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Davis Cup

DAVIS CUP: "WIR SIND FAVORITEN, WERDEN DAS AM COURT ABER ERST BEWEISEN MÜSSEN"

Dass Österreichs Team als Außenseiter in das Davis Cup-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Spanien geht, ist Melzer & Co klar. Trotzdem hofft das rotweissrote Team auf die grosse Überraschung. Könnte dabei das Doppel den Ausschlag geben? Im Bild: Spaniens Nummer 1, David Ferrer.


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3. April 2012

SPANIEN ALS FAVORIT. Spanien gegen Österreich. Oder: Goliath gegen David? "Wir gehen als Favoriten in diese Begegnung", so David Ferrer vor dem Viertelfinal-Duell am kommenden Wochenende (6.4. - 8.4.2012), "werden das aber auch am Court beweisen müssen." Der Weltranglisten-Fünfte führt trotz der Absage von Rafael Nadal ein Team an, "vor dem man höchsten Respekt haben muss", so Davis Cup-Captain Clemens Trimmel. "Jeder, der die Weltrangliste betrachtet, sieht, dass zwischen Spanien (1.) und Österreich (8.) ein ziemlich grosser Abstand ist." Spaniens aktuelle Bilanz: Ferrer kommt als dreifacher Turniersieger (2012: Auckland, Buenos Aires, Acapulco) nach Oropesa del Mar. Nicolas Almagro (ATP-12.) hat seiner Erfolgsbilanz 2012 einen Turniersieg (Sao Paulo) und ein Finale (Buenos Aires) hinzugefügt. Marcel Granollers (Einzel: ATP-26., Doppel: 37.)  konnte im Februar im Finale von Acapulco (mit Partner Marc Lopez an seiner Seite) erst von seinen Landsmännern Fernando Verdasco / David Marrero gestoppt werden. Marc Lopez (Doppel: ATP-24.) hat zuletzt mit Rafael Nadal an seiner Seite in Indian Wells den Doppelbewerb gewonnen und sich nicht erst damit den Respekt von Österreichs besten Doppelspielern erspielt. "Granollers", so Oliver Marach, "ist über die Jahre schon ein Top-Doppel-Spieler, war die Nummer 5 der Welt. Lopez spielt mit Nadal immer wieder grosse Turniere, rangiert unter den besten 30 der Welt. Eine äußerst gefährliche Paarung." Trotzdem glaubt Alexander Peya, einen kleinen Hoffnungsschimmer zu erkennen: "Im Doppel stehen die Chancen 50:50. Im Davis Cup zählt jeder einzelne Punkt – und die werden wir zusammenkratzen müssen, auch wenn die Chancen eher gering sind. Jürgen kann jeden schlagen, auch Andi hat gegen Russland mit Bogomolov einen höher gereihten Spieler geschlagen. Überraschungen sind also immer drinnen, auch wenn es nach der Papierform anders aussieht. Hätte Nadal gespielt, hätten sich unsere Chancen gegen null bewegt."

"ES WIRD SCHWER WERDEN".Bei einer Pressekonferenz am Dienstag warnte Spaniens Nummer 1, David Ferrer, insbesondere vor Österreichs Doppelpaarung: "Sie haben mit Peya / Marach ein sehr gutes Doppel, das nur sehr schwer zu schlagen sein wird. Es wird sehr schwer werden gegen Österreich." Unterstützung erwartet sich Ferrer v. a. aus eigenen Reihen: "Ich freue mich schon sehr darauf, daheim und so nahe meiner Heimatstadt Valencia Davis Cup zu spielen. Meine Freunde und meine Familie werden mich unterstützen. Die Arena wird sicherlich voll sein." Unabhängig von der Stimmung in der Arena, "die sicherlich einzigartig sein wird" (Melzer), sieht sich Österreichs Nummer 1 sowohl gegen Ferrer als auch gegen Almagro nicht in der Favoritenrolle. Gegen Ferrer, der am Montag (2.4.2012) im Teamhotel seinen 30. Geburtstag feierte, liegt er im direkten Vergleich mit 2:5 zurück, gegen Almagro hat Melzer mit 2:1 knapp die Nase vorne. Gegen Ferrer, der von Roger Federer als "einer der besten Retournierer auf der Tour" bezeichnet wird, "muss man jeden Punkt mehrmals machen" (Melzer). Almagro ist hingegen das genaue Gegenteil von "Ferru", wie Ferrer von seinen Freunden bezeichnet wird. Melzer: "Er spielt sehr schnell." Almagros Trainer Jose Perlas über seinen Schützling: "Ich vergleiche ihn gerne mit nuklearer Energie. Verwendet man diese Energie für Krieg, ist das schlecht. Verwendet man diese Energie hingegen, um Strom zu erzeugen, dann ist das gut." Genau auf diesen schmalen Grat hofft Melzer: "Er ist ein Heissläufer, der gerne auch einmal die Nerven verliert." Spielerisch ist Almagro für Melzer "ein sehr gefährlicher Spieler, der am Platz gerne das Heft in der Hand hat und versucht, zu bestimmen, was passiert. Man muss ihn ins Laufen bringen und gut bewegen, um ihn damit aus seinem Konzept zu bringen." Ähnlich grossen Respekt hat auch Nicolas Almagro vor Österreichs Team: "Das ist eine Mannschaft, die mit Melzer einen auf allen Belägen äußerst gefährlichen Spieler hat. Wir werden sehr viel Arbeit investieren müssen, um diese Runde zu überstehen." Trotzdem sind sowohl Davis Cup-Kapitän Alex Corretja ("Wir spielen einen Punkt nach dem anderen") als auch Almagro von einem Sieg Spaniens überzeugt: "Wir sind der Titelverteidiger, und für uns ist der Davis Cup enorm wichtig. Wir haben ein Heimspiel und spielen auf unserem Lieblingsuntergrund Sand. Ich glaube, dass wir schon alleine deshalb als Favoriten in dieses Duell gehen werden."


ZEITPLAN

Donnerstag, 5. April 2012
11:00 Uhr:    Auslosung im „Jardin Marina D´or“
18:00 Uhr:    Come Together der Fangruppe mit Getränken und Snacks im Spielerhotel
19:00 Uhr:    Presse Dinner (Einladung durch  ÖTV‐Präsident Ronnie Leitgeb)
 
Freitag, 6. April 2012
11:00 Uhr:    Einlass
11:45 Uhr:    Eröffnungszeremonie
12:00 Uhr:    Beginn erstes Single – im Anschluss zweites Single

Samstag, 7. April 2012
15:15 Uhr:     Beginn Doppel
Im Anschluss: Cocktail-Empfang für die beiden Teams, Ehrengäste, Sponsoren im  „Jardin Marina D´or“
 
Sonntag, 8. April 2012
12:00 Uhr:     Beginn drittes Einzel – im Anschluss viertes Einzel


DAVIS CUP LIVE AUF ORF SPORT+

Freitag, 6. April 2012: 11:45 Uhr bis 20:15 Uhr
Samstag, 7. April 2012: 15:10 Uhr bis 18:25 Uhr
Sonntag, 8. April 2012: 11:55 Uhr bis 19:00 Uhr


DAVIS CUP AUF FACEBOK, TWITTER UND YOUTUBE

Das Social-Media-Team des ÖTV begleitet Melzer, Trimmel & Co von Anfang an und stellt seit Sonntag ein Video pro Tag auf Youtube online und informiert immer wieder zwischendurch auf Facebook und Twitter vom Training des Teams und dem gesamten Drumherum vorort. Weitere Informationen auf www.tennisaustria.at


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