WTA

Der ÖTV bringt Judy Murray nach Linz

Beim Generali Ladies vom 10. bis 18. Oktober ist mit Caroline Wozniacki zum 13. Mal eine ehemalige Nr. 1 der Welt zu sehen. Der ÖTV präsentiert Judy Murray (Bild) bei seiner Trainerfortbildungsveranstaltung.

Das Generali Ladies Linz ist seit 25 Jahren Garant für Weltklasse-Damentennis. Zum Jubiläumsturnier vom 10. bis 18. Oktober hat sich eine prominente Dänin angesagt - die 24-jährige Caroline Wozniacki ist die 13. Spielerin in der oberösterreichischen Landeshauptstadt, die bereits Nummer 1 der Welt war. Turnierdirektorin Sandra Reichel weiß, warum sich die Stars so wohl fühlen in Linz: „Weil wir versuchen, ihnen ein familiäres Ambiente zu bieten, gleichsam ein zweites Zuhause für eine Woche.“

Wozniacki ist zurück

Caroline Wozniacki, die sich im Oktober 2010 für 67 Wochen auf den Tennis-Thron setzte und damals nur via Werbung mehr als zehn Millionen Dollar verdiente, wuchs in Dänemark auf. Ihre Eltern stammen aus Polen, Vater Pjotr war dort Fußballprofi, Mutter Anna spielte in der Volleyball-Nationalmannschaft. Wozniacki, die acht Sprachen beherrscht, hat bewegte eineinhalb Jahre hinter sich, sportlich wie privat. Nach der Trennung von ihrem Verlobten, dem Golf-Profi Rory McIlroy, tankte sie Kraft bei einem gemeinsamen USA-Urlaub mit Freundin Serena Williams. Danach startete Wozniacki ihre zweite Tenniskarriere und kehrte mit dem Sieg beim kleinen WTA-Turnier in Istanbul im Juli 2014 in die Erfolgsspur zurück. Ausgerechnet Freundin Serena stoppte den Höhenflug auf der Nordamerika-Tour: Im Viertelfinale von Montreal, im Halbfinale von Cincinnati und im Finale der US Open gewann Williams. Somit muss Wozniacki weiter auf den ersten Grand-Slam-Titel warten.

Stargast Judy Murray

Im Rahmen des Generali Ladies wird der Österreichische Tennisverband zum dritten Mal eine ÖTV-Trainerfortbildungsveranstaltung mit prominentem Gast abhalten. Der ÖTV hat die schriftliche Zusage bekommen, dass Judy Murray ebendort zu einem Vortrag kommen wird. Die Mutter von Andy Murray, dem Tennis-Ass aus Schottland, ist nach Toni Nadal (2013) und Nick Bollettieri (2014) die dritte Referentin von Rang und noch mehr Namen. Nachdem in den vergangenen zwei Jahren die Männer im Fokus gestanden waren, wird die Kapitänin des britischen Fed-Cup-Teams den Großteil ihres Referates dem Thema Damentennis widmen. Und sie wird der Zuhörerschaft ihr Projekt „Miss Hits“ ans Herz legen, das sich damit beschäftigt, wie man 5 bis 8-jährige Mädchen zum Tennissport bekommt und auf Freundschaft und Spaß beim Spiel abzielt. „Ein Thema, das dem Österreichischen Tennisverband ein großes Anliegen ist“, sagt ÖTV-Präsident Robert Groß.

U16-Länderkampf

Auch Sandra Reichel kann mit einem besonderen Deal aufwarten. Die ehemalige Spitzenspielerin Barbara Rittner, in ihrer zweiten Karriere erfolgreiche Chefin des Fed-Cup-Teams, kommt mit der deutschen Junior-Fed Cup-Truppe nach Linz und absolviert mit ihren U-16-Mädchen einen Länderkampf gegen Österreichs weiblichen Tennisnachwuchs. Dieses Kräftemessen der besten Tennistalente ist auch eine Herzensangelegenheit des neuen, aus Oberösterreich stammenden ÖTV-Präsidenten Robert Groß. Gespielt wird in der Turnierwoche des Generali Ladies Linz. 

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