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ATP

DC: J.MELZER - G.LAPENTTI 6:1, 6:0, 6:2

Jürgen Melzer nimmt im ATP-Ranking Platz 49 ein, der 24-jährige ist Linkshänder. Sein Gegner ist 1,93 groß, 90 Kilogramm schwer, Rechtshänder, derzeit Nr. 133 im Ranking. Er ist 22, spieltaber schon seit dem 15. Lebensjahr Daviscup.Die Ausgangsposition ist klar: Österreichs Nummer 1 muss den Punkt gegen die Nummer 2 von Ecuador machen, um die Chancen aufrecht zu halten.

 Die äußeren Bedingungen sind optimal: die Sonne ist endlich da, wenn auch nur sporadisch, etwa 20 Grad, kaum Wind, ideales Tenniswetter.
Referee: Javier Moreno (ESP).
Umpirer: Alison Lang (GBR).
Beginn 11.10 Uhr mit einem As von Jürgen und dann 1:0.
Seine Größe prädestiniert Giovanni Lapentti zum Aufschläger. Das beweist er nach Anfangsproblemen im ersten Servicegame auch. 15:40, aber dann vier Punkte nacheinander.
Melzer sicher auf 2:1.
Giovanni holt einen 0:30-Rückstand auf, dann aber das erste Break auf 3:1 für Österreich, weil Melzer gut retourniert. Jürgen spielt auch mit der nötigen Geduld auf die Chance, dosiert aggressiv. Sein Service ist vielleicht nicht ganz so hart, aber platzierter, sicherer und damit effizienter als das des Südamerikaners. Zu null auf 4:1.
Melzer hat offensichtlich genug Selbstvertrauen, um gar nicht an den "Pflichtpunkt" zu denken, während der Gegner (noch?) zunehmend ratloser wirkt. Nach zwei Doppelfehlern Giovannis hintereinander das zweite Break auf love zum 5:1. Der Return ist offensichtlich keine Stärke von Lapentti. Zwei Rückschlagfehler, dann ein Vorhandwinner des Gegners, bevor Jürgen mit zwei Assen en suite zudreht: nach 22 Minuten 6:1!
Die harte, lange Vorhand ist die einzige wirkliche "Waffe" im Spiel von Giovanni; ein paar Kracher auf die Rückhand von Jürgen, ein zweites As (gegenüber einem halben Dutzend Doppelfehlern) - das ist zu wenig, Break auf 1:0 Österreich.
Service Melzer zu null auf 2:0. Dass der Jüngere der Lapentti-Brüder das Handgelenk während der Trainingswoche in Klagenfurt mit Ultraschall behandeln lassen mußte, dürfte auch eine Rolle spielen, obwohl es war nach Aussage von Kapitän Raul Viver nur eine Präventivmaßnahme war. Aber Bewegungsdefizite des baumlangen Südamerikaners sind offensichtlich. Nächstes Break nach 15:40, 3:0 Österreich.
Nach dem glatten 4:0 ein paar wilde Vorhandschläge Giovannis. Melzer hält den Ball richtiger Weise im Spiel und profitiert von der schwachen beidarmigen Rückhand des Gegners - 5:0!
Mit dem zweiten Satzball endet Set Nr. 2 nach insgesamt 50 Minuten mit 6:0.
Erstes Game im dritten Satz, Doppelfehler zum 1:0 Österreich - Giovanni brüllt seinen Frust heraus...
Das 2:0 kommt nach dem bisher längsten Game zu Stande: bei Aufschlag Melzer 15:40; aber dann spielt Jürgen voll konzentriert, mit Stopp/Lob, gutem Service und druckvollen Vorhand-Angriffen.

Sorry!
Wir haben hier mit Netzausfällen zu kämpfen - bitte um Verständnis für die Zwangspause...

Das 3:0 mit dem nächsten Break zu null schien die Sache sehr schnell zu beenden; aber dann gab Jürgen aus heiterem Himmel sein Service ab und mußte auch das nächste Game abgeben. Bei 3:2 war Kapitän Thomas Muster erstmals gefordert - beruhigen, Selbstvertrauen geben; aufmerksam machen, dass der Gegner jetzt hopp oder tropp spielt, mit seinen Handgelenksproblemen die Ballwechsel schnell abschließen will. Der Aufschlaggewinn von Jürgen zum 4:2 ist besonders wichtig.
Mit eigenem Service hat Lapentti mehrere Chancen auf das dritte Game, aber druckvolle Angriffsbälle von Jürgen bringen schließlich doch das 5:2!
Volle Konzentration bis zum Schluss: As von Jürgen, dann Stopp/Lob, ein harter Angriff mit der beidarmigen Rückhand und nach langem Hin und Her beim Matchball ein mißglückter Stopp von Giovanni Lapentti - 6:2 nach einer Stunde und 26 Minuten. Österreich führt 1:0.
Nach gut 20 Minuten Pause das zweite Match des Tages, Stefan Koubek gegen Nicolas Lapentti.

                                                                          fk

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