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Davis Cup

14. - 16. September 2018
Der Daviscup gastiert in Graz

Für das Weltgruppen-Relegationsduell mit Australien wird auf dem Messegelände ein Stadion für 5800 Zuschauer gebaut, gespielt wird im Freien auf Sand. Ticketreservierungen sind ab sofort möglich.

Feiertag in Graz: Thomas Schweda, Herwig Straka, Kurt Hohensinner, Mario Eustacchio, Werner Klausner, Siegfried Nagl, Barbara Muhr und Stefan Koubek. ©GEPA-Pictures (5)

Nach dem 5:0 gegen Weißrussland in St. Pölten und dem 3:1 gegen Russland in Moskau, empfängt das österreichische Tennis-Daviscup-Team in der Relegation zur Weltgruppe die Nationalmannschaft aus Australien. Gespielt wird von 14. bis 16. September 2018, austragendes Bundesland ist zum sechsten Mal die Steiermark – bisher gab es Ländermatches in Hartberg, Unterpremstätten (2x), Graz-Liebenau und Bad Gleichenberg, wo zuletzt im Jahr 2010 die Slowakei mit 3:2 besiegt wurde. Alle Ländermatches waren ausverkauft und wurden erst in der fünften Partie entschieden.

Zum zweiten Mal nach 1997 (3:2 gegen Kroatien) tritt die Nationalmannschaft in der Stadt Graz an. Am Messegelände wird ein Stadion für 5.800 Zuschauer errichtet, gespielt wird auf einstimmigen Beschluss der Spieler im Freien auf Sand. Gewinnt das Team von Kapitän Stefan Koubek gegen Australien, würde man 2019 in der Weltgruppe antreten und damit wieder zu den besten 16 Tennisnationen der Welt gehören.

Veranstalter ist die Agentur e|motion, in der Steiermark auch bekannt durch das langjährige Ausrichten des „Tennis am Dach“-Turniers, in Kooperation mit dem ÖTV. Der offizielle Ticketverkauf startet am 1. Juni 2018 via Ö-Ticket. Reservierungen werden aber ab sofort unter ticketing@emotion.at entgegengenommen. Die Kartenwünsche werden dabei in der Reihenfolge der Anfragen berücksichtigt. In einer ersten Phase werden ausschließlich Dauerkarten für alle drei Spieltage verkauft. Die Preise variieren zwischen 99 Euro für Kategorie C, 139 Euro Kategorie B, 165 Euro Kategorie A.

Für Werner Klausner ist das Event in Graz der erste Heim-Daviscup in seiner Ära als ÖTV-Präsident. „Unsere Nationalmannschaft hat sich mit dem sensationellen Auswärtssieg in Russland dieses Heimspiel enorm verdient. Es wird ein unglaubliches Tennisfest in einem tennisbegeisterten und tollen Bundesland. Mit unseren Spitzenspielern und den Fans im Rücken haben wir eine absolut realistische Chance, in die Weltgruppe der besten globalen Tennisnationen aufzusteigen. Wir freuen uns auf das Spiel gegen Australien in Graz vor vollem Haus.“

Daviscup-Kapitän Stefan Koubek gab beim Amtsantritt im Jahr 2015 das Fernziel aus, in die Weltgruppe aufzusteigen, der das Team zuletzt 2013 angehörte. „Wir haben uns diese Chance in Moskau hart erarbeitet. Dort waren wir krasse Außenseiter, aber es hat alles perfekt gepasst.“ Der Kärntner darf fünf Spieler nominieren, zwei davon werden Doppel-Spezialisten sein. Zur Auswahl stehen Australian-Open-Champion Oliver Marach, der Weltranglisten-Vierte, der als Grazer ein echtes Heimspiel bestreiten würde, sowie die Kapazunder Alexander Peya, Julian Knowle, Tristan-Samuel Weissborn und Philipp Oswald, der zuletzt in St. Pölten und Moskau für Punkte gesorgt hatte. Für das Einzel hofft Koubek in erster Linie auf eine rasche Zusage von Dominic Thiem („logisch, mit einem Top-Ten-Spieler sind die Aufstiegschancen ungleich größer, er macht den Unterschied aus“), weitere starke Männer, die in Frage kommen, sind Gerald Melzer, Sebastian Ofner, Dennis Novak und Andreas Haider-Maurer. Und natürlich „Mr. Daviscup“ Jürgen Melzer, der in Russland ein sensationelles Comeback gab, zwei Punkte beisteuerte und sowohl im Einzel, als auch im Doppel mehr als konkurrenzfähig sein kann. „Ich wünsche mir, dass alle dabei sein wollen“, sagt Koubek, „damit ich dann die Qual der Wahl habe und ich das Team nominieren kann, mit dem ich mir die größten Chancen ausrechne.“ Die Wahl des Untergrunds sei demokratisch gefallen. „Fakt ist, dass wir ein Sandplatz-Land sind und Australien ein Hartplatz-Land ist.“

