „Geld ist oft ein brutaler Köder“, sagte der Vorarlberger. „Als ich 22 war, hat vor einem Challenger im Hotelzimmer jemand angerufen und 15.000 Dollar geboten, wenn ich verliere. Ich habe sofort aufgelegt.“ Die Mitgliedschaft des ÖTV beim Play Fair Code sei eine „super Sache – wenn man die Konsequenzen kennt, ist es einfacher, Nein zu sagen“.

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