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COVID-19

Der Laver Cup wurde auf 2021 verschoben

Eine Terminkollision mit den French Open im September war unausweichlich. Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer planen einen Hilfsfonds zur Unterstützung von finanziell bedrohten Profis.

Im Vorjahr durfte Dominic Thiem mit dem Team Europa den Pokal stemmen. ©GEPA-Pictures

Die vierte Ausgabe des Laver Cup wird 2020 nicht stattfinden. Nach der Verschiebung der French Open war eine Terminkollision zwischen dem Laver Cup und dem Grand Slam-Turnier in Paris unausweichlich, jetzt zogen die Veranstalter des Kampfs "Europa gegen den Rest der Welt" die Konsequenzen und haben die Austragung des Laver Cup für dieses Jahr abgesagt. Die vierte Ausgabe des Laver Cup wird damit erst im Jahr 2021 stattfinden.

"Wir wissen, dass unsere leidenschaftlichen Fans enttäuscht darüber sein werden, dass sie noch ein weiteres Jahr auf den Laver Cup in Boston warten müssen, aber dies ist die verantwortungsbewusste Vorgehensweise, die durch die aufkommenden Kalenderkonflikte notwendig wird", teilte Tony Godsick, Chairman des Laver Cup, in einer ersten Stellungnahme mit.

Man habe die Absage für 2020 bereits jetzt bekanntgegeben, um den Fans wie den Spielern Klarheit zu geben. "Am wichtigsten ist, dass all unsere Gedanken bei der großen Zahl von Menschen auf der ganzen Welt sind, die von COVID-19 betroffen sind, und bei den unglaublich selbstlosen Menschen, die an vorderster Front arbeiten und viele von uns in Sicherheit bringen", sagten die Organisatoren des Laver Cup.

Hilfsfonds für finanziell bedrohte Profis
Novak Djokovic, Rafael Nadal und Roger Federer arbeiten an der Einrichtung eines Hilfsfonds zur Unterstützung von finanziell bedrohten Profis auf hinteren Weltranglistenpositionen. Mehrere Medien, darunnter die französische Sportzeitung L'Equipe, berichten über einen Brief des Serben Djokovic, der auch Vorsitzender des ATP-Spielerrats ist, an die Spieler.

"Wir sind der Meinung, dass wir alle zusammenkommen und diesen Akteuren helfen müssen. Viele von ihnen denken darüber nach, das Profi-Tennis zu verlassen, weil sie finanziell einfach nicht überleben können", schrieb der Weltranglistenerste Djokovic: "Wir müssen versuchen, uns um sie alle zu kümmern. Sie sind die Basis des Tennis und die Basis des Profisports."

Durch die Aktion wollen die drei Stars bis zu vier Millionen Dollar generieren. Den Spielern auf den Weltranglistenpositionen von Platz 250 bis 700, die durch die Coronakrise in finanzielle Schwierigkeiten geraten könnten, solle laut Djokovic jeweils eine Summe von rund 10.000 Dollar zur Verfügung gestellt werden.

Die besten 100 Einzelspieler und 20 besten Doppelspieler sollen einen Betrag zwischen 5000 bis 30.000 Dollar beisteuern. Parallel dazu erhofft sich Djokovic einen Beitrag der vier Grand-Slam-Turniere von jeweils rund einer halben Million Dollar. Auch von der ATP steht eine Million Dollar zur Verfügung.

Der deutsche Tennisbund-Vizepräsident Dirk Hordorff begrüßte den Vorschlag des Weltranglisten-Ersten, ging sogar noch einen Schritt weiter: Die Grand-Slam-Turniere und auch die ATP-Masters-1000-Events müssten dafür Sorge tragen, dass bei kleineren Veranstaltungen im Profitennis mehr Preisgeld ausgeschüttet werden kann. Tennis sei schließlich eine Weltsportart - da könne es nicht angehen, dass nur 100 Spieler von ihrem Beruf leben können, postete Hordorff auf seiner Facebook-Seite.

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