Was von den Gästen zu erwarten sei? „Sie spielen seit fünf Jahren in der Weltgruppe, das sagt schon recht viel über die Stärke aus. Wenn man die Rankings anschaut, wird es schwer, zu gewinnen. Aber mit der Euphorie, die in Russland entstanden ist, ist alles möglich“, sagt Koubek. Captain ist der ehemalige Weltranglisten-Erste Lleyton Hewitt, Aushängeschild ist der Weltranglisten-24. Nick Kyrgios, ein begnadeter Paradiesvogel, der seine Nerven nicht immer in Zaum halten kann. Im direkten Vergleich mit Australien steht es 1:2, das letzte Heimspiel gewann Österreich 1989 im Dusika-Stadion mit 5:0.

Die steirische Landesverbandspräsidentin Barbara Muhr ist „stolz, dass die Steiermark und die Landeshauptstadt Graz aufgrund einer tollen Bewerbung“ wieder den Zuschlag für eine Daviscup-Begegnung bekommen haben. „Wir Steirer haben eine lange Tradition als Daviscup-Gastgeber und werden auch im September gemeinsam mit dem ÖTV eine großartige Performance abliefern. Die Begegnungen in den vergangenen zwanzig Jahren waren immer ausverkauft und das einzigartige Publikum wird unser Team wieder frenetisch unterstützen. Alle steirischen Tennisspieler freuen schon jetzt sich auf dieses Tennis-Highlight im Herbst auf der Grazer Messe.“

ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda sieht im Daviscup in Graz die Möglichkeit, das österreichische Tennis noch besser zu präsentieren. „Mit der Agentur e|motion haben wir einen idealen Partner und Veranstalter. Herwig Straka ist ein absoluter Profi. Einem Tennisfest steht nichts im Weg. Wir werden wieder versuchen, Fan-Reisen aus allen Bundesländern zu organisieren – damit wir gemeinsam vor einer tollen Kulisse den Aufstieg in die Champions League des Tennissports schaffen. Das wäre für die Spieler und den ÖTV ein riesen Ereignis und hilft uns, das Tennis in Österreich noch besser zu vermarkten.“

Veranstalter Herwig Straka von der Agentur e|motion „liegt das Tennis am Herzen“. Seit elf Jahren richtet der Steirer die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle aus. Das 500er-Turnier genießt unter den Spielern einen Ruf von Welt. „Es freut mich, dass wir mit dem Daviscup einen der wichtigsten und hochwertigsten Mannschaftsbewerbe im Land ausrichten und unserem Sport auf diesem Weg Impulse geben können.“ Graz habe eine lange Tennistradition, die „wir nicht unmaßgeblich mitbeeinflusst haben“, sagt der Veranstaltungsprofi vor seinem Heimspiel in der Steiermark. „Wir haben hier ein ausgezeichnetes Tennispublikum mit einer enormen Begeisterungsfähigkeit, dem nach acht Jahren endlich wieder Spitzentennis geboten wird.“

Bürgermeister Siegfried Nagl und die Stadt Graz sind gerüstet für das Relegationsduell. „Graz ist inzwischen eine echte Sportstadt! Wir haben in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen für Aktive enorm verbessert und freuen uns natürlich, wenn die Elite als Vorbild nicht nur für unsere Jugend, sondern für Alle in Graz spielt. Wir werden in diesen drei Tagen im September ein richtiges Tennisfest feiern.“

Vizebürgermeister Mario Eustacchio erwartet ein spannendes Match im Messegelände: „Ein großartiger Erfolg für Graz! Nach Beschluss des ÖTV können wir den Daviscup nach vielen Jahren endlich wieder in die Steiermark holen. Mein Dank gilt dem Bund, allen voran Vizekanzler und Sportminister Heinz-Christian Strache, für die tatkräftige Unterstützung.

ÖTV-Präsident Werner Klausner
Daviuscup-Kapitän Stefan Koubek
STTV-Präsidentin Barbara Muhr
Veranstalter Herwig Straka

